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Fr, 06:47 Uhr
19.09.2014

Noch ein Verein im Voting

Die nnz hatte in dieser Woche berichtet, dass die Nordhäuser Tafel für den Thüringer Ehrenamtspreis nominiert wurde. Das ist nicht so ganz richtig...


Proberäume selbst ausgebaut (Foto: privat) Proberäume selbst ausgebaut (Foto: privat)

Neben der Tafel in Nordhausen wurde auch das Zupforchester Obergebra in die Endrunde des Online-Votings nominiert.

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Das Zupforchester Obergebra wurde im Jahre 1921 gegründet. Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die Pflege und Erhaltung der Zupforchestertradition. Der Verein hat zurzeit 28 Mitglieder die aus allen Altersgruppen kommen.

Höhepunkte der musikalischen Laufbahn des Orchesters waren unter anderem Konzertreisen nach Polen und Frankreich, die Teilnahme am 3. Deutschen Orchesterwettbewerb in Goslar sowie verschiedene TV Auftritte. Pro Jahr werden etwa 50 Proben durchgeführt in denen das Repertoire vom ehrenamtlichen musikalischen Leiter Wieland Gruppe für etwa 20 Auftritte im Jahr einstudiert wird.

Die Palette der Einsätze reicht hier von eigenen Konzerten, über Seniorenbetreuung bis hin zur Umrahmung von Familienfeiern. Auf den Programmen findet sich traditionelle Musik ebenso wie originale klassische und zeitgenössische Zupforchesterliteratur. Die Organisationsarbeit liegt dabei in den Händen von Kathrin Erdmann.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Jugendarbeit und der Ausbildung von Schülern. Hier wird eng mit der Musikschule des Landkreises Nordhausen zusammengearbeitet. Vier Mitglieder des Orchesters schafften es in den letzten Jahren bis zum „Bundespreisträger“ beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Einige Mitglieder wirken außerdem in den Thüringer Landesauswahlorchestern mit.

Um die Grundlage für qualitativ hochwertige Proben und Konzerte sowie gute Ausbildungsbedingungen zu schaffen, wurden dringend eigene Proberäume benötigt. Mit dem Umbau der alten Schmiede in Obergebra zu einem Dorfgemeinschaftshaus bekam der Verein von der Gemeinde die Gelegenheit dazu. Wegen Größe und Platzbedarf wurde dem Orchester das komplette Dachgeschoss zugeteilt. Dieses war jedoch nicht ausgebaut. Ein größerer Probenraum, ein kleiner Raum für Versammlungen und den Musikunterricht, ein Lager und ein neuer Treppenaufgang mussten geschaffen werden.
Zupforchester Obergebra (Foto: privat)
Zupforchester Obergebra (Foto: privat)
Zupforchester Obergebra (Foto: privat)
Zupforchester Obergebra (Foto: privat)
Zupforchester Obergebra (Foto: privat)
Zupforchester Obergebra (Foto: privat)
Schnell wurde klar, dass die Kosten das Budget des Orchesters bei weitem übersteigen würden. So konnten die Bauleistungen nur durch viele ehrenamtliche Helfer und Orchestermitglieder in Eigenleistung erbracht werden. Von 32 verschiedenen Personen wurden in 76 Arbeitseinsätzen über 2500 Arbeitsstunden geleistet. Dies geschah zusätzlich zum ebenfalls ehrenamtlich laufenden Vereinsbetrieb und zur Probenarbeit. Die Koordination und Bauleitung lag in den Händen von Vereinsmitglied Olaf Hoppe, der an 55 Einsätzen beteiligt war.

Durch ihr Engagement leisten die Vereinsmitglieder über Generationsgrenzen hinweg einen wichtigen Beitrag zur Bereicherung des Dorfgemeinschaftslebens in Obergebra und den umliegenden Orten im Südharz. Als eines der letzten Zupforchester in unserem Bundesland trägt der Verein zur Vielfalt in der Thüringer Orchesterlandschaft bei.

Um diese Leistungen zu Ehren wurde das Zupforchester Obergebra vom Bund Deutscher Zupfmusiker (Landesverband Thüringen) im Jahr 2014 für den Thüringer Engagement Preis vorgeschlagen.


Noch bis zum 26. September ist die Abstimmung freigeschaltet. http://www.thueringer-engagement-preis.de/thueringer-engagement-preis-2014/
Autor: red

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