Mi, 14:45 Uhr
03.08.2016
HELIOS Klinik Bleicherode setzt auf Osteoporosebehandlungen
Osteologisches Kompetenzteam aufgestockt
Die Medizinerin Anke Graß, Oberärztin für Orthopädie und Rheumatologie, und Volker Nahmmacher, Facharzt für Orthopädie, wurden vom Dachverband Osteologie (DVO) als Osteologen zertifiziert und bilden unter Chefarzt Dr. Christian Meyer das neue Kompetenzteam im Osteologischen Schwerpunktzentrum der HELIOS Klinik Bleicherode...
Gut besuchte Patientenakademie (Foto: Helios Bleicherode)
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zur Patientenakademie der HELIOS Klinik Bleicherode, um sich über Osteoporose zu informieren.
In der gestrigen Patientenakademie, die sich der Knochenkrankheit widmete, sprach Anke Graß über die Ursachen, Diagnose und Behandlungs- sowie Präventionsmöglichkeiten von Osteoporose.
Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die überwiegend in der 2. Lebenshälfte in Erscheinung tritt. Laut einer medizinischen Studie lebten im Jahr 2009 rund 6,3 Millionen Menschen mit einer Osteoporoseerkrankung in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen wird jährlich auf 885.000 Menschen geschätzt.
Die Dunkelziffer derer, die unter der Knochenkrankheit leiden, ist aber wesentlich höher. Nicht jeder weiß, dass er von Osteoporose betroffen ist, sagt Anke Graß. Zurückzuführen sei das auf die Tatsache, dass Bagatellverletzungen im höheren Alter verstärkt auftreten und Schmerzen nicht immer mit einer Verletzung in Verbindung gebracht werden. Der menschliche Knochen ist ein dynamisches Organ mit hoher Durchblutung und Stoffwechselaktivität, der einen ständigen Erneuerungszyklus durchlebt. Ab der zweiten Lebenshälfte wird diese Erneuerung verlangsamt.
Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die durch niedrige Knochenmasse und eine Beeinträchtigung der Mikrostruktur des Knochengewebes charakterisiert wird, erklärt die Oberärztin. Betroffene erleiden häufiger bereits bei eher harmlosen Verletzungen Knochenbrüche oder Wirbelkörperfrakturen. Nur 30 Prozent der Wirbelkörperfrakturen werden tatsächlich klinisch diagnostiziert, anders als zum Beispiel Schenkelhalsbrüche. Wenn also Schmerzen auftreten, die die Lebensqualität beeinträchtigen und über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte man zum Arzt gehen und es abklären lassen, rät Anke Graß.
Die Knochenerkrankung ist zum Teil genetisch vererbbar. Treten bei Vater oder Mutter Brüche des Oberschenkelhalses auf, ist das Risiko für eine Osteoporose erhöht, weiß Anke Graß. Zudem steige für Frauen das Risiko mit dem Östrogenmangel in der Menopause. Insgesamt können bei beiden Geschlechtern Alterungsprozesse, Lebensstil oder auch andere Krankheiten bzw. die damit verbundenen Medikamenteneinnahmen zu Knochensubstanzverlust führen. Um sich auf eine mögliche Osteoporose untersuchen zu lassen, muss der Hausarzt eine Überweisung für eine Knochendichtemessung ausstellen.
Das Osteologische Schwerpunktzentrum der HELIOS Klinik Bleicherode verfügt über die DPX Methode - das sogenannte Dual Photon X-Ray. Die Methode erfordert nur ein Zehntel einer normalen Röntgenuntersuchung, ist aber die bislang ausgereifteste Methode zur Knochendichtemessung.
Osteoporose ist nur bedingt heilbar. Haben sich Knochenbrüche einmal manifestiert, muss man mehr oder weniger mit den Folgen leben. Es gibt jedoch Präventionsmaßnahmen, mit denen Betroffene trotz dieser Erkrankung ein Leben mit guter Lebensqualität bis ins hohe Alter zu führen können, sagt Anke Graß. Das oberste Behandlungsziel sei die Vermeidung und Verminderung der Zahl weiterer Wirbelbrüche oder Frakturen des Schenkelhalses, des Unterarms etc., um eine gute Lebensqualität zu erlangen.
Bei Menschen mit fortgeschrittener Osteoporose können bereits durch Alltagsbelastungen Brüche entstehen, bei denen gesunden Knochen nichts passieren würde. Zur Basistherapie gehört die Versorgung mit Vitamin D. Dieses wird zwar auch durch Sonneneinstrahlung auf der Haut durch den Körper selbst gebildet, in unseren Breitengraden muss jedoch durch eine Zugabe bei der Nahrungsaufnahme nachgeholfen werden, insbesondere im Winterhalbjahr. Auch eine kalziumreiche Ernährung ist eine wichtige Säule für die Knochengesundheit. In unserem Schwerpunktzentrum informieren wir über knochengesunde Ernährung und sprechen mit den Patienten alle Maßnahmen durch, damit sie sich zu Hause optimal auf ihre Erkrankung einstellen können, ohne sich krank fühlen zu müssen.
Außerdem ist ein gutes Maß an Bewegung für den Körper, aber auch für die Seele eine wichtige Voraussetzung um gesund und fit zu bleiben.
Autor: nnz
Gut besuchte Patientenakademie (Foto: Helios Bleicherode)
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zur Patientenakademie der HELIOS Klinik Bleicherode, um sich über Osteoporose zu informieren.
In der gestrigen Patientenakademie, die sich der Knochenkrankheit widmete, sprach Anke Graß über die Ursachen, Diagnose und Behandlungs- sowie Präventionsmöglichkeiten von Osteoporose.
Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die überwiegend in der 2. Lebenshälfte in Erscheinung tritt. Laut einer medizinischen Studie lebten im Jahr 2009 rund 6,3 Millionen Menschen mit einer Osteoporoseerkrankung in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen wird jährlich auf 885.000 Menschen geschätzt.
Die Dunkelziffer derer, die unter der Knochenkrankheit leiden, ist aber wesentlich höher. Nicht jeder weiß, dass er von Osteoporose betroffen ist, sagt Anke Graß. Zurückzuführen sei das auf die Tatsache, dass Bagatellverletzungen im höheren Alter verstärkt auftreten und Schmerzen nicht immer mit einer Verletzung in Verbindung gebracht werden. Der menschliche Knochen ist ein dynamisches Organ mit hoher Durchblutung und Stoffwechselaktivität, der einen ständigen Erneuerungszyklus durchlebt. Ab der zweiten Lebenshälfte wird diese Erneuerung verlangsamt.
Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die durch niedrige Knochenmasse und eine Beeinträchtigung der Mikrostruktur des Knochengewebes charakterisiert wird, erklärt die Oberärztin. Betroffene erleiden häufiger bereits bei eher harmlosen Verletzungen Knochenbrüche oder Wirbelkörperfrakturen. Nur 30 Prozent der Wirbelkörperfrakturen werden tatsächlich klinisch diagnostiziert, anders als zum Beispiel Schenkelhalsbrüche. Wenn also Schmerzen auftreten, die die Lebensqualität beeinträchtigen und über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte man zum Arzt gehen und es abklären lassen, rät Anke Graß.
Die Knochenerkrankung ist zum Teil genetisch vererbbar. Treten bei Vater oder Mutter Brüche des Oberschenkelhalses auf, ist das Risiko für eine Osteoporose erhöht, weiß Anke Graß. Zudem steige für Frauen das Risiko mit dem Östrogenmangel in der Menopause. Insgesamt können bei beiden Geschlechtern Alterungsprozesse, Lebensstil oder auch andere Krankheiten bzw. die damit verbundenen Medikamenteneinnahmen zu Knochensubstanzverlust führen. Um sich auf eine mögliche Osteoporose untersuchen zu lassen, muss der Hausarzt eine Überweisung für eine Knochendichtemessung ausstellen.
Das Osteologische Schwerpunktzentrum der HELIOS Klinik Bleicherode verfügt über die DPX Methode - das sogenannte Dual Photon X-Ray. Die Methode erfordert nur ein Zehntel einer normalen Röntgenuntersuchung, ist aber die bislang ausgereifteste Methode zur Knochendichtemessung.
Osteoporose ist nur bedingt heilbar. Haben sich Knochenbrüche einmal manifestiert, muss man mehr oder weniger mit den Folgen leben. Es gibt jedoch Präventionsmaßnahmen, mit denen Betroffene trotz dieser Erkrankung ein Leben mit guter Lebensqualität bis ins hohe Alter zu führen können, sagt Anke Graß. Das oberste Behandlungsziel sei die Vermeidung und Verminderung der Zahl weiterer Wirbelbrüche oder Frakturen des Schenkelhalses, des Unterarms etc., um eine gute Lebensqualität zu erlangen.
Bei Menschen mit fortgeschrittener Osteoporose können bereits durch Alltagsbelastungen Brüche entstehen, bei denen gesunden Knochen nichts passieren würde. Zur Basistherapie gehört die Versorgung mit Vitamin D. Dieses wird zwar auch durch Sonneneinstrahlung auf der Haut durch den Körper selbst gebildet, in unseren Breitengraden muss jedoch durch eine Zugabe bei der Nahrungsaufnahme nachgeholfen werden, insbesondere im Winterhalbjahr. Auch eine kalziumreiche Ernährung ist eine wichtige Säule für die Knochengesundheit. In unserem Schwerpunktzentrum informieren wir über knochengesunde Ernährung und sprechen mit den Patienten alle Maßnahmen durch, damit sie sich zu Hause optimal auf ihre Erkrankung einstellen können, ohne sich krank fühlen zu müssen.
Außerdem ist ein gutes Maß an Bewegung für den Körper, aber auch für die Seele eine wichtige Voraussetzung um gesund und fit zu bleiben.

