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Mi, 07:00 Uhr
03.08.2016
Nordhäuser SPD-Chef Jendricke kritisiert Oberbürgermeister:

Drei wichtige Jahre durch Hickhack verschenkt

Mit großer Freude hat Matthias Jendricke die jüngsten Entwicklungen zum Neubau eines feuerwehrtechnischen Zentrums in Nordhausen zur Kenntnis genommen. Seiner Meinung nach seien jedoch drei wichtige Jahre verschenkt worden…

Hier hat sich nichts geändert (Foto: nnz) Hier hat sich nichts geändert (Foto: nnz)
Hier hat sich nichts geändert: Spiegel einklappen bei der Durchfahrt des Tors an der Feuerwache

“Ich bin erst einmal froh über die konkrete Bauabsicht und sehe diese Entwicklung vor allem als einen Erfolg des Wirkens von Jutta Krauth als Bürgermeisterin in der Stadtverwaltung”, sagt der Nordhäuser SPD-Ortsvorsitzende Matthias Jendricke. "Wenn man in der Stadt für den Feuerwehrbereich verantwortlich ist, muss man geradezu zwangsläufig für diesen Neubau eintreten. Da geht es Jutta Krauth offenbar genauso, wie mir damals als Bürgermeister", meinte Jendricke auch rückblickend auf die Zeit in der Stadtverwaltung.

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Und Jendricke wird in dem Gespräch mit der nnz noch deutlicher: "Wären die damals vom Stadtrat beschlossenen Abläufe nicht vom Oberbürgermeister um den Preis eine politische Schlacht gegen die SPD führen zu wollen, über den Haufen geworfen worden, wäre die neue Hauptfeuerwache nun schon fertiggestellt. Aus Sicht der Baufachleute wird diese Zeitverzögerung nun vermutlich bis zu zwei Millionen Euro an Mehrkosten bringen, da sich die Baukosten zuletzt massiv erhöht haben."

Die möglichen Baukosten von jetzt bis zu 10 Millionen Euro bereiten wohl den Fachleuten nun auch erhebliches Kopfzerbrechen. So dränge die SWG-Chefin im Auftrag des Oberbürgermeisters auf eine freie Objektausschreibung, wonach die Planer einfach die günstigste Bauwerksvariante anbieten sollen. Funktionelle Vorgaben, wie sie gerade für eine Feuerwache notwendig wären, sollen da offenbar hinten anstehen. "Ich war schon verwundert, dass man dem Landkreis nun als Baupartner erklärte, dass es nur um die günstigste Bauvariante geht und die notwendigen Funktionsabläufe in dem Gebäude weniger gewichtet werden sollen", machte Jendricke dazu klar.

Aus Sicht des Nordhäuser SPD-Vorsitzenden sollten die damaligen konkreten Planungen fortgeführt werden, wonach das neue Gebäude eine sogenannte L-Form bekommen sollte. Danach kommen in den Hauptflügel die rund 18 bis 20 Einstellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge und die Räume für die Kameraden der Berufsfeuerwehr (BF). In den Anbauflügel kommen die Räume für die Freiwillige Feuerwehr und den Landkreisteil. "Eine Zusammenlegung der Freiwilligen Feuerwehr und der BF in ein großes Hauptgebäude, wie man es jetzt aus Kostengründen wohl erwägt, ist der kommenden Nutzung nicht dienlich", erklärte Jendricke.

Aus seiner Sicht macht es auch keinen Sinn, die Freiwilligen Feuerwehren von Bielen und Krimderode mit an den neuen Standort zu holen. "Bielen ist der größte Ortsteil und hat eine baulich gute Wache, die gibt man eigentlich nicht einfach auf. Und Krimderode ist zu weit weg, um sie zur Hauptwache zu verlagern und die Wache dort muss zudem für die vorgeschriebene 10 Minuten Einsatzzeit auch im Plan für Rüdigsdorf verankert sein. Im Grunde nach muss nur FF-Mitte mit an den neuen Standort."

Was nun den derzeitigen Ankündigungen folgen müsse, das sei nun schnellst möglich ein konkreter Fördermittelantrag beim Land Thüringen. "Von dem Hickhack, was der Oberbürgermeister hier die letzten Jahre in dieser Sache veranstaltet hat, ist man selbst auf Landesebene nur noch genervt", meinte Jendricke.

Und da es wegen dem Feuerwehrneubau ja sogar mal ein Disziplinarverfahren des Oberbürgermeisters gegen den damaligen Bürgermeister Matthias Jendricke gegeben hatte, fragte die nnz im Gespräch auch dazu noch einmal nach, wie dies eigentlich ausgegangen war? "Kurz bevor ich im letzten Jahr zum Landrat gewählt wurde, bekam ich einen Bericht von der Stadt, dass keine Dienstvergehen dazu festgestellt werden konnten. Daher wird mir nun die Stadt auch meine Anwaltskosten dazu erstatten müssen, auch wenn man sich dazu etwas schwer tut. Vermutlich bin ich nun der einzige Beamte in Deutschland, welcher für das Eintreten für die Sicherheit der Stadt und seiner Feuerwehrkameraden ein sinnloses Disziplinarverfahren bekommen hat. Darauf kann man eigentlich auch stolz sein, wenn die ganze damalige Geschichte nicht so bitter gewesen wäre", erklärte Jendricke.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
henry12
03.08.2016, 08:05 Uhr
Jendricke und sein "Hickhack"
Das ganze nervt nur noch.
Ist der Jendricke denn traumatisiert ?
Das ist Kleinkindverhalten auf höchstem Niveau.
NDHler
03.08.2016, 08:08 Uhr
Tja, wo er Recht hat,
hat er Recht!
Nur was die Zusammenlegung der Feuerwehren angeht, das sehe ich anders! Hier geht es nicht um baulich intakte Gebäude sondern um die Einsatzbereitschaft. Was nützt eine schicke Garage mit einem Löschfahrzeug wenn aus unterschiedlichen Gründen hier keiner ausrücken kann. Hier geht die Effektivität vor!
Liane Enzinger
03.08.2016, 09:23 Uhr
Jendricke und Zeh...
... der Dauerkonflikt zwischen beiden terrorisiert unsere schöne Stadt.

Können die beiden die Bürger nicht freiwillig erlösen?

Liane Enzinger, M.A.
Hans Dittmar
03.08.2016, 09:26 Uhr
Jetzt hingt Jendricke hinterher - wie immer
Runtergewirtschaftet ist die derzeitige Feuerwache der Berufsfeuerwehr. Seit über 15 wurde nichts investiert und so eine Brutstätte für Unzufriedenheit geschaffen. Zuständig war seinerzeit der jetzige Landrat. Seit den 1990er Jahren liegen die Pläne auf den Tisch. Doch für Frau Rinke und ihren Hobbyfeuerwehrmann Jendricke waren die Kameraden unwichtig. Grund dafür auch, das riesige Loch im Finanzhaushalt. Jendricke war nie der Mann der handelt, er gilt als Schwätzer unter den Politikern. Handeln tun Andere. Denkt man an seine Äußerungen: Straßenbahnbau bis zum AKS, Stadionbau AKS und Feuerwehrbau. Alles nur populistisches Auftreten, ohne dass Herr Jendricke darstellen konnte wie die Eigenmittel erwirtschaftet werden sollen. Ach ja, das geht ja durch Anhebung der Grundsteuer!
Jetzt haben Jutta Krauth und Inge Klaan in Weimar den Weg für einen Feuerwehrneubau frei gemacht. Nun kann Jendricke mal zusehen wie zwei Frauen eine Feuerwehr bauen, von der er in über 10 Jahre nur gesprochen hat.
Nordhäuser Freiheit
03.08.2016, 10:10 Uhr
Die CDU hin"k"t sogar der Rechtschreibung hinterher
Die CDU alias Hans Dittmar, hin"g"t nicht nur dem Landrat hinterher, sondern auch der deutschen Oddogravieh, äh Ottographie, äh Orthografie.

Auch das ist das "Nordhäuser System". Schlecht, schlecht, schlecht.
Gudrun1974
03.08.2016, 10:45 Uhr
Bravo Landrat!
Dieses Machtwort war längst überfällig! Zu Recht gelten Sie in Thüringen als einer der talentiertesten Politiker im Freistaat! Wir können stolz sein, dass Sie unser Landrat sind.

Meinen großen Respekt, dass Sie auch unter sehr großen persönlichen und familiären Opfern standhaft bleiben und alle Verfahren gegen Sie sehr gut durchstehen.

Achten Sie nur auf Ihre Gesundheit. Sie werden noch gebraucht!
Pe_rle
03.08.2016, 11:28 Uhr
Riese87
naja ohne Ihren Kommentar als Busenfreund der SPD geht ja wohl nix.
Das einzige was Ihr jetziger Landrat und ehemaliger Finanzbürgermeister Jendricke kann,ist große Reden halten und Geld ausgeben.Naja solange es nicht das eigene ist geht es ja noch.Aber auch diesen Herrn wird die Realität noch einholen.
Und wenn man in Erfurt von ihm spricht ,muß das nicht immer positiv sein.
Man merkt eben immer ,roter Klüngel ist ein und die selbe Suppe,egal welcher Partei.
Die Bürger von Nordhausen,und die BF selbst werden sich freuen das es nun endlich los geht. Ob da nun irgend was eingespart wird oder nicht, auf jeden Fall besser als das was in der Hohe Kreuzstraße steht.
murmeltier
03.08.2016, 11:37 Uhr
Na sowas
Wird die Feuerwache teurer, der Stadt kanne es erst mal egal sein. Muss die SWG sehen, wie sie das finanziert. Bei den Zinssätzen kann die Feuerwache ruhig 11 Millionen und mehr kosten.Die Förderung wird eh bescheiden sein. Und Herr Jendricke hat Recht, die Feuerwache hätte schon längst gebaut sein können. Der Standort war doch von vornherein klar.

Die Stadt scheint bei "Streitigkeiten" mit dem Personal eh alles zu verlieren.....Welche Kosten das alles verursacht, wäre interessant das zu erfahren.
Nowhere Man
03.08.2016, 11:45 Uhr
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