Mi, 10:09 Uhr
29.08.2012
Nordhausen ist Vorreiter
Die gute Nachricht ist: Die Menschen werden älter als früher, die schlechte: Sie leiden und sterben oft an Krankheiten. Letzteres macht es nötig, Menschen zu pflegen und zu betreuen. Doch krank zu sein ist kein Grund, im Krankenhaus zu liegen. Die Möglichkeiten, Angehörige zu Hause zu pflegen, werden immer vielfältiger und besser...
Homecare ist ein relativ junger Versorgungsbereich im deutschen Gesundheitswesen. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren hat sich Homecare zu einem unersetzlichen Bestandteil der ambulanten Patientenversorgung entwickelt. Homecare steht für eine sektorenverbindende Versorgungsform, die nach dem Grundsatz ambulant vor stationär” arbeitet. Als Krankenbehandlung” grenzt sich Homecare eindeutig von der Pflege ab.
Durch die demografische Struktur in Deutschland ist allein in Deutschland der Bedarf hoch: Mehr als 6 Millionen Menschen werden bereits durch Homecare betreut, darunter etwa 3 Millionen Menschen, die an chronischen Wunden leiden, 600.000 Menschen, die aufsaugende Inkontinenzprodukte benötigen, 100.000 Menschen, die auf Stoma-Versorgungen angewiesen sind und etwa 500.000 Menschen, die medizinische enterale Ernährungsprodukte benötigen.
Doch wer betreut eigentlich die Menschen? Und sind Angehörige in der Lage, das alles zu leisten? Woran erkennt man einen Pflegedienst, der diese Arbeit beherrscht und über die nötigen Fachkenntnisse verfügt?
In Thüringen gibt es nun eine Ausbildung, die gezielt Kompetenzen für die ambulante Pflege vermittelt. Zusammen mit dem aus Nordhausen stammenden Apanor (Ambulantens Palliativnetzwerk Nordthüringens) bietet Medipolis, ein pharmazeutisch-mittelständisches Unternehmen aus Jena, eine Schulung an, die sich sowohl auf die handwerklichen, aber eben auch auf die mentalen und betreuenden Probleme konzentriert. Der leidende Mensch ist kein kaputtes Auto, welches in der Werkstatt repariert werden kann, oder wenn nicht, eben auf den Schrottplatz wandert.
Hier geht es um die komplexe und menschenwürdige Begleitung bei einer unheilbaren Krankheit, der Hospizpflege, die palliative Pflege hin zum Tod. Die Schulung ist nur für ausgebildetes Pflegepersonal, die sowohl über Erfahrungen als auch über das notwendige Wissen verfügen, worauf aufgebaut werden kann. Sie beinhaltet neben den körperlichen Bedingungen der Pflege auch psychosoziale, spirituelle und kulturelle, ethische und organisatorische Aspekte. Dazu kommen Koryphäen aus den verschiedensten Fachgebieten.
Insgesamt werden neben 160 Stunden Theorie auch 80 Stunden Praxis erarbeitet und somit die Voraussetzung geschaffen, eine neue Qualität häuslicher Pflege anzubieten.
Ab Montag, den 3. September 2012 findet im Gästehaus "Dreiländereck" in Ellrich (OT Rothesütte) die Schulung für professionelle Pflegerinnen/Pfleger und Krankenschwestern zur Häuslichen Pflege statt. Das Besondere daran ist die Tatsache, dass der Bedarf enorm hoch ist, die Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern und Städten kommen und dass durch Apanor und Medipolis Nordhausen führend in der Ausbildung und Weiterbildung für Palliativ Care ist.
Autor: nnzHomecare ist ein relativ junger Versorgungsbereich im deutschen Gesundheitswesen. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren hat sich Homecare zu einem unersetzlichen Bestandteil der ambulanten Patientenversorgung entwickelt. Homecare steht für eine sektorenverbindende Versorgungsform, die nach dem Grundsatz ambulant vor stationär” arbeitet. Als Krankenbehandlung” grenzt sich Homecare eindeutig von der Pflege ab.
Durch die demografische Struktur in Deutschland ist allein in Deutschland der Bedarf hoch: Mehr als 6 Millionen Menschen werden bereits durch Homecare betreut, darunter etwa 3 Millionen Menschen, die an chronischen Wunden leiden, 600.000 Menschen, die aufsaugende Inkontinenzprodukte benötigen, 100.000 Menschen, die auf Stoma-Versorgungen angewiesen sind und etwa 500.000 Menschen, die medizinische enterale Ernährungsprodukte benötigen.
Doch wer betreut eigentlich die Menschen? Und sind Angehörige in der Lage, das alles zu leisten? Woran erkennt man einen Pflegedienst, der diese Arbeit beherrscht und über die nötigen Fachkenntnisse verfügt?
In Thüringen gibt es nun eine Ausbildung, die gezielt Kompetenzen für die ambulante Pflege vermittelt. Zusammen mit dem aus Nordhausen stammenden Apanor (Ambulantens Palliativnetzwerk Nordthüringens) bietet Medipolis, ein pharmazeutisch-mittelständisches Unternehmen aus Jena, eine Schulung an, die sich sowohl auf die handwerklichen, aber eben auch auf die mentalen und betreuenden Probleme konzentriert. Der leidende Mensch ist kein kaputtes Auto, welches in der Werkstatt repariert werden kann, oder wenn nicht, eben auf den Schrottplatz wandert.
Hier geht es um die komplexe und menschenwürdige Begleitung bei einer unheilbaren Krankheit, der Hospizpflege, die palliative Pflege hin zum Tod. Die Schulung ist nur für ausgebildetes Pflegepersonal, die sowohl über Erfahrungen als auch über das notwendige Wissen verfügen, worauf aufgebaut werden kann. Sie beinhaltet neben den körperlichen Bedingungen der Pflege auch psychosoziale, spirituelle und kulturelle, ethische und organisatorische Aspekte. Dazu kommen Koryphäen aus den verschiedensten Fachgebieten.
Insgesamt werden neben 160 Stunden Theorie auch 80 Stunden Praxis erarbeitet und somit die Voraussetzung geschaffen, eine neue Qualität häuslicher Pflege anzubieten.
Ab Montag, den 3. September 2012 findet im Gästehaus "Dreiländereck" in Ellrich (OT Rothesütte) die Schulung für professionelle Pflegerinnen/Pfleger und Krankenschwestern zur Häuslichen Pflege statt. Das Besondere daran ist die Tatsache, dass der Bedarf enorm hoch ist, die Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern und Städten kommen und dass durch Apanor und Medipolis Nordhausen führend in der Ausbildung und Weiterbildung für Palliativ Care ist.

