Do, 06:51 Uhr
21.09.2017
nnz-Forum
Auch weiterhin Widersprüche aufzeigen
Am 14. September schrieb Bodo Schwarzberg einen nnz-Beitrag zur suboptimalen Situation des Wanderwegesystems im Südharz und kritisierte insbesondere den Verfall von immer mehr Informationstafeln am als Qualitätsweg wanderbares Deutschland zertifizierten Karstwanderweg. Danach gab es eine Reaktion...
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=220646
In einem Kommentar unter anderem dazu äußerte sich der 1. Vorsitzender des Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen, Andreas Heise. Nun reagiert Bodo Schwarzberg
Sehr geehrter Herr Heise,
eine Frau B., die Abgeordnete im Deutschen Bundestag ist und auch noch zu unseren BUND-Sitzungen kommt, ist mir nicht bekannt. Wer soll das bitte sein? Aber auch sonst kann ich, ehrlich gesagt, in Ihrer Wortmeldung an mich keinen tieferen Sinn entdecken. Warum also haben Sie diesen Kommentar geschrieben?
Sie erwähnen, dass wir als Artenschützer vom BUND "Gutes tun" und ich darüber ausgiebig rede. Beides wusste ich auch ohne Ihre Nachricht. Da die Politiker ihren eigenen Beschlüssen zum Thema Artenschutz nicht oder viel zu wenig folgen, ist es für mich eine logische Konsequenz, durch ehrenamtliches Engagement und dessen Publizierung genau dieses Versagen aufzuzeigen und darzustellen, dass es ganz einfach auch anders geht. Denn nur dann, wenn auch die Politik endlich zu einer Einheit von Wort und Tat übergeht, ist eine grundlegende Wende zum Besseren möglich.
Zudem hat sich durch die Öffentlichkeitsarbeit zum aktiven Artenschutz schon so mancher weiterer Mitstreiter gefunden, und die Pressebeiträge haben sogar Veränderungen mit beeinflusst: Dies betrifft zum Beispiel die Lösung der Abwassereinleitung in den Gipskarst unter dem Alten Stolberg bei Steigerthal. Ich liebe die zerstörerische Gesellschaft nicht sonderlich, in der wie leben, aber die Möglichkeit, seine Meinung frei kundzutun und für manche unbequeme Wahrheiten veröffentlichen zu können, das ist ein wahres Geschenk.
Sie kritisieren, dass ich mich als Ehrenamtlicher mit journalistischen Mitteln aus dem Fenster lehne und das von der Politik Schöngefärbte, unter den Tisch Gekehrte oder Nichtgetane offen kritisiere? Ihre Meinung befremdet mich. Sie werfen mir zudem allen Ernstes vor, dass ich andere Ehrenamtliche beschädigen würde, nur weil ich bestimmte Dinge beim Namen nenne. Schreiben Sie doch bitte hier in der nnz, wie diese Beschädigung ganz konkret aussehen soll.
Jedem ehrenamtlich Tätigen steht es zum einen vollkommen frei, meine Beiträge zu lesen oder eben nicht zu lesen und ihr oder ihm steht es frei, die nnz oder andere Medien zu nutzen, um über ihr eigenes Engagement zu berichten. Ich würde es sehr, sehr begrüßen, wenn mehr Ehrenamtliche dies täten. Jemanden aber dafür zu kritisieren, dass er sich äußert und öffentlich Kritik übt, ist seinerseits kritikwürdig.
So mancher müsste sich wohl auch vom Tropf irgendwelcher Netzwerke oder Systeme, oder aber auch nur von Ängsten lösen, die sie oder ihn trotz aller verfassungsmäßig garantierten Freiheiten einzwängt, auch mitunter im Ehrenamt.
Sie haben Ihren Kommentar vom 14.9. mit 1. Vorsitzender des Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen e.V. unterschrieben, sehr geehrter Herr Heise, und ich hätte von Ihnen gerade deswegen erwartet, dass Sie sich zum von mir angesprochenen Verfall bzw. zum Verlust von immer mehr Informationstafeln, zur zeitweise erschwerten Begehbarkeit des Qualitätsweges Karstwanderweg und zum Widerspruch zwischen öffentlicher Darstellung und Realität des Weges mir gegenüber oder viel besser gegenüber der Öffentlichkeit äußern. Nichts aber von alledem ist geschehen.
Von Ihnen hätte ich ob Ihrer Position als KarstwanderwegsFÖRDERvereinsvorsitzender erwartet, dass Sie den Verfall des Qualitätsweges nicht hinnehmen, sondern gerade den Wahlkampf dafür nutzen, auf das Problem aufmerksam zu machen und dringend notwendige Änderungen, finanzielle Unterstützung genannt, einzufordern. Zu lesen war davon nichts. Ich habe den Eindruck, dass Sie der Widerspruch zwischen dem Verfall des Weges und der Werbung für ihn nicht wirklich stört. Ich finde es beschämend, dass Sie in ihrem Kommentar zu meinem Beitrag vom 14.9. offenbar allen Ernstes und offensichtlich resignierend schreiben, wir sollten für die Finanzierung einer Infotafelrestaurierung sammeln.
Traurig, wenn das von Ihnen als Vereinsvorsitzender kommt. So werden wir den Tourismus in unserer Region voranbringen.
Ich fühle mich durch Ihre Äußerung beflügelt, noch öfter als bisher, die Widersprüche bezüglich des Karstwanderweges einerseits und des sanften Tourismus in unserer Region andererseits, anhand von Beobachtungen aufzuzeigen. Denn so wie bisher, sollte es mit dem einst beispielhaft angelegten Weg nicht weitergehen.
Bodo Schwarzberg
Autor: redhttp://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=220646
In einem Kommentar unter anderem dazu äußerte sich der 1. Vorsitzender des Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen, Andreas Heise. Nun reagiert Bodo Schwarzberg
Sehr geehrter Herr Heise,
eine Frau B., die Abgeordnete im Deutschen Bundestag ist und auch noch zu unseren BUND-Sitzungen kommt, ist mir nicht bekannt. Wer soll das bitte sein? Aber auch sonst kann ich, ehrlich gesagt, in Ihrer Wortmeldung an mich keinen tieferen Sinn entdecken. Warum also haben Sie diesen Kommentar geschrieben?
Sie erwähnen, dass wir als Artenschützer vom BUND "Gutes tun" und ich darüber ausgiebig rede. Beides wusste ich auch ohne Ihre Nachricht. Da die Politiker ihren eigenen Beschlüssen zum Thema Artenschutz nicht oder viel zu wenig folgen, ist es für mich eine logische Konsequenz, durch ehrenamtliches Engagement und dessen Publizierung genau dieses Versagen aufzuzeigen und darzustellen, dass es ganz einfach auch anders geht. Denn nur dann, wenn auch die Politik endlich zu einer Einheit von Wort und Tat übergeht, ist eine grundlegende Wende zum Besseren möglich.
Zudem hat sich durch die Öffentlichkeitsarbeit zum aktiven Artenschutz schon so mancher weiterer Mitstreiter gefunden, und die Pressebeiträge haben sogar Veränderungen mit beeinflusst: Dies betrifft zum Beispiel die Lösung der Abwassereinleitung in den Gipskarst unter dem Alten Stolberg bei Steigerthal. Ich liebe die zerstörerische Gesellschaft nicht sonderlich, in der wie leben, aber die Möglichkeit, seine Meinung frei kundzutun und für manche unbequeme Wahrheiten veröffentlichen zu können, das ist ein wahres Geschenk.
Sie kritisieren, dass ich mich als Ehrenamtlicher mit journalistischen Mitteln aus dem Fenster lehne und das von der Politik Schöngefärbte, unter den Tisch Gekehrte oder Nichtgetane offen kritisiere? Ihre Meinung befremdet mich. Sie werfen mir zudem allen Ernstes vor, dass ich andere Ehrenamtliche beschädigen würde, nur weil ich bestimmte Dinge beim Namen nenne. Schreiben Sie doch bitte hier in der nnz, wie diese Beschädigung ganz konkret aussehen soll.
Jedem ehrenamtlich Tätigen steht es zum einen vollkommen frei, meine Beiträge zu lesen oder eben nicht zu lesen und ihr oder ihm steht es frei, die nnz oder andere Medien zu nutzen, um über ihr eigenes Engagement zu berichten. Ich würde es sehr, sehr begrüßen, wenn mehr Ehrenamtliche dies täten. Jemanden aber dafür zu kritisieren, dass er sich äußert und öffentlich Kritik übt, ist seinerseits kritikwürdig.
So mancher müsste sich wohl auch vom Tropf irgendwelcher Netzwerke oder Systeme, oder aber auch nur von Ängsten lösen, die sie oder ihn trotz aller verfassungsmäßig garantierten Freiheiten einzwängt, auch mitunter im Ehrenamt.
Sie haben Ihren Kommentar vom 14.9. mit 1. Vorsitzender des Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen e.V. unterschrieben, sehr geehrter Herr Heise, und ich hätte von Ihnen gerade deswegen erwartet, dass Sie sich zum von mir angesprochenen Verfall bzw. zum Verlust von immer mehr Informationstafeln, zur zeitweise erschwerten Begehbarkeit des Qualitätsweges Karstwanderweg und zum Widerspruch zwischen öffentlicher Darstellung und Realität des Weges mir gegenüber oder viel besser gegenüber der Öffentlichkeit äußern. Nichts aber von alledem ist geschehen.
Von Ihnen hätte ich ob Ihrer Position als KarstwanderwegsFÖRDERvereinsvorsitzender erwartet, dass Sie den Verfall des Qualitätsweges nicht hinnehmen, sondern gerade den Wahlkampf dafür nutzen, auf das Problem aufmerksam zu machen und dringend notwendige Änderungen, finanzielle Unterstützung genannt, einzufordern. Zu lesen war davon nichts. Ich habe den Eindruck, dass Sie der Widerspruch zwischen dem Verfall des Weges und der Werbung für ihn nicht wirklich stört. Ich finde es beschämend, dass Sie in ihrem Kommentar zu meinem Beitrag vom 14.9. offenbar allen Ernstes und offensichtlich resignierend schreiben, wir sollten für die Finanzierung einer Infotafelrestaurierung sammeln.
Traurig, wenn das von Ihnen als Vereinsvorsitzender kommt. So werden wir den Tourismus in unserer Region voranbringen.
Ich fühle mich durch Ihre Äußerung beflügelt, noch öfter als bisher, die Widersprüche bezüglich des Karstwanderweges einerseits und des sanften Tourismus in unserer Region andererseits, anhand von Beobachtungen aufzuzeigen. Denn so wie bisher, sollte es mit dem einst beispielhaft angelegten Weg nicht weitergehen.
Bodo Schwarzberg
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.

