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Fr, 16:37 Uhr
09.08.2013

Wie fair ist Fairtrade?

Wenn ich ein Produkt mit dem Fairtradesiegel kaufe, möchte ich etwas tun. Ich möchte mich für bessere Lebensbedingungen der Produzenten einsetzen; ich möchte, dass ihre Arbeit angemessen vergütet wird. Auch der Landkreis Nordhausen wurde als Fairtrade Landkreis ausgezeichnet und ist stolz darauf. Durch eine Dokumentation stellt sich jetzt jedoch die Frage, was faires Konsumieren eigentlich bewirkt...


Immer mehr Menschen sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und wollen, dass die Kleinbauern beispielsweise in den südlichen Teilen der Welt angemessen für ihre Produkte bezahlt werden. So stiegen die Umsätze der Fairtrade-Produkte in den letzten Jahren, nicht unbemerkt von Großkonzernen, wie jetzt die ARTE-Dokumentation „Der faire Handel auf dem Prüfstand“ von Filmemacher Donatien Lemaître zeigt.

So wird das Fairtrade-Siegel beispielsweise auch an Konzerne wie Nestlé verkauft, die mit ihrer Marktmacht auch für die ungerechten Verhältnisse verantwortlich sind.

Im vergangenen Jahr hat Fairtrade eine neue Strategie zur Stärkung von Arbeiterrechten eingeführt. Jedoch muss es eine konsequentere Auslegung der Kriterien und vermutlich viel mehr Kontrollen vor Ort geben. Dem Konsumenten wird indes klar, wie wenig sich das globale System beeinflussen lässt. Fairer Handel vollbringt keine Wunder, jedoch ist die Idee, die sich dahinter verbirgt – soziale Verantwortung zu übernehmen – gut. Deshalb sollten Konsumenten weiterhin in den Weltladen gehen und Fairtradeprodukte kaufen.

Die Dokumentation „Der faire Handel auf dem Prüfstand“ können sich Interessiert unter http://future.arte.tv/de/thema/wie-fair-ist-fairtrade anschauen.
Autor: red

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Kommentare
H.Buntfuß
09.08.2013, 17:31 Uhr
Fairtrade??
Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, ist das Fairtrade-Siegel zum großem Teil Augenwischerei, mehr oder weniger.

Allein die Aussage: „So wird das Fairtrade-Siegel beispielsweise auch an Konzerne wie Nestlé verkauft, die mit ihrer Marktmacht auch für die ungerechten Verhältnisse verantwortlich sind“, sagt doch alles.

Auch in diesem Fall geht es nur wieder einmal darum, den Kunden das Geld mit falschen Versprechungen aus der Tasche zu ziehen, oder wie soll man das beurteilen?
Motte83
09.08.2013, 18:40 Uhr
Nicht ganz korrekt
Herr Buntfuß. Das Fairtrade-Siegel wird dem einzelnen Produkt verliehen, nicht dem Konzern generell. Es besagt dabei nichts anderes, als dass die Produzenten in den Erzeugerstaaten ein Mindestlohn und der Kooperative dort eine Fairtrade-Prämie ausgezahlt wird. Daher macht das Siegel schon Sinn, theoretisch auch bei großen Konzernen. Ja, in der Tat muss vor Ort noch mehr kontrolliert werden!!!

Dass Nestle Produkte mit Fairtrade-Siegel hat, ist ein guter erster Schritt. Dennoch verdient der Konzern auch an diesen Produkten und gerade Nestle bezieht auch immer noch Kakao von der Elfenbeinküste, in der nachweislich für die Ernte noch heute Kinder versklavt werden. Da schmeckt die Schokomilch morgens nicht mehr wirklich.

Daher hat der Verfasser des Artikels schon Recht mit dem Aufruf, öfter mal im Weltladen einzukaufen. Dort werden Produkte von Firmen gehandelt die neben Fairen Siegeln nicht auch noch andere Produkte mit sehr unfairem Beigeschmack haben.

MfG, R. Schneider
Harzer_jung
09.08.2013, 18:55 Uhr
Wer nichts weiß, muss alles glauben
Auch bei Fairtrade gilt:
Trau keinem siegel, informier Dich!
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