Mi, 18:57 Uhr
14.03.2001
Kindertagesstättengebühren erhöhen sich dramatisch
Nordhausen (nnz). Um es vornweg zu nehmen: Pro Kind und Monat müssen Nordhäuser Eltern für die Betreuung ihrer Kleinen und Kleinsten 60 Mark mehr zahlen als bisher. Begründet wurde die Erhöhung vor dem Hauptausschuß des Stadtrates mit den gestiegenen Betriebskosten, gestiegenen Gehältern und Löhnen bei Eltern, aber auch KITA-Mitarbeitern sowie der Auswirkung des neuen Thüringer Kindertagesstättengesetzes. Daß in Nordhausen erhöht werden muß, wird allein schon aus der Tatsache ersichtlich, dass die jetzige Satzung der freien Träger aus dem Jahr 1992 datiert und seitdem nicht mehr verändert wurde.
So kostete 1999 ein KITA-Platz monatlich 899 Mark, davon schoß die Stadt 445 Mark zu, durchschnittlich 90 Mark mußten die Eltern berappen. Mit der jetzigen Steigerung auf rund 150 Mark bleibt die Stadt Nordhausen noch mit zehn Mark unter der Empfehlung des Thüringer Ministeriums für Gesundheit und Soziales. Die Erhöhung der Gebühren erfolgt zu einem Teil aus dem neuen Kindertagesstättengesetz, zum anderen Teil aber - und das ist der größte - durch die Kürzung der städtischen Zuschüsse von fast zwei Millionen Mark im Jahr an die freien Träger. Kürzungen, die durch den Sparhaushalt der Stadtverwaltung begründet sind. In den Diskussionsrunden zwischen Verwaltung, Sozialausschuß und freien Trägern habe man sich schließlich darauf geeinigt, die soziale Staffelung beizubehalten und damit keine progressive Steigerung zuzulassen. Lange wurde diskutiert, mal war man sich fast einig, dann wiederum kamen die Querschüsse. "Wie soll ich es meinem Kind sagen?" Und vor allem: Wer soll es sagen? Nun soll der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung per Beschluß eine Empfehlung an die freien Träger abgeben, der sie dann folgen werden.
Autor: psgSo kostete 1999 ein KITA-Platz monatlich 899 Mark, davon schoß die Stadt 445 Mark zu, durchschnittlich 90 Mark mußten die Eltern berappen. Mit der jetzigen Steigerung auf rund 150 Mark bleibt die Stadt Nordhausen noch mit zehn Mark unter der Empfehlung des Thüringer Ministeriums für Gesundheit und Soziales. Die Erhöhung der Gebühren erfolgt zu einem Teil aus dem neuen Kindertagesstättengesetz, zum anderen Teil aber - und das ist der größte - durch die Kürzung der städtischen Zuschüsse von fast zwei Millionen Mark im Jahr an die freien Träger. Kürzungen, die durch den Sparhaushalt der Stadtverwaltung begründet sind. In den Diskussionsrunden zwischen Verwaltung, Sozialausschuß und freien Trägern habe man sich schließlich darauf geeinigt, die soziale Staffelung beizubehalten und damit keine progressive Steigerung zuzulassen. Lange wurde diskutiert, mal war man sich fast einig, dann wiederum kamen die Querschüsse. "Wie soll ich es meinem Kind sagen?" Und vor allem: Wer soll es sagen? Nun soll der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung per Beschluß eine Empfehlung an die freien Träger abgeben, der sie dann folgen werden.

