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Di, 09:55 Uhr
10.02.2015

Reiseportale tricksen weiter

Bei der Online-Flug­buchung muss von Anfang an der Endpreis ange­zeigt werden, wie der Europäische Gerichts­hof (EuGH) kürzlich entschied. Die Stiftung Warentest hat über­prüft, ob sich Air­lines und Reiseportale an die recht­lichen Vorgaben halten – und fest­stellen müssen, dass einige Anbieter diese einfach ignorieren...


Der Europäische Gerichts­hof (EuGH) hat im Januar entschieden, dass „ein elektronisches Buchungs­system bei jedem Flug von Anfang an den zu zahlenden Endpreis ausweisen muss“. Damit endete ein lang­jähriger Rechts­streit, den der Verbraucherzentrale Bundes­verband gegen Air Berlin führte.

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Der EuGH bestätigte in seinem Grundsatz­urteil, was laut EU-Verordnung seit 2008 gilt: Kunden sollen sofort Endpreise sehen, damit sie Angebote effektiv vergleichen können. Mehrere Portale halten sich noch immer nicht daran, wie eine aktuelle Stich­probe der Stiftung Warentest zeigt.

Wir haben bei je fünf Fluggesell­schaften und Reiseportalen über­prüft, ob sie die Vorgaben halten. Von den Internet-Flugbörsen hält sich nur lastminute.de an die gesetzlichen Vorschriften. Expedia schlägt im Laufe der Buchung je nach Air­line unterschiedliche Zahlungsgebühren auf. Kostenlos ist es nur mit Visa Credit. Fluege.de, flug.de und opodo.de schlagen während der Buchung üppige Gebühren auf. So wurden aus rund 23 Euro für einen Ryanair-Flug von Berlin nach London bei fluege.de und bei opodo.de fast 54 Euro, bei flug.de stieg der Preis von rund 33 auf fast 50 Euro. Endpreise gibt es mit­unter erst nach Eingabe der persönlichen Daten.

Air­lines zeigen sich etwas trans­parenter

Erfreulich ist das Ergebnis auf den Internet­seiten der Flug­linien: Air Berlin und Luft­hansa nennen sofort den Endpreis. Ein aufzugebendes Gepäck­stück ist in allen Tarifen enthalten. Easyjet, Germanwings und Ryanair haben Tarife, bei denen das Gepäck extra berechnet wird. Die Kosten dafür werden im zweiten Buchungs­schritt addiert. Easyjet und Germanwings weisen auf die Zusatz­kosten hin. Ryanair akzeptiert als einzige der geprüften Flug­linien kein gängiges Zahlungs­system ohne Aufpreis. Der erst­genannte Preis gilt für die Bezahlung mit Debitkarte.

Tipp: Buchen Sie direkt bei der Air­line. Welche am güns­tigsten ist, erfahren Sie über Preis­vergleichs­seiten wie www.kayak.de, www.google.de/flights oder www.check24.de.
Autor: red

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