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Sa, 22:50 Uhr
11.01.2014

Marke gesetzt

Mit einem klaren 33:24 (19:13) besiegte der Thüringer HC vor den Augen von Bundestrainer Heine Jensen den aktuellen Tabellenvierten aus Leverkusen. THC-Torhüterin Maike März mit 21 Paraden, war die auffälligste Spielerin des Tages, ihre Kollegin Natalie Hagel auf der Gegenseite stand ihr kaum nach...

In einem temposcharfen Spiel erzielten Naira Egozkue Extremado (9) und Iveta Luzumova (7) die meisten Treffer.

Vor dem Spiel gab es Blumen. Kerstin Wohlbold feierte am Spieltag ihren 30. Geburtstag und konnte sich über ein Geburtstagsständchen aus mehreren hundert Kehlen freuen. Den zweiten Strauß erhielt aus den Händen von Vereinspräsident Dr. Karsten Döring Ana Gros. Die Slowenin lief zum letzten Mal für den Thüringer HC auf. Sie wird künftig für den französischen Meister Handball Metz spielen und erhielt den Beifall der voll besetzten Salza-Halle.

Beide Mannschaften legten schnelles Tempo vor und schlossen auch ihre Angriffe schnell ab. Leverkusen war nach fünf Minuten leicht im Vorteil: Marlene Zapf und Anne Jochin hatten die Elfen mit überraschenden Fernwürfen mit 3:2 in Führung geworfen. Maike März parierte auch den dritten Wurf von Kim Naidzinavicius und der THC war im Spiel.

Anja Althaus - von der Gästeabwehr mit allen Mittel zugedeckt - brachte mit zwei schönen Treffern gegen die Hand den Thüringer HC erstmalig mit zwei Treffern in Führung. (6:4 - 10. Minute) Jetzt lief der THC-Angriff und vor allem Alexandrina Barbosa glänzte mit technisch sehenswerten Fernwurftreffern. Aber Bayer hielt mit. Immer wieder wurde der Kreis gesucht - Anja Althaus kassierte ihre erste Zeitstrafe und die Gäste konnten wieder verkürzen. (10:7 - 17. Minute) Zwei schöne Tore von Nadja Nadgornaja und Katrin Engel von der Rechtsaußenposition brachten das 12:8 und eine stark reagierende Maike März sorgte für mentale Stärkung und kräftigen Applaus von den Rängen. Jetzt gelang im Bayer Angriff fast nichts und mit vier Tempogegenstößen zog der THC auf 17:8 davon.

Alexandrina Barbosa wurde jetzt von Anna Seidel aus dem Spiel genommem - zwei Pfosten und Lattentreffer verhinderten eine Zehntoreführung der Thüringerinnen. Kurz vor der Pause zeichneten sich noch einmal beide Torhüter aus - Maike März entschärfte einen Hundertprozenter von Marlene Zapf und Svenja Huber scheiterte ebenfalls frei an Natalie Hagel. Mit 19:13 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause spielten die Gäste konzentrierter und konnten verkürzen, während der THC fast fünf Minuten ohne Torerfolg blieb. 20:16 - die Gäste waren wieder im Spiel. Nadja Nadgornaja wurde in der Luft von Denisa Glancovicova attackiert und erhielt eine Zeitstrafe. Katrin Engel und Alexandrina Barbosa mit einem pfeilschnellen Konter brachten wieder etwas Sicherheit (23:18 - 40. Minute), aber Leverkusen blieb auf Tuchfühlung. Natalie Hagel hatte einen Strafwurf von Sonja am Tor vorbei gelenkt, Iveta Luzumova machte es jetzt zweimal besser - zuletzt zum wichtigen 26:20 in der 46. Minute. Davor hatte Naira Extremado eine Zeitstrafe kassiert, doch die Werkselfen wehrten sich mit Tempo und allen Kräften gegen die drohende Niederlage. Mit einer Pressdeckung von Comans gegen Barbosa kam doch etwas Sand ins Getriebe des THC-Angriffs. Maike März hielt stark und Sandy Barbosa ersprintete sich einen ins Aus rollenden Ball und löste den Tempogegenstoß mit der Geschmeidigkeit einer Gazelle (30:23 - 54. Minute). Das Spiel war entschieden - die Kraft des TSV Bayer gebrochen. Das THC-Team zeigte beim 33:24 eine begeisternde Leistung im dritten Spiel binnen sieben Tagen.
Roman Knabe

Trainerstimmen

Heike Ahlgrimm (Bayer): Sieg vom THC geht in Ordnung, nur etwas zu hoch meiner Meinung nach. Unsere erste Halbzeit war nicht gut. Mich stimmt positiv, dass wir uns nie aufgegeben haben.

Herbert Müller (THC): In der ersten Halbzeit haben wir sensationelle 20 Minuten gespielt. Beim Stand von 18:8 war eigentlich alles entschieden. In der zweiten Halbzeit haben wir zu einfache Tore kassiert und viele eigene Chancen liegen lassen. Maike hat gute Paraden gezeigt. In Zukunft dürfen wir Mannschaften nicht wieder so aufstehen lassen, wenn wir hoch führen. Leverkusen hat sich nie aufgegeben, da müssen wir echt aufpassen in zwei Wochen. Doch unser Fokus liegt erstmal auf das Spiel in Metzingen.
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