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Fr, 11:55 Uhr
25.06.2004

nnz-Forum: Erschließung trotz Leerstand?

Nordhausen (nnz). Es gibt in Thüringen viele Industrie- und Gewerbegebiete, die nicht oder nur teilweise ausgelastet sind. Diesem Thema widmet sich die Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ im nnz-Forum.


Am 22. Juni meldete das Thüringer Wirtschaftsministerium die Neuerschließung eines 15 ha großen Gewerbegebietes nahe Jena. Zwar hätten Investoren Interesse bekundet aber eine Ansiedlungszusage wurde bis heute nicht abgegeben. Über 50% der in den letzten Jahren mit immensen Fördergeldern in Thüringen erschlossenen Gewerbegebiete stehen leer. Dies bestätigte die Landesregierung aufgrund einer kleinen Anfrage der SPD. Auch im Landkreis Nordhausen stehen Gewerbegebiete in Größenordnungen leer, die ohne eine festgeschriebene Investitionsgarantie seitens der Wirtschaft, geschaffen wurden und nun als „beleuchtete Wiesen“ Nachfolgekosten verursachen.

Diese fehlenden Investitionsmittel und Folgekosten lähmen jetzt zunehmend kommunale Haushalte. Das aufgrund der negativen Erfahrungen seitens der Landesregierung kein Umdenken erfolgt ist, ist mehr als bedenklich. Fördergelder sind keine „anonymen Geldmittel“. Sie wurden von Menschen durch ihre tägliche Arbeit erwirtschaftet und stehen als Steuergelder der Allgemeinheit nicht mehr zur Verfügung. Im Falle der vielen leerstehenden Gewerbegebiete ergibt sich hier der Ansatz der Steuerverschwendung.

Nutzungsmöglichkeiten von Gewerbe- und Industriegebieten unterscheiden sich erheblich voneinander. So wurde unsere Bürgerinitiative auch darauf angesprochen, das sich die Investoren, die sich möglicherweise auf diesem Gebiet nahe Jena oder Altenburg niederlassen wollen, auch in der Goldenen Aue angesiedelt werden könnten, wenn dieses Gebiet schon erschlossen wäre. Hier greift ein erheblicher Irrtum. Das Gebiet in der Goldenen Aue soll als reines Industriegebiet ausgewiesen werden. Im Gegensatz zu einem Gewerbegebiet, wie das Nahe Jena, dürfen sich hier ausschließlich Betriebe ansiedeln, die dem Bundesimmisionsschutzgesetz unterliegen.

Betriebe, wie die vom Wirtschaftsministerium angekündigt, auf dem Gewerbegebiet nahe Jena angesiedelt werden sollen, bekämen in der Goldenen Aue keine Baugenehmigung. Diese könnten aber in Bielen, Nordhausen, in Werther oder Hesserode, in Bleicherode oder auf einer der vielen anderen, mit Millionenaufwand erschlossenen und seit Jahren leerstehenden Gewerbegebiete angesiedelt werden. Es bedarf der dringenden Aufklärung der Öffentlichkeit durch den Planungsverband und den Wirtschaftsminister.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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