Mo, 19:54 Uhr
30.10.2017
Niedergebraer Kirche wieder eröffnet
St. Nicolai hat ihre Türen wieder geöffnet
Am vergangenen Sonntag wurde die St. Nicolai-Kirche in Niedergebra nach zwei-jähriger Bauzeit wieder eingeweiht. Wer die Kirche vorher kannte, hat sich sicherlich die Augen gerieben. Nicht viel erinnert an den Umbau der 70er Jahre. Ehrlich gesagt, gar nichts mehr...
300.000 Euro sind zwischenzeitlich verbaut worden, wovon 60.000 Euro allein aus Spenden zusammengekommen sind. Es ist wieder ein einziger Kirchenraum entstanden, der hell und freundlich einlädt - zu Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen zu denen sich Menschen hier versammeln können.
Der Boden wurde wieder auf das Außenniveau abgesenkt und mit neuen Bodenplatten versehen, die Decke hat ihre alte Höhe zurück und ist mit neuen selbstgehobelten Holzbrettern verkleidet. Zugemauerte Fenster wurden aufgebrochen, ein anderes zugemauert. Alles auf Anfang. Die Beleuchtung, die Deckenheizung, die Eingangstüren alles neu. Auch der Altar, die Orgel, der fröhliche bunte Wandbehang mit dem Kreuz und die Altarleuchter sind an Ausstattung neu hinzugekommen.
Der Gottesdienst begann mit dem festlichen Einzug - Pfarrer Halver klopfte von außen an die Tür und bat die Pforte zu öffnen. Als dies geschah, ging die kleine Helena Herzel mit dem Vortragekreuz voran, hinter ihr Pfarrer Bernhard Halver, dann die Vereine, teils mit Fahnen, gefolgt von der Bürgermeisterin Burgunde Krumm, dem Gemeindekirchenrat, wobei mit ihnen die Bibel und der Kelch wieder Einzug hielten. Die Pfarrer der Umgebung, unter ihnen auch die katholischen Pfarrer Hentrich und Seideneck schlossen sich ihnen an, Superintendent Andreas Schwarze zog traditionell als Letzter ein. Derweil spielte Michael Kremzow bereits auf der neuen-alten englischen Orgel. Ein bewegender Moment.
Die Kirche war bis auf die letzten Stehplätze hin besetzt. Jung und Alt wollten sich diesen Tag nicht entgehen lassen. Viele von ihnen hatten mitgearbeitet und/oder gespendet. Andere kamen von weiter her.
Was dann folgte, war die Weihe des neuen Altars - bei der Andrea Patze die Altarkerzen mit dem Feuer der Osterkerze entzündete. Anschließend weihte Pfarrer Halver noch die Orgel, die daraufhin mit "Großer Gott wir loben dich" prachtvoll erklang. Superintendent Andreas Schwarze hielt die Predigt an diesem für die Gemeinde doch sehr besonderen Tag.
Die Bürgermeisterin Niedergebras, Burgunde Krumm sprach ihr Grußwort als einzige Rednerin gleich in der neuen Kirche, sichtlich berührt von der großen Zahl der Gäste und ob des einmaligen Ereignisses.
Ein großartiger Moment war, als Orgel, Flöten, Posaunen, Chor und die Gemeinde gemeinsam sangen und spielten. Diese große Zahl an Besuchern, der große Raum mit seiner neuen Akustik, die vielen Instrumente - was für ein Erlebnis. Luther hätte seine Freude daran gehabt.
Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde in das örtliche Dorfgemeinschaftshaus zu Kaffee & Kuchen und ein paar Dankesworten. 33 Kuchen und Torten standen bereit, ebenso wie die Mitglieder des Fördervereins St. Nicolai, die ständig fleißig mit neuem Kaffee und Gedecken unterwegs waren.
Landrat Mathias Jendricke und Dombaumeisterin Regine Hartkopf sprachen im Saal begeisterte Grußworte, wobei sie die Gemeinde für ihren Mut und ihre Tatkraft lobten.
Nach ihnen bat Pfarrer Halver alle Helfer der letzten beiden Jahre auf die Bühne, um ihnen einen Schoko-Nikolaus, passend zu St. Nicolai zu überreichen. Was vorn erschien, war jedoch nur die Spitze des Eisbergs, wie Halver selbst sagte. Die meisten taten es St. Nikolaus gleich und blieben mit ihren guten Taten im Verborgenen.
Als am späten Nachmittag die Festmusik in der Kirche begann, zog fast die versammelte Kaffeegesellschaft noch einmal um. Gemeinsam lauschten sie den jungen Organisten Julian Zander und Alexander Hesse, der Chorgemeinschaft Wippertal mit Concordia Deuna, Claudia Henkel an der Orgel sowie Kantorin Margarita Yeromina. Wobei letztere dem Männerchor noch ihr Lieblingslied entlocken konnte - dies selbst dirigierte und strahlende Männeraugen erntete.
So fand ein sehr gelungener Tag seinen Abschluss. Alle Beteiligten merken nun, dass die letzten Tage und Wochen doch sehr arbeitsintensiv waren. Doch Ruhe steht nicht an. Bereits am Samstag trifft sich in St. Nicolai der Frauenversammlung des Kirchenkreises zur Wahl eines Teams und einer Vorsitzenden.
Nach dem Fest ist vor dem Fest und das ist gut so! Genau dafür ist dieser neue Kirchenraum entstanden.
Regina Englert
Autor: red300.000 Euro sind zwischenzeitlich verbaut worden, wovon 60.000 Euro allein aus Spenden zusammengekommen sind. Es ist wieder ein einziger Kirchenraum entstanden, der hell und freundlich einlädt - zu Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen zu denen sich Menschen hier versammeln können.
Der Boden wurde wieder auf das Außenniveau abgesenkt und mit neuen Bodenplatten versehen, die Decke hat ihre alte Höhe zurück und ist mit neuen selbstgehobelten Holzbrettern verkleidet. Zugemauerte Fenster wurden aufgebrochen, ein anderes zugemauert. Alles auf Anfang. Die Beleuchtung, die Deckenheizung, die Eingangstüren alles neu. Auch der Altar, die Orgel, der fröhliche bunte Wandbehang mit dem Kreuz und die Altarleuchter sind an Ausstattung neu hinzugekommen.
Der Gottesdienst begann mit dem festlichen Einzug - Pfarrer Halver klopfte von außen an die Tür und bat die Pforte zu öffnen. Als dies geschah, ging die kleine Helena Herzel mit dem Vortragekreuz voran, hinter ihr Pfarrer Bernhard Halver, dann die Vereine, teils mit Fahnen, gefolgt von der Bürgermeisterin Burgunde Krumm, dem Gemeindekirchenrat, wobei mit ihnen die Bibel und der Kelch wieder Einzug hielten. Die Pfarrer der Umgebung, unter ihnen auch die katholischen Pfarrer Hentrich und Seideneck schlossen sich ihnen an, Superintendent Andreas Schwarze zog traditionell als Letzter ein. Derweil spielte Michael Kremzow bereits auf der neuen-alten englischen Orgel. Ein bewegender Moment.
Die Kirche war bis auf die letzten Stehplätze hin besetzt. Jung und Alt wollten sich diesen Tag nicht entgehen lassen. Viele von ihnen hatten mitgearbeitet und/oder gespendet. Andere kamen von weiter her.
Was dann folgte, war die Weihe des neuen Altars - bei der Andrea Patze die Altarkerzen mit dem Feuer der Osterkerze entzündete. Anschließend weihte Pfarrer Halver noch die Orgel, die daraufhin mit "Großer Gott wir loben dich" prachtvoll erklang. Superintendent Andreas Schwarze hielt die Predigt an diesem für die Gemeinde doch sehr besonderen Tag.
Die Bürgermeisterin Niedergebras, Burgunde Krumm sprach ihr Grußwort als einzige Rednerin gleich in der neuen Kirche, sichtlich berührt von der großen Zahl der Gäste und ob des einmaligen Ereignisses.
Ein großartiger Moment war, als Orgel, Flöten, Posaunen, Chor und die Gemeinde gemeinsam sangen und spielten. Diese große Zahl an Besuchern, der große Raum mit seiner neuen Akustik, die vielen Instrumente - was für ein Erlebnis. Luther hätte seine Freude daran gehabt.
Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde in das örtliche Dorfgemeinschaftshaus zu Kaffee & Kuchen und ein paar Dankesworten. 33 Kuchen und Torten standen bereit, ebenso wie die Mitglieder des Fördervereins St. Nicolai, die ständig fleißig mit neuem Kaffee und Gedecken unterwegs waren.
Landrat Mathias Jendricke und Dombaumeisterin Regine Hartkopf sprachen im Saal begeisterte Grußworte, wobei sie die Gemeinde für ihren Mut und ihre Tatkraft lobten.
Nach ihnen bat Pfarrer Halver alle Helfer der letzten beiden Jahre auf die Bühne, um ihnen einen Schoko-Nikolaus, passend zu St. Nicolai zu überreichen. Was vorn erschien, war jedoch nur die Spitze des Eisbergs, wie Halver selbst sagte. Die meisten taten es St. Nikolaus gleich und blieben mit ihren guten Taten im Verborgenen.
Als am späten Nachmittag die Festmusik in der Kirche begann, zog fast die versammelte Kaffeegesellschaft noch einmal um. Gemeinsam lauschten sie den jungen Organisten Julian Zander und Alexander Hesse, der Chorgemeinschaft Wippertal mit Concordia Deuna, Claudia Henkel an der Orgel sowie Kantorin Margarita Yeromina. Wobei letztere dem Männerchor noch ihr Lieblingslied entlocken konnte - dies selbst dirigierte und strahlende Männeraugen erntete.
So fand ein sehr gelungener Tag seinen Abschluss. Alle Beteiligten merken nun, dass die letzten Tage und Wochen doch sehr arbeitsintensiv waren. Doch Ruhe steht nicht an. Bereits am Samstag trifft sich in St. Nicolai der Frauenversammlung des Kirchenkreises zur Wahl eines Teams und einer Vorsitzenden.
Nach dem Fest ist vor dem Fest und das ist gut so! Genau dafür ist dieser neue Kirchenraum entstanden.
Regina Englert








