So, 19:28 Uhr
18.08.2013
Phantastische Aufholjagd belohnt
Das hatten wir lange nicht im altehrwürdigen Albert-Kuntz-Sportpark: 2754 Zuschauer säumten die Ränge und die meisten von ihnen verließen das Stadion wieder zufrieden; denn Wacker Nordhausen trotze dem großen Favoriten, dem FC Carl Zeiss Jena, ein am Ende gerechtes 2:2 (0:1)-Unentschieden ab...
Auf der von Reporterlegende Rolf Töpperwien, dem Vize-Präsident Frank Kirchhoff in der Pause die Ehrenmitgliedschaft Wackers verlieh, geleiteten Pressekonferenz sprach Gästetrainer Petrik Sander von einem Spiel, das Jena 2:2 verloren habe. Wen man den Film des Thüringenderbys abspult, meint er sicherlich die Tatsache, dass seine Mannschaft nach einer beruhigenden 2:0-Führung das Heft des Handelns noch aus der Hand gab.
Nach flottem Beginn fasste sich Christoph Rischker ein Herz und zog in der 10. Minute einfach ab, doch der Ball landete knapp neben dem rechten Pfosten. Nur zwei Minuten später klärte Robert Stark eine brenzlige Situation im Nordhäuser Strafraum. Das Spiel nahm Fahrt auf. Nach je einer Gelben Karte für Matthias Peßolat und Toni Jurascheck verzog zunächst Marcel Schlosser (15.) und auf der Gegenseite erneut Rischker nach guter Vorarbeit von Pascal Biank auf der rechten Außenbahn.
Noch wurden die Angriffsbemühungen beider Mannschaften zumeist vor dem Strafraum abgeblockt oder Freistöße verhinderten auf beiden Seiten einen richtigen Spielfluss. Konnte Patrick Siefkes in der 32. Minute noch eine Rakete von Schlosser unschädlich machen, so war er dann zwei Minuten darauf gegen einen wuchtigen Kopfball, der von der Lattenunterkante ins Tor sprang, machtlos. In der 42. Minute prüfte Andis Shala de Nordhäuser Torwart.
0:1 zur Pause und die Frage lautete: Kann Wacker nochmals dagegenhalten. Als in der 48. Minute Caglayan Tunc nach einer Rischker-Ecke den Ball mit dem Kopf an die Latte schmetterte, hofften die Nordhäuser Zuschauer auf eine Wende. Doch zunächst sollte es anders kommen. Erneut nach einem individuellen Fehler bedankte sich Jenas Schlosser und verwandelte das Geschenk gnadenlos zum 0:2.
Wieder war es Schlosser, der nach einem Wacker-Ausrutscher auf dem nassen Rasen in Ballbesitz kam und allein auf Siefkes zulief. Anstatt abzugeben, versuchte er sich allein, fand aber im Nordhäuser Schlussmann seinen Meister. Trainer Jörg Goslar wechselte und stellte taktisch um. Auf einmal schienen die Wackeren eine zweite Luft zu bekommen. Nach einem Eckball von Rischker schaltete der eingewechselte Omar El-Zein am schnellsten und die Kugel lag im Netz – nur noch 1:2.
Ein unglaublicher Schlussspurt Wackers folgte, Jena schien hilflos. Freistoßsituationen vor dem Gästetor häuften sich. Rischker donnerte einen Freistoß an den linken Pfosten (80.). Die Fans der Südharzer trieben die Mannschaft nach vorn. Tatsächlich fand der ebenfalls eingewechselte Jan Beneš nach einer erneuten Ecke von Rischker die Stelle, wo er den Ball zum umjubelten 2:2-Ausgleich versenken konnte (81.). Nun wollte jeder den Sieg. Im ständigen Auf und Ab gelang aber keinem mehr der dritte Treffer.
Mit diesem Publikum im Rücken sollte noch manche Überraschung möglich sein. Aber auch auswärts sind Punkte gefragt. Jetzt geht es nach Rathenow.
Klaus Verkouter
Autor: redAuf der von Reporterlegende Rolf Töpperwien, dem Vize-Präsident Frank Kirchhoff in der Pause die Ehrenmitgliedschaft Wackers verlieh, geleiteten Pressekonferenz sprach Gästetrainer Petrik Sander von einem Spiel, das Jena 2:2 verloren habe. Wen man den Film des Thüringenderbys abspult, meint er sicherlich die Tatsache, dass seine Mannschaft nach einer beruhigenden 2:0-Führung das Heft des Handelns noch aus der Hand gab.
Nach flottem Beginn fasste sich Christoph Rischker ein Herz und zog in der 10. Minute einfach ab, doch der Ball landete knapp neben dem rechten Pfosten. Nur zwei Minuten später klärte Robert Stark eine brenzlige Situation im Nordhäuser Strafraum. Das Spiel nahm Fahrt auf. Nach je einer Gelben Karte für Matthias Peßolat und Toni Jurascheck verzog zunächst Marcel Schlosser (15.) und auf der Gegenseite erneut Rischker nach guter Vorarbeit von Pascal Biank auf der rechten Außenbahn.
Noch wurden die Angriffsbemühungen beider Mannschaften zumeist vor dem Strafraum abgeblockt oder Freistöße verhinderten auf beiden Seiten einen richtigen Spielfluss. Konnte Patrick Siefkes in der 32. Minute noch eine Rakete von Schlosser unschädlich machen, so war er dann zwei Minuten darauf gegen einen wuchtigen Kopfball, der von der Lattenunterkante ins Tor sprang, machtlos. In der 42. Minute prüfte Andis Shala de Nordhäuser Torwart.
0:1 zur Pause und die Frage lautete: Kann Wacker nochmals dagegenhalten. Als in der 48. Minute Caglayan Tunc nach einer Rischker-Ecke den Ball mit dem Kopf an die Latte schmetterte, hofften die Nordhäuser Zuschauer auf eine Wende. Doch zunächst sollte es anders kommen. Erneut nach einem individuellen Fehler bedankte sich Jenas Schlosser und verwandelte das Geschenk gnadenlos zum 0:2.
Wieder war es Schlosser, der nach einem Wacker-Ausrutscher auf dem nassen Rasen in Ballbesitz kam und allein auf Siefkes zulief. Anstatt abzugeben, versuchte er sich allein, fand aber im Nordhäuser Schlussmann seinen Meister. Trainer Jörg Goslar wechselte und stellte taktisch um. Auf einmal schienen die Wackeren eine zweite Luft zu bekommen. Nach einem Eckball von Rischker schaltete der eingewechselte Omar El-Zein am schnellsten und die Kugel lag im Netz – nur noch 1:2.
Ein unglaublicher Schlussspurt Wackers folgte, Jena schien hilflos. Freistoßsituationen vor dem Gästetor häuften sich. Rischker donnerte einen Freistoß an den linken Pfosten (80.). Die Fans der Südharzer trieben die Mannschaft nach vorn. Tatsächlich fand der ebenfalls eingewechselte Jan Beneš nach einer erneuten Ecke von Rischker die Stelle, wo er den Ball zum umjubelten 2:2-Ausgleich versenken konnte (81.). Nun wollte jeder den Sieg. Im ständigen Auf und Ab gelang aber keinem mehr der dritte Treffer.
Mit diesem Publikum im Rücken sollte noch manche Überraschung möglich sein. Aber auch auswärts sind Punkte gefragt. Jetzt geht es nach Rathenow.
Klaus Verkouter

