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Do, 22:00 Uhr
24.04.2014

Keine Transparenz

Die interessierte Öffentlichkeit wartete in der vergangenen Woche gespannt auf den Abschlussbericht zum Bau der Kulturbibliothek. Daraus wurde nichts, der nnz-Redaktion liegt das Dokument jetzt vor...


Barbara Rinke, die ehemalige Oberbürgermeisterin, hatte juristisch eine Veröffentlichung unterbunden. In der Sitzung des Stadtrates am vergangenen Mittwoch versprach der Vorsitzende des zeitweiligen Ausschusses, Martin Höfer, einen Weg zu finden, um das Resümee der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Weg führt jetzt über die nnz.

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Höfer schreibt der nnz: Sehr verehrte Leser der nnz, als Vorsitzender des zeitweiligen Ausschusses zum „Bauvorhaben der Kulturbibliothek“ wurde es mir bei der letzten Stadtratssitzung nicht ermöglicht, ein Resümee der Ergebnisse betreffend der im Ausschuss gewonnenen Erkenntnisse zu veröffentlichen.

In dieser Stadtratssitzung versprach ich, dass ich Wege finden werde, es den Bürgern unserer Stadt zur Kenntnis zu bringen. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder unterstützte mein Vorhaben und hier kommt das Resümee unserer Ausschussarbeit exklusiv in dieser Zeitung zum Nachlesen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr FDP Stadtrat Martin Höfer.


Dieses Resümee, das im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung verlesen werden sollte, birgt kaum politischen Zündstoff auf den ersten Blick. Auf den zweiten allerdings schon. Denn gleich die ersten Sätze haben es in sich: "Die Planung und der Bau einer öffentlichen Einrichtung müssen ein hohes Maß an Transparenz besitzen und durch stabile Strukturen in der Verwaltung gestützt werden."

Was danach folgt ist zum großen Teil die Auflistung von genau den Knackpunkten, die dieser Forderung widersprachen. So seien die Kostenentwicklungen dem Stadtrat bis zum November 2012 nicht kommuniziert worden. "Der Stadtrat wurde über den Baufortschritt und die Finanzierung durch die Oberbürgermeisterin unzureichend informiert."

Fazit des Ausschusses: Ein Projekt dieser Dimension kann nur erfolgreich realisiert werden, wenn Behörden, Ämter, die Bauwirtschaft und die Politik gemeinsam an einem Ende des Strickes ziehen.

Den kompletten Abschlussbericht finden Sie hier .
Autor: red

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Kommentare
Harzer_jung
25.04.2014, 01:15 Uhr
desaster
Wer das pdf liest stellt fest, okay wir bauen ein bibliothek.

Ohne zunwissen wofür für wen oder warum.

Sinvolle planungen sind nicht zu erkennen, ausser es muss gebaut werden.

Genau das ist es was immer wieder gefordert wurde,
macht die planungen vor beginn öffentlich.
Und nicht erst wenn es beschlossen ist.
Niemand in NDH hat etwas gegen eine neue moderne Bibliothek, ganz im gegenteil.

Nebenbei, warum nimmt sich die Stadt das recht herraus den gesamten Internetverkehr der über das wlan der Bibliothek läuft mitschneiden zu dürfen?
Nörgler
25.04.2014, 06:44 Uhr
Kaum Überraschungen
Es gibt sie nicht, die Sensationen in diesem Bericht. Aber ein solcher Ausschuss war wichtig, weil er die Stadträte in die Lage versetzte, sich kritisch mit Vorgängen in der Verwaltung auseinanderzusetzen. Nicht zu verstehen ist deshalb, warum eine einstige OB die Veröffentlichung verhindern wollte.

Gut für die Menschen, dass es dieses Medium hier gibt, von dem auch mal die anderen abschreiben können.
HausH
25.04.2014, 08:10 Uhr
Verantwortung...
Schöner Bericht, was ist er wert?????? Wer wird denn für den ganzen Mist der da gemacht wurde zur VERANTWORTUNG gezogen. Oder übernimmt endlich mal jemand VERANTWORTUNG von sich aus.

Ach ist ja nur des Steuerzahlers Geld, hätte ich so geplant, finanziert und gebaut, wäre ich sicher schon verhaftet worden...
Friderike
25.04.2014, 09:27 Uhr
"Toller" Bericht
Siehe mein Kommentar bei

nnz-Betrachtung: Was bleibt?

Der Bericht ist mehr als oberflächlich und so gut wie Nichtssagend! Traurig, dass die Öffentlichkeit so abgespeist wird, aber am Ende ist ja eh alles egal, es wird niemand zur Verantwortung gezogen!

Warum bin ich nicht im öffentlichen Dienst???

Ständig wir hier von Transparenz gefaselt, aber alles wird hinter verschlossenen Türen ausgeküngelt und hinterher ist es keiner gewesen!
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