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Mi, 11:24 Uhr
17.03.2004

nnz-Forum: Marsch für Erhalt

Nordhausen (nnz). Zum Schuljahresende soll das christliche Schulzentrum in Nordhausen geschlossen werden. Lehrer, Eltern und Schüler wollen sich damit nicht abfinden. Sie planen einen Protestmarsch. Dazu eine Betrachtung von Dr. Tobias Jung im nnz-Forum.


Wie sie in der nnz vielleicht bereits erfahren haben, hat der Schulträger des Christlichen Schulzentrums Nordhausen, die Thüringische Landeskirche, im Januar diesen Jahres angekündigt, das Christliche Schulzentrum mit Grund- und Regelschule zum Schuljahresende zu schließen. Eine daraufhin gebildete Elterninitiative hat sich seit dem bemüht, zusammen mit den Verantwortlichen eine Lösung für den Erhalt wenigstens der Grundschule zu erarbeiten.

Die Schule liegt im Zuständigkeitsbereich der Kirchenprovinz Sachsen. Das Kirchenkonsistorium in Magdeburg ist jedoch kein anerkannter Schulträger, der eine Schule in freier Trägerschaft leiten darf. Daher hat sich bei der Gründung der Grundschule 1997 die Thüringische Landeskirche in Eisenach
bereiterklärt, als Träger der Schule zu fungieren. Ihr unterstehen auch noch weitere Schulen in Thüringen. Für die Schule hat finanziell, auf Wunsch Eisenachs das Kirchenkonsistorium in Magdeburg gebürgt und diese Bürgschaft weitergereicht an den zuständigen Kirchenkreis in Nordhausen.

Selbst diese hier vereinfacht dargestellte Konstellation ist schon recht kompliziert. Leider müssen wir feststellen, dass zwar die Weiterführung der Grundschule durchaus denkbar und möglich ist, dass man sich aber innerhalb der Kirchen entweder nicht einig ist oder die Fortführung der Grundschule wegen der Kosten scheut, die unseres Erachtens durch gezielte Maßnahmen jedoch zu verringern sind oder durch Spenden gedeckt werden können.

Auch müssen wir weiter feststellen, dass die für die Schulen
Verantwortlichen in Magdeburg und Eisenach sich gegenüber den Eltern nicht klar und eindeutig äußern. Ein von uns gewünschter Runder Tisch mit allen Beteiligten ist erneut verschoben worden. So dass wir fürchten müssen, dass Eltern und Lehrer verunsichert werden und uns die Zeit davonläuft. Wir sind mit diese Vorgehensweise unzufrieden und sind verärgert. Wir sehen daher keine andere Möglichkeit, als uns an die Öffentlichkeit zu wenden.

Daher werden wir am Freitag (19. März) ab 12.30 in Nordhausen von unserer Schule in Nordhausen Nord (Semmelweisstr. 8) einen Marsch zur Blasii-Kirche bzw. zum Pfarramt daneben unternehmen mit den Kindern, den Eltern und auch den Lehrern. Wir möchten damit deutlich machen, dass die Grundschuleschule mit Ihren 128 Kindern und, wenn möglich, auch die Regelschule mit ihren rund 40 Kindern erhalten bleiben müssen. Wir wollen weiterhin klar machen, dass man die Elterninitiative nicht ignorieren kann, wie das bislang geschehen ist. Und wir wollen deutlich machen, dass, bei allem Verständnis für die momentane schwierige finanzielle Situation, es nicht sein kann, dass ein hervorragendes Schulkonzept, Eltern und besonders die Kinder, die sich auf
die evangelische Kirche als Träger verlassen haben und Lehrer, die außergewöhnlich ambitionierte Arbeit leisten sowie schließlich auch der Ruf der evangelischen Kirche in einer kircheninternen Diskussion aufgerieben und vergessen werden.
Daher bitten wir Sie, durch Ihre Berichterstattung uns die Gelegenheit zu geben, die Öffentlichkeit und auch die beiden Kirchen auf diese Situation aufmerksam zu machen. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie über unsere Aktion am Freitag berichten könnten.
Im Auftrag der Elterninitiative: Dr. Tobias Jung

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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