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Fr, 15:05 Uhr
03.01.2014

Jahreswechsel mit vielen neuen Vorhaben

Auch im gerade begonnenen neuen Jahr haben sich die Macher im Park Hohenrode wieder viel vorgenommen. Der Ausblick des Fördervereins beginnt allerdings mit einem Blick zurück...


Die Dächer und der Dachstuhl der Villa und des Kutscherhauses im Park Hohenrode sind saniert. Damit ist die Gefahr des Wassereintrages in die Gebäude gebannt und die Ableitung des Regenwassers von den Dächern durch den Bau einer Regenwasserringleitung von Villa und Kutscherhaus geregelt. Das Zwerchhaus musste komplett erneuert werden, die drei Fenster fehlen noch.

Erste Restaurierungsarbeiten in der unteren Etage der Villa machen Fortschritte. Der Keller in der Villa ist bis auf den alten Heizungskessel entkernt. Der historische Pferdestall und das Cafe sind fertiggestellt und damit voll nutzbar.

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Die monatlichen Arbeitseinsätze im Park haben uns ein ganzes Stück vorangebracht. Wir haben Feste gefeiert und interessante Veranstaltungen erlebt. Und Gott sei Dank auch neue Fördermittelanträge bewilligt bekommen. Die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter, Sponsoren und Förderer aus Verwaltung, Wirtschaft, Bürgerschaft und Politik haben diesen Erfolg im Jahr 2013 bewirkt. Allen sei Dank gesagt.

Ein Blick ins neue Jahr.

2014 wird die Gästewohnung im Kutscherhaus fertig. Erstmalig kann der Verein Übernachtungen für Wissenschaftler und Hohenrode-Fans anbieten. Die Terrassen der Villa müssen saniert werden. Bis zum Tag des Offenen Denkmals im September 2014 hoffen wir das schmuckreichste Zimmer im 1. Obergeschoss der Villa als Schauraum fertigzustellen.

Erste Anfragen für Raumanmietung in der Villa sind eingegangen. Das ist ermutigend für die zukünftige Nutzung. Das Nutzungskonzept wird ebenfalls in diesem Jahr aktualisiert. Mit der Fachhochschule Nordhausen, einem unserer Kooperationspartner, arbeiten wir an einem innovativen Wärmeversorgungs- und Energie Konzept.

Die Parkanlage wird durch Förderung des Landes, des Bundes und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Sinne des Gründers Carl Kneiff nach der originalen Gestaltung Heinrich Siesmayers auch 2014 engagiert weiter qualifiziert. Nordhausen besitzt damit den letzten unverfälschten Siesmayer Park in Deutschland. Mit diesem Pfund muss der Verein wuchern aber auch sehr verantwortlich umgehen. Vor allem wollen wir der Wiederherstellung des Wegesystems unsere Aufmerksamkeit schenken.

Die Verlobungsbrücke erhielt 2012 von der Firma Ostermann eine neue Pflasterung, 2013 hat die Firma Richter die aufwendige Sanierung der Brückenwangen begonnen. Die Brücke soll im Frühjahr 2014 einschließlich Farbanstrich fertiggestellt werden. Es ist eine komplette ehrenamtliche Leistung der Firma Richter. Ein tolles Geschenk für den Park Hohenrode,
Für den Pavillon – er ist der letzte klassizistische Pavillon in einem Park in Thüringen und somit besonders erhaltenswert - fehlt noch ein potenter Sponsor.

Wer mehr über die Arbeit des Fördervereins erfahren möchte kann sich auf der Homepage www.parkhohenrode.de informieren. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Anträge gibt es in der Stadtinformation oder auf der Homepage. Am 6. Februar, um 18.00 Uhr findet in der Kreissparkasse am Kornmarkt die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Park Hohenrode statt.
Gisela Hartmann
Autor: red

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Kommentare
Babette Klingert
03.01.2014, 17:11 Uhr
Hohenrode: Spielwiese des NDH-Bürgertums / Das Leben tobt im Stadtpark
"Chapeau" sagt man wohl in Ihren Kreisen, Frau Hartmann, zu Ihren Vorhaben.

Doch mit Verlaub: Hohenrode ist wohl eher die Spielwiese des verkappten Nordhäuser Pseudo-Adels, der sich immer mit Symbolen schmücken muss, um Schein-Geltung zu erreichen. Dazu gehören die Familien Hartmann, Rinke, Jendricke, Kray usw. usf., die sich wiederum Ihrer Claqueure bedienen müssen, um das Gefühl der Bedeutsamkeit simuliert zu bekommen.

Mit Verlaub: Hohenrode (wie auch der Rinke-Lindenhof) sind Blut- und Menschenleere Parks, in die nichtsdestotrotz immer wieder zigtausende öffentliche Gelder geflossen sind.

Das wahre Leben tobt u.a. im Stadtpark, und dort voller Saft und Kraft. Die Spielzeuge der Nordhäuser Pseudointellektuellen sollten privat finanziert bleiben. Das Geld gehört dorthin, wo die Menschen sind.
Zukunft
03.01.2014, 18:17 Uhr
Fördermittel
Der Park wird nie ohne Fördermittel auskommen können. Dessen muss man sich bewusst sein. Die Stadt kann nicht alles unterstützen. Der Stadtrat müsste endlich mal grundsätzlich entscheiden, was in Zukunft gefördert werden soll. Von irgendetwas muss man sich endlich mal verabschieden. Kultur, Kunst etc.wohin man schaut. Das ist ja bald nicht mehr auszuhalten. Cafes dürfen natürlich auch nicht fehlen, es sind ja nicht schon genug da...
Babette Klingert
03.01.2014, 21:44 Uhr
@zukunft: Das Problem ist das Nordhäuser Bürgertum-Cartell
Richtig, Zukunft. Das Problem aus meiner Sicht ist, dass Nordhausen in den letzten 20 Jahren vom beschriebenen Kartell regiert wurde, das unsere Stadt im Würgegriff hielt.

Dessen Vernetzungen reichten über die Politik hinaus in alle gesellschaftlichen Bereiche. Da gab es enge familiäre Verwandschaften und Bekanntschaften. Man begegnete und wählte sich gegenseitig sich bei jeder Gelegenheit oft in Doppelfunktion: Politik, Sport, Kultur, Partei, Förderverein, Aufsichtsräten, etc. und natürlich (evangelische) Kirche. Und man half und deckte sich. Blut ist dicker als Wasser.

Und man protegierte sich,setzte sich gegenseitig auf Posten.

Wenn man sich die Mühe machen würde, dies pars pro toto an der Stadtverwaltung durchzuexerzieren, dürfte man sicher auf überraschende Ergebnisse stoßen. Allein die Führungspositionen im Rathaus und den kommunalen Betrieben dürften statistisch gesehen überproportional viele SPD-Mitglieder aufweisen - im Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Nordhausen. Hinzu kommen ganze Familien, die im Rathaus arbeiten.

Dies hat im gewissen Sinne ein abruptes Ende mit der letzten OB-Wahl gefunden.Die Netzwerke (zu denen auf der anderen Seite auch Clans wie Nüßle und Pape stehen) zerreißen, unter Schmerzen.

Nicht umsonst, so meine Vermutung, kämpft zum Beispiel Frau Rinke wie eine Ertrinkende mit letzter Kraft um politischen Einfluss und klammert sich wie verzweifelt an Jendricke - überraschend übrig. Denn wer sich ein wenig in der SPD auskennt, weiß, dass das Verhältnis Jendricke-Rinke alles andere als harmonisch war. Wohl, weil sie ihn am besten kannte. Jetzt geht es allerdings ums das Sichern der letzten Einflusssphären oder um Angst vor weiteren Enthüllungen wie Datenlöschung etc. Da muss der aggressive Jendricke wie immer den Kettenhund spielen.

Das ganze Netzwerk bedurfte natürlich äußerer Symbole, da war es ähnlich wie die Netzwerke zu DDR-Zeiten. Man kann sie in der Stadt sehen auf Schritt und Tritt: schnell noch ein Bebel-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz, Hohenrode und Lindenhof, eine sicher wichtige aber völlig überdimensionierte Flohburg, als Krönung die Kulturbibliothek. In Planung: Noch ein Lutherdenkmal.

Und der Gipfel des Zynismus: Ein Theaterbau, der unter Frau Rinke über Jahre hinweg vernachlässigt wurde, so dass jetzt ein Riesensanierungsstau von zig Millionen an die Tür klopft. Natürlich war die Fassade auf den neusten Stand gebracht. Das spricht für sich. Man selbst bevorzugte natürlich den Besuch der großen Häuser in Leipzig und Dresden. Allzuoft hatte man Frau Rinke ja nie im Theater gesehen. Außer bei Bällen natürlich.

Für Jendricke u.a.: Ein Feuerwehrneubau, den er mit letzter Kraft noch durchpeitschen will, obwohl dessen Finanzierung wohl die Feuerwehr an sich in die Knie zwingen dürfte.

Die nächsten Kommunalwahlen dürften deshalb interessant werden. Sie könnten den fatalen Netzwerken des Nordhäuser Pseudo-Adels ein Ende setzen, Nordhausen aus der bleiernen Zeit führen, zu einer gewissen Proletarisierung im besten Sinne der Nordhäuser Gesellschaft führen. Diese dürfte wie Frühlingsluft wirken.
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