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Do, 10:44 Uhr
15.04.2004

Fetziges Tierhaus in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Nordhausen ist ganz nah an der Natur - auch für die Kleinen: In der Kindertagesstätte Rudolf Breitscheid Straße mit Noahs Arche durchs Kinderparadies reisen mit direktem Blick zu den Landesgartenschau-Anlagen. Das alles ist keine Fantasie, sondern erlebbare Realität.


Tierhäuschen Das macht der frisch umgebaute Kindergarten „Tierhäuschen“ ab jetzt möglich. Nicht nur, dass das Architekturbüro SCHMIDT architekultur für die Stadt und den Träger der Einrichtung, das Jugend Sozialwerk, hier ein architektonisch so originelles wie sympathisches Konzept umgesetzt hat. Auch die Materialien sind fast ebenso nah an der Natur wie die Pflanzen der Gartenschau, zu deren Begleitmaßnahmen das Projekt genauso zählt wie zur Aufwertung des Wohnfeldes Töpfertor – Rudolf Breitscheid Straße.

Bislang war die KiTa ein Haus wie jedes andere: massiv gebaut, stabil, solide, phantasielos. Jetzt hält eben diese Phantasie Einzug – allerdings nicht als pseudo-kindlicher Schnickschnack, sondern mit ganz viel Bezug auf den sozialen und pädagogischen Zweck. Nicht zu vergessen auch mit Bezug auf gesetzliche Auflagen wie den vorbeugenden Brandschutz nach der neuen Thüringer Bauordnung, für die Architekt Schmidt einer der ersten absolvierten Facharchitekten im Freistaat ist.

Viel Holz, viel Gemütlichkeit Stolz wie bei einer ganzen Ahnengalerie von Urvater Noah über Käpt’n Iglo bis Kapitän Hook prangt nun eine schlanke Schiffs-Außenwand vor dem Kindergarten, außen ganz mit Lärchenholz verkleidet. Dahinter versteckt sich so manches: Verschiedene Spielebenen, Treppen und Nischen, nicht zuletzt ein eigenes Lichtsystem, mit dem sich das Archen-Innere in verschiedene Atmosphären versetzen lässt. Natürlich gibt’s für die Arche auch die nötige „tierische“ Besatzung: Der Nordhäuser Künstler Peter Genßler gestaltet sie kindgerecht und originell und setzt damit weitere farbige und vitale Akzente.

Natürlich wird auch das Notwendige pfiffig bei der umgebauten KiTa: Das vom Brandschutz geforderte rückwärtige Fluchttreppenhaus in Stahlbaukonstruktion wird in eine geschwungene Holzfassade eingezogen. Alles weitere im Haus wurde auf 1-A-Baustandard gebracht, in der Farbgestaltung sorgfältig differenziert und das „Bauzimmer“ sogar als stilistische Anleihe an die Bauhaus-Bewegung gestaltet. Selbstverständlich, wie alles am Gebäude, nicht als Selbstzweck: Funktion, Naturnähe und Lebendigkeit sind auch an der neugestalteten KiTa die zentrale Leitlinie, nach der das Architekturbüro einen qualitätsvollen Bau umgesetzt hat.
Autor: nnz

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