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Mo, 17:56 Uhr
17.05.2004

Fleißig, fleißig...

Nordhausen (nnz). Ende Juni wird auch im Landkreis Nordhausen ein neuer Kreistag gewählt. Der „alte“ hatte in den zurückliegenden fünf Jahren ein dickes Pensum absolviert. Wer immer dabei war und wer viel „schwänzte“, das hat die nnz für Sie zusammengetragen.


35 Sitzungen in fünf Jahren, das macht pro Jahr im Schnitt sieben Treffen der Kreistagsmitglieder. Das sieht auf den ersten Blick nicht allzu viel aus, doch da kommen schließlich noch richtig viele Fraktions- und Ausschusssitzungen hinzu. Die nnz hat mal aufgelistet, wer wie oft bei den Kreistagssitzungen dabei war.

Und siehe da – es gibt drei Männer, die immer zur Stelle waren. Sie kommen samt aus dem Lager der Sozialdemokratie: Manfred Breitrück, Siegfried Junker und Winfried Theuerkauf. Keine Fehlstunde ist ihnen von der statistischen Abteilung des Landratsamtes attestiert worden. Wilfried Guder, Dr. Renate Schröter und Birgit Scholz haben es geschafft, bei nur einer Sitzung zu fehlen. Zwei Fehlsitzungen auf dem Konto haben Doris Apel, Karin Busch, Klaus Hummitzsch und Wolf-Ulrich Küntzel.

Die meisten Entschuldigungen für Fehlschichten kamen von den Vertretern der Regierungsspitze im Nordhäuser Rathaus. Spitzenreiterin Barbara Rinke nahm an nur 13 Kreistagssitzungen teil, der Nordhäuser Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse brachte es auf 22 Sitzungen, dazwischen schob sich noch Lothar Wagner mit 18 „Fehlschichten“.

Kommen wir zu den Chefs der Fraktionen. Hier erwies sich Klaus Hummitzsch (PDS) mit bereits erwähnten 33 Teilnahmen am vorbildlichsten, ihm folgen Dagmar Becker (SPD, 28) und Egon Primas (CDU, 26).

Die nnz hat bei der Zusammenstellung nur die Kreistagsmitglieder berücksichtigt, die vom Juli 1999 bis zum Ende der Legislaturperiode im Gremium waren. Und schließlich noch ein positiver Fakt: Unentschuldigt hatte in den vergangenen fünf Jahren kein Kreistagsmitglied gefehlt.

PS: Die Stadtverwaltung Nordhausen hat der nnz die Herausgabe der entsprechenden Daten für den Stadtrat verweigert. Man hatte sich auf datenschutzrechtliche Bedenken berufen. Schlussfolgerung: In der nächsten Legislaturperiode wird selbst gezählt. Oder vielleicht erfolgt dann im Stadtrat die Feststellung der Beschlussfähigkeit im nichtöffentlichen Teil einer jeden Sitzung.
Autor: nnz

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