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Mi, 06:52 Uhr
15.03.2017
Vierter BUND-Einsatz 2017

Größte bisherige Mahd

Neun Aktive, 4.300 Quadratmeter gemäht; der 51. landschaftspflegerische Einsatz von Mitgliedern und Freunden des BUND-Kreisverbande Nordhausen am vergangenen Sonnabend setzt neue Maßstäbe: Denn noch nie seit Beginn regelmäßiger Pflegeaktionen im Jahre 2010 wurde bei einem einzigen Einsatz eine so große Fläche gemäht...

51. Einsatz (Foto: B. Schwarzberg) 51. Einsatz (Foto: B. Schwarzberg)

Die in der Nähe von Obergebra gelegene Wiese wurde bis etwa 2014 von einer Firma im Zuge eines staatlichen Landschaftspflegeprogrammes durch einschürige, also einmal jährliche Mahd bewirtschaftet. Auf Grund der geringen Honorarsätze aus derartigen Programmen ist es jedoch nicht leicht für die Behörden, hierfür dauerhaft Interessenten zu finden.

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Das gilt umso mehr, als naturschutzrelevante, da magere Trocken- und Halbtrockenrasen auch noch besonders wenig verwertbares, energiereiches Futter liefern. Mit dem Aus der Bewirtschaftung drohte der Verlust einer weiteren relativ großen, artenreichen Fläche, von deren Eigenart und Pflegezustand es spätestens seit der Wende bekanntermaßen immer weniger gibt.

Wir vom BUND-Kreisverband entsprachen daraufhin dem Anliegen der Unteren Naturschutzbehörde, und verpflichteten uns zunächst zur Mahd von etwa einem Viertel des Halbtrockenrasens. Über das Programm NALAP können damit wenigstens die Aufwendungen für die unmittelbare Durchführung der Aktionen abgedeckt werden. Ohne Idealismus aller Mitwirkenden sind derartige landschaftspflegerischen Einsätze völlig undenkbar. Sie sind notwendig, um daran mitzuwirken, die vielfach von der Politik beschlossenen Erhaltungsziele von Artengemeinschaften punktuell zu erreichen.

Nachdem wir am 1.10.2016 zunächst mehr als 2.000 m² und damit die vertraglich vereinbarte Flächengröße gemäht hatten, widmeten wir uns am 11. März 2017 dem verbliebenen Rest von geschätzt mehr als 4.000 Quadratmetern. Damit kamen wir einem Angebot an die UNB nach, in dem wir der Behörde ankündigten, je nach Möglichkeit den gesamten Halbtrockenrasen zu mähen. Das taten wir diesmal jedoch komplett auf eigene Kosten.

51. Einsatz des BUND (Foto: B. Schwarzberg) 51. Einsatz des BUND (Foto: B. Schwarzberg)

Bei wunderbarem Vorfrühlingswetter und hervorragender Stimmung unter den neun Freiwilligen gelang am Sonnabend ein kleines Wunder. Denn, dass wir in insgesamt drei Einsätzen den gesamten, geschätzt mindestens 0,6 ha großen Halbtrockenrasen schaffen würden, hatte zu Beginn wohl niemand ernsthaft geglaubt. Angesichts der körperlichen Arbeit über knapp acht Stunden mundete der deftige Imbiss zwischendurch entsprechend gut.

Damit konnten wir für die Erhaltung eines bedeutsamen Halbtrockenrasens mit Dominanz der Aufrechten Trespe ebenso das Optimum erreichen, wie für die Erhaltung bemerkenswerter Pflanzenarten, von denen an erster Stelle die attraktive Orchideenart Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) und die in Thüringen stark gefährdete Gelbe Spargelerbse (Lotus maritimus) zu nennen ist. Der Nordhäuser Stefan Stolze nahm erstmals an einem Einsatz teil und versprach, sich bei Gelegenheit wieder zu beteiligen. Wolfgang Scholz aus Nordhausen war zum zweiten oder dritten Mal mit von der Partie.

51. Einsatz des BUND (Foto: B. Schwarzberg) 51. Einsatz des BUND (Foto: B. Schwarzberg)

Zum Mähen besonders weit gereist waren ein Naturschützer aus Halle und Katrin Kulpa aus Leipzig, gefolgt von den Sondershäuser BUND-Mitgliedern Karl-Heinz Junker und Fritz Daniel. Aus Neustadt erhielten wir von Uwe Dumjahn unverzichtbare Unterstützung und aus Ilfeld von Rainer Peix sowie von einem weiteren Nordhäuser.

Allen sei herzlich gedankt, denn ohne sie wäre dieser bedeutsame Halbtrockenrasen nicht zu mähen gewesen.
Die Fotos zeigen Teilnehmer des 51. Einsatzes bei der Arbeit sowie die schützenswerten Arten Bienen-Ragwurz und Gelbe Spargelerbse. Teilnahmeinteressenten melden sich bitte unter bodo_schwarzberg@yahoo.de.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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