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Mi, 14:45 Uhr
20.11.2013

Forderungen des VdK

VdK fordert Mindestlohn und Gleichstellung aller Frauen bei der Mütterrente. Landesverbände von CDU und SPD sollten sich bei Berliner Koalitionsverhandlungen dafür starkmachen, Dazu erreichten Ihre Online-Zeitungen folgende Meldung...


Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin fordert der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen die Landesverbände von CDU und SPD auf, sich auf Bundesebene für mehr soziale Gerechtigkeit starkzumachen. Im Kern geht es dem größten Sozialverband in Hessen und Thüringen darum, zwei entscheidende Weichenstellungen vorzunehmen: die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns und die rentenrechtliche Gleichstellung aller Frauen bei der Mütterrente.

„Die Politik muss die Chance jetzt nutzen und der ständigen Ausweitung des Niedriglohnsektors entgegenwirken“, erklärte der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Karl-Winfried Seif. „An erster Stelle ist die sofortige Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns gefordert.“ Entgegen der Behauptung, ein Mindestlohn schade dem Arbeitsmarkt, zeichneten eine Reihe neuerer Studien ein anderes Bild. „Ein Mindestlohn kann die Wirtschaft sehr wohl ankurbeln, weil dadurch Konsum und Produktivität steigen“, so Seif.

###banner+++ Auch zur Bekämpfung von Altersarmut sei die Einführung eines Mindestlohns ein wichtiger Schritt. „Wer Monat für Monat nicht weiß, wie er mit seinem Lohn über die Runden kommen soll, der hat später nur eine Armutsrente zu erwarten – an private Vorsorge ist hier nicht zu denken“, betonte Seif und forderte: „Für diese Menschen muss endlich etwas getan werden. 8,50 Euro können aber nur der Einstieg sein, denn sie schützen nicht vor Altersarmut.“

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen auch bei der rentenrechtlichen Anerkennung von Zeiten der Kindererziehung. Diejenigen Frauen, die Kinder zu Zeiten großgezogen haben, in denen das Betreuungsangebot noch sehr gering war, müssten endlich gleichgestellt werden. „Es darf nicht länger Mütter erster und zweiter Klasse geben“, sagte der VdK-Landesvorsitzende. Auch Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, müssten für die Rente pro Kind drei Erziehungsjahre anerkannt bekommen. „Wir wollen, dass diese Ungerechtigkeit vollständig beseitigt wird“, betonte Seif. „Deswegen fordern wir ausdrücklich die Anrechnung von drei Erziehungsjahren, zwei reichen nicht aus.“
Autor: khh

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Kommentare
Rainer H.
20.11.2013, 21:11 Uhr
Flächendeckender Mindestlohn führt zu Preissteigerungen
Wer glaubt, das ein gesetzlicher Mindestlohn die Wirtschaft ankurbelt, träumt noch und steht mit der Umsetzung vorm Alptraum!

Nehmen sie die ganzen Briefzusteller, Backshopverkäufer, Tankstellenmitarbeiter usw. Wer glaubt das die Arbeitgeber mehr Geld für Lohn ausgeben, ohne das dieser die Mehrkosten umlegt, der hat sich geirrt. Die Folge wird sein, dass verschiedene Dienstleister Angestellte entlassen, und die Verbliebenen mehr leisten müssen, wenn nicht ganz und gar kleine Unternehmen ganz vom Markt verabschieden.

Das Preise für Produkte deutlich steigen müssen wird auch klar, wenn die ganzen -momentan geringfügig beschäftigten- Verkäuferinen mehr Geld verdienen ist klar. Am Ende der Einführung des Mindestlohnes, haben wir nichts erreicht, weil Produkte so teuer sind, dass man sie selbst mit 8.50 nicht kaufen kann. Gerade in Deutschland, wo Produktpreise eh schon überteuert sind.

Der Staat sollte lieber Strom, Wasser, Abwasser und Gaspreise festsetzen, damit sie bezahlbar bleiben.
Wolfi65
21.11.2013, 08:14 Uhr
Selbstverständlich...
führt der Mindestlohn zu Preissteigerungen, welche der kleine Mann aber wieder durch den Mindestlohn abfedern kann.
Wer es immer noch nich begriffen hat.
Hat Mann oder Frau durch den Mindestlohn mehr in der Tasche, kann Mann oder Frau auch die Preissteigerung kompensieren.
Nur die, welche jetzt schon den Sack voll haben, meckern hier herum, weil sie um ihren Reichtum, welcher durch Dumpinglöhne aufgelaufen ist, Angst haben.
Also in Zukunft nicht in Milliarden denken, sondern Millionen machen es auch.
Kein Mensch braucht Milliarden an Euro, ihr Lieben Eurokapitalisten
Retupmoc
21.11.2013, 09:23 Uhr
Zusammenfassung
1. Ein Unternehmer, der seinem Angestellten für eine Stunde Arbeit nicht 8,50 Euro zahlen kann oder will hat auf dem Markt nichts zu suchen. Bude zu und aus die Maus !

2. Jeder der gegen den Lohn von mindestens 8,50 Euro ist , kann ja mal versuchen mit 600 Euro im Monat auszukommen. Los Ihr Beamte und E14-Empfänger macht doch bitte mal den Selbstversuch.

3. Ich bin nicht gewillt über meine Steuergelder durch staatl. Zusatzleistungen wie das verbrecherische Hartz4 Unternehmen zu stützen, die verbrecherische Unternehmer mit 4 Euro Stundenlohn hintergehen.

Und zum guten Schluß ... natürlich werden einige Produkte teurer. Aber das regelt der Markt. Wer zu teuer wird verschwindet als Unternehmer. Und das ist auch gut so.
Jürgen Wiethoff
21.11.2013, 11:05 Uhr
Fehlgeschossen.....
… grinste der Hase und hüpfte munter von dannen.

„Wer zu teuer wird verschwindet als Unternehmer. Und das ist auch (gut?)“ mehr als schlecht so. Denn jetzt sitzen nicht nur ein Arbeitnehmer – immerhin zuletzt mit 8,50 € Stundenlohn bezahlt – sondern alle Arbeitnehmer dieses Unternehmens auf der Straße.

Alle Fürsprecher eines Mindestlohnes müssen einfach mal versuchen, wie ein kleiner Unternehmer (nicht Konzernchef, dort gelten andere Gesichtspunkte) zu denken. Dieser kleine Unternehmer mit vielleicht 20 Beschäftigten hat darunter auch einen nicht besonders intelligenten und fleißigen Mitarbeiter X., dessen Arbeit nur 4 € wert ist. Was macht dieser Unternehmer, wenn er jetzt 4,50 €/Stunde mehr bezahlen muss? Er fragt die Mitarbeiter U., V., W., ob sie die Arbeit von X. mitmachen können, wenn er ihnen je 1 € /Stunde mehr bezahlt. Er hat schlagartig 3 mit ihm sehr zufriedene Mitarbeiter mehr und immer noch 1,50 €/Stunde gespart und an X. verschwendet er noch einen Brief mit dem Betreff „Kündigung“.

Perspektivisch wird jeder Unternehmer geringwertige Arbeit und den Lohn umverteilen, allerdings ganz anders als es die Erfinder des Begriffs „umfairteilen“ sich das gedacht haben. Wieder ist einer der sozial Schwachen für eine kurzsichtige Arbeitsmarktpolitik abgestraft worden.

Wer gerecht verteilt, braucht nichts umzuverteilen. Es gibt leider Menschen, die die Hilfe aller zum Überleben brauchen, weil sie die geforderte Leistung von einem Gegenwert von 8,50 €/Stunde nicht erbringen können. Diese Menschen haben doch aber mehr vom Leben, wenn man sie ihre mögliche Leistung erbringen lässt, und das, was ihnen zum Leben fehlt, über die Sozialsysteme drauflegt.
Retupmoc
21.11.2013, 11:36 Uhr
Nein, Herr Wiethoff
Gehen Sie für 5 Euro in der Stunde arbeiten. Dann dürfen Sie mitdiskutieren.

Wenn ich auf Arbeit gehe, möchte ich mein Leben davon gestalten können und zwar ohne das der Staat über zusätzliches Hartz4 zuschustert. Denn das geht von meinen ( unseren ) Steuergeldern ab. Das ist das Geld was für die Schulen, Straßen und Kinder fehlt. In anderen Ländern gibt es auch Mindestlohn. Und da gibt es auch nicht mehr Arbeitslose. Vergessen Sie bitte niht, das wir sogar mit den Betrugszahlen der Agentur und der Regierung Merkel 7 Millionen Hartz4-Empfänger haben. Das ist eine Schande für dieses Land. Nicht mehr und nicht weniger!
Retupmoc
21.11.2013, 11:42 Uhr
PS
" Was macht dieser Unternehmer, wenn er jetzt 4,50 €/Stunde mehr bezahlen muss? Er fragt die Mitarbeiter U., V., W., ob sie die Arbeit von X. mitmachen können, wenn er ihnen je 1 € /Stunde mehr bezahlt. Er hat schlagartig 3 mit ihm sehr zufriedene Mitarbeiter mehr und immer noch 1,50 €/Stunde gespart und an X. verschwendet er noch einen Brief mit dem Betreff „Kündigung“."

Wenn der Unternehmer vorher 4 Euro gezahlt hat und jetzt 8,50 zahlen muss, dann kann er U, V und W kaum 5 Euro zahlen, da der GESETZLICHE Mindestlohn 8,50 ist. Also spart er beim Entlassen eines Arbeiters nichts. Er müsste schon 2 Arbeiter entlassen. Und wenn er dann seine Bude offen halten will, darf der feine Herr selbst mit arbeiten anfangen. Sie rechnen wie die Agentur für Arbeit. Ich hoffe, das Sie dort nicht arbeiten müssen.

Und noch ein Zusatz. Es gibt genügend Unternehmer, die fair sind. Die einen vernünftigen Lohn zahlen. Und die im Wettbewerb stehen. Im Wettbewerb mit Betrügern, die unter 5 Euro zahlen und sich so die Aufträge ergattern. Finden Sie das Fair? Der ANSTÄNDIGE zahlt also die Zeche?
Boris Weißtal
21.11.2013, 13:04 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Paulinchen
21.11.2013, 13:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Wiethoff,
Ich setz den Fall, Sie sind ein mittelständischer Unternehmer. Dabei haben Sie die Löhne und Gehälter Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den hier im Osten der Republik üblichen Stundenlöhnen angeglichen.

Dabei stellt sich mir die Frage, weshalb zahlen Sie Gelder, die unter dem Durchschnitt derer im Westen liegen? Stellen Sie denn Produkte her, die minderwertig sind? Bitte verfluchen Sie mich jetzt nicht gleich! (ich setz nur den Fall!) Stellen Sie sich mal folgendes Beispiel vor:

Ich wollte mir in der letzten Woche von meiner Rente und dem bisschen Ersparten ein neues Auto kaufen. Man gönnt sich ja sonst nichts, deshalb sollte es ein „Bentley“ sein. Also holte ich mir aus der gesamten Republik Angebote dafür ein. Zu meiner großen Enttäuschung musste ich dabei feststellen, dass die Angebote nahezu alle gleich waren. Was ich Ihnen damit sagen möchte, keiner der Anbieter nahm Rücksicht auf meine Herkunft (Ostdeutschland). So sind bei uns auch die Kfz-Steuern, Versicherungen u.a.m. bis auf wenige Cent gleich denen, wie im Westteil unserer Republik. So zahlen wir für Energie, gleich in welcher Form, die gleichen Preise wie unsere Brüder und Schwestern jenseits der ehemaligen Grenze. Nur bei den Einkommen und Renten stehen wir im Osten seit 24 Jahren hinten an. Finden Sie das gerecht?
Es muss doch mal möglich sein, dass ein Arbeitnehmer von seinem Lohn LEBEN kann und das bitte in ganz Deutschland!

PS: „Mein“ Bentley steht natürlich noch immer in einem der vielen Autohäuser.
Jürgen Wiethoff
22.11.2013, 00:22 Uhr
....beantwortet Leserfragen
Normalerweise wird mir nachgesagt, alles zu ausführlich zu erklären oder beschreiben. Da fasse ich mich einmal kürzer und schon geht’s voll daneben. Zunächst einmal ist der immer klar im Vorteil, der jedes Wort eines Satzes liest. „Dieser kleine Unternehmer mit vielleicht 20 Beschäftigten hat darunter auch EINEN nicht besonders intelligenten und fleißigen Mitarbeiter X. …...“bedeutet nichts anderes, als dass er den anderen 19 Mitarbeitern natürlich einen ihrer Qualifikation angemessenen Lohn höher als 8,50 €/Stunde bezahlt. Er braucht aber auch einen Mitarbeiter für allerlei Hilfsdienste. Dass der Lohn, den er diesem Mitarbeiter zahlt, nicht reicht, um ein angemessenes Leben zu führen, ist klar. Für den gilt der letzte Absatz meines ersten Kommentars.

3 andere Mitarbeiter schaffen zusammen die Hilfsdienste zusätzlich zu ihrer eigentlichen Tätigkeit und bekommen dafür jeder 1 €/h mehr. Wer das jetzt verstanden hat, versteht auch meine Rechnung (siehe oben).

Nein, ich bin und war nie „ein mittelständischer Unternehmer“. Aber auch als Arbeitnehmer kann man seine Chefs beobachten und dadurch wissen, wie sie ticken. Die von mir einige Male in Personalfragen beobachteten und im ersten Kommentar beschriebenen Vorgänge sind in kleineren Unternehmen ständige Praxis. Mitarbeiter, die noch Reserven haben, bekommen vergleichsweise viel mehr Lohn, damit sie die Hilfsarbeiten mit machen und der Kollege, der diese bisher verrichtet hat, bekommt die Kündigung. Bezogen auf 8,50 € Mindestlohn erhält diese Handlungsweise sogar den sozialen Frieden im Unternehmen. Den Facharbeiter – Spitzenkraft in seinem Beruf – der nicht „aufmuckt“, wenn der Hilfsarbeiter ohne Ausbildung und Verantwortung plötzlich nur noch 1 bis 2 € weniger in der Stunde verdient, als er, muss man vermutlich erst erfinden.

„Gehen Sie für 5 Euro in der Stunde arbeiten. Dann dürfen Sie mitdiskutieren.“ Gilt das jetzt als allgemeine Regel für nnz-Kommentare und wenn ja, warum?

Die „Betrugszahlen der Agentur und der Regierung Merkel“ habe ich auch nicht zu verantworten. Ich glaube nur noch an die Statistiken, die ich selbst gefälscht habe.
Retupmoc
22.11.2013, 07:55 Uhr
5 Euro
Nein , Herr Wiethoff die genannten 5 Euro gelten nicht für NNZ - Kommentare. Sie dürfen auch gern auf Seiten der Abzocker stehen. Und Sie dürfen auch diese Meinung vertreten. Das ist ein freies Land. Ich empfehle trotzdem jeden, der gegen den Mindestlohn ist, einen Monat zu versuchen, mit 5 Euro die Stunde ( wir reden hier übrigens vom BRUTTOLOHN )- nach den enstprechenden Abzügen ist das noch weniger- zu leben.

Die Rechnung ist ganz einfach: 5 Euro Brutto sind selbst bei einer 40-Stunden-Woche nur 1000 Euro BRUTTO. Macht Netto weniger als 800 Euro. Schauen wir mal, wieviel nach Abzug der Fixkosten, die notwendig sind ( Miete, Strom, Benzin - man muss ja vielleicht noch 40 km zur Arbeit fahren -, GEZ, Versicherungen usw. übrig bleibt. Noch prekärer wird das bei Menschen, die vll. nur 25 Stunden in der Woche arbeiten dürfen.

Die Unwissenden sagen dann natürlich, na bei denen gibt es doch zusätzliches Hartz4. Richtig. Das Problem dabei ist, das dieses zusätzliche Slavenhaltergeld aus dem Topf der Steuergelder kommt, in die WIR alle einzahlen. Hier wird der Unternehmer subventioniert, anstatt das man Straßen flickt, Schulen besser ausstattet oder die Kosten für Familien mit Kindern senkt. Das geht nämlich alles nicht, weil man indirekt dem Unternehmer bezuschusst, der keinen Bock hat einen vernünftigen Lohn zu zahlen. Und der Unternehmer, der einen vernünftigen Lohn zahlt ist der Dumme. So nicht. Wer keinen Mindestlohn zahlen kann, darf gern schließen. Allerdings frage ich mich dann, wenn der Betrieb zu ist, ob der Unternehmer dann auch Hartz4 beantragt? Ich habe noch nicht so viele Arbeitgeber gesehen, die Hartz4 beziehen. Die Regierung schafft auf Druck der SPD einen faireren Wettbewerb. Und das ist gut so.
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