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Mi, 12:17 Uhr
14.10.2015
Handwerkercamp im Herbst

KILA Kinder packen an

Es sind Herbstferien und im KinderKirchenLaden gehen wieder die Handwerker an die Arbeit. Mit Schnee hatte man zum Auftakt zwar nicht gerechnet, aber es gibt auch so genug zu tun. Was diesen Herbst auf dem Programm steht, hat die nnz erfahren...

Nein, Schneeschippen mussten die kleinen KILA Handwerker heute morgen nicht, versicherte der Leiter des KinderKirchenladens, Frank Tuschy. Geärgert habe man sich aber schon über die weiße Überraschung. Denn der Schnee hat ein paar der geplanten Aktivitäten einen Strich durch die Rechnung gemacht. An Hüpfburg und Hochdruckreiniger ist bei dieser Witterung schlicht nicht zu denken.

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Aber im KILA weiß man sich zu helfen. Statt die Bücherkisten des KILA mal ordentlich zu schrubben konnten die Kinder heute Nüsse mit dem Hammer knacken. Oder Liederbücher verzieren. Oder selber (erstaunlich leckeren) Apfelsaft herstellen. "Den haben wir als Spende von ein paar netten Menschen bekommen, die wir vorher gar nicht kannten", erzählte Frank Tuschy in einer ruhigen Minute. Insgesamt sind dieses mal 46 Kinder zu den Handwerkertagen in das Pfarrhaus der Blasiigemeinde gekommen.

Bei den Handwerkertagen geht es nicht allein darum, etwas sinnvolles mit den Händen zu tun, sondern auch um andere Themen. Im Zentrum steht dieses mal die Geschichte der Taizé Gemeinde in Frankreich. Die kleine Kommune von Mönchen ist in der wärmeren Monaten ein Treffpunkt für Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt.

Musik und Geschichten gehören auch zu den Handwerkertagen (Foto: Angelo Glashagel) Musik und Geschichten gehören auch zu den Handwerkertagen (Foto: Angelo Glashagel)

Angefangen hat das ganze mit Frere Roger, dem Gründer der Gemeinde. Seine Geschichte erzählt Frank Tuschy wie einen Fortsetzungroman: jeden morgen gibt es das nächste Häppchen. Für dieses Format ist die Geschichte von Bruder Roger bestens geeignet. Während der zweite Weltkrieg tobte studierte der gebürtige Schweizer Theologie. Angesichts des Grauens verabschiedete er sich von den Büchern, fuhr mit dem Rad nach Frankreich und begann dort, Juden und andere Flüchtlinge vor den Deutschen Besatzern zu verstecken.

Doch Frere Roger wurde verraten und musste fliehen, erzählt Frank Tuschy bei Kerzenschein, nach dem Krieg aber kehrte er zurück und kümmerte sich von da an um deutsche Kriegsgefangene. Wie es danach weiter geht, werden die Kinder erst morgen erfahren.

Herbstliche Handwerkertage im KILA (Foto: Angelo Glashagel)
Herbstliche Handwerkertage im KILA (Foto: Angelo Glashagel)
Herbstliche Handwerkertage im KILA (Foto: Angelo Glashagel)
Herbstliche Handwerkertage im KILA (Foto: Angelo Glashagel)

Verbunden mit der Geschichte werden die Taizé-typischen Lieder, gespielt von einem gut ausgestatteten Kinderorchester. Die eigentliche Intention des Themas ist aber eine aktuelle. "Wir wollen den Grundgedanken dahinter klären und auch zeigen das dass Thema Flucht älter als zwei Wochen ist", sagte Tuschy. Dazu gehört auch das "Stadtspiel", bei dem dieses mal die Kinder vor den Mitarbeitern, sprich den Jugendlichen KILA Mitgliedern, fliehen müssen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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