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Fr, 07:00 Uhr
03.01.2014

Lichtblick: „Weißes Blatt Papier“

Nun liegt es vor uns, wie ein weißes Blatt Papier, das neue Kalenderjahr 2014, ein wenig nur vom Nebeldampf der Silvesterraketen ergraut und damit schon nicht mehr rein weiß. Woher diese Tradition der Silvesterraketen stammt? Nun ja, es ist ein alter, abergläubischer Brauch, der der Vertreibung von Geistern dient, die das Leben der Menschen bedrücken. Der Krach soll sie verscheuchen und ein gutes Jahr sicher stellen. Der aktuelle Lichtblick von Superintendent Kristóf Bálint...


In einer Welt, die an Gott nicht glauben zu können vorgibt, weil sie ihn nicht nötig habe und ihn mit ihrem Verstand nicht begreifen und es ihn folglich nicht geben könne, ist das schon ein wenig skurril. Sich aufgeklärt gebende Zeitgenossen vertreiben mit immer wirkungsvolleren, farbenprächtigeren und teureren Böllern, für die sie jedes Jahr mehr Geld ausgeben, nie gesehene Geister! Und keiner stellt (sich) dazu Fragen?

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Niemand schreit auf, wie sonst bei den Politikern, wenn diese wieder einmal Bauprojekte beschließen, die Unsummen kosten, dass hier Geld verschwendet, ja besser verbrannt und in die Luft gejagt wird. Gilt die Messlatte für uns nicht, die wir an andere anlegen?

Wer mit dem ausgestreckten Finger auf andere zeigt, zeigt zugleich immer mit drei seiner Finger auf sich selbst. Ist uns das bewusst?

Wir sollten es uns bewusst machen in diesem, nicht mehr reinweisen neuen Jahr und uns als einzigen Vorsatz vornehmen, dass wir ehrlich mit uns und unseren Nächsten sind. Wenn uns an anderen etwas auffällt, zuerst zu prüfen, ob das, was uns da auffällt, nicht auch unser Problem ist und bei uns mit Veränderungen beginnen?! Wir sollten uns vornehmen, jedes Wort zu prüfen, das unseren Mund verlässt, ob es aufbauend und positiv formuliert ist oder nur der „Vernichtung“ unseres Gegenübers dient. Niemand wird größer dadurch, dass er andere klein macht.

Ich wünsche Ihnen, ich wünsche uns, ein gesegnetes neues Kalenderjahr. Mögen wir in ihm die Erfahrung machen, dass wer mit Veränderungen bei sich beginnt, sie anderen ermöglicht; dass wer die nötigen Dinge freundlich und zugewandt sagt, mehr bewirkt als der, der schon immer alles wusste; dass wer dem anderen hilft und seinen Rat anbietet, viel mehr erreicht als wenn er sagt: „lasst mich mal ran“ und damit viel Vertrauen verspielt.

Ich wünsche uns gute Begegnungen, gute Worte und gute Erfahrungen im Miteinander. Wohl um den richtigen Weg ringend, aber so, dass niemand verletzt wird und wir in allem nicht gegen böse Geister zu kämpfen meinen (die wir uns leider oft selbst genug sind), sondern auf den vertrauen, der uns die Kraft, den Schutz und den Segen gibt: ganz einfach und ohne Vorleistung. In einem Kind ist er uns nahe gekommen und begleitet uns auf unseren Wegen.

Er räumt die Steine nicht beiseite, die im Wege liegen, aber er gibt dem die Kraft, sie wegzuräumen, der sich auf ihn verlässt und ihm vertraut.

Gottes guter Segen sei mit Ihnen, sei mit uns im Kalenderjahr 2014,
Kristóf Bálint, Superintendent
Autor: red

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