Di, 06:52 Uhr
25.11.2003
nnz-Forum: Selbst Geld verdienen
Nordhausen (nnz). In den zurückliegenden Wochen hatte die nnz mehrfach über die Finanznot der Kommunen geschrieben. Wie man der im Bereich der Schulen begegnen kann, darüber hat sich ein junger nnz-Leser so seine Gedanken gemacht. Matthias Meißner meint: Schulen können Geld selbst verdienen...
Überall fehlt heute das Geld – besonders im Bildungswesen wird das immer deutlicher: Beispielsweise stammen in der Oberstufe des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums Klassensätze von Büchern wie Faust I oder Antigone nicht selten aus den Sechzigern. Sie bestehen demzufolge nur noch aus losen Seiten oder sind schon mehrmals mit Klebeband notdürftig repariert worden. Abwasserleitungen verlaufen nicht unter Putz und geben lautes Geplätscher von sich, sobald jemand die Toilette benutzt. Außerdem bröckelt an vielen Stellen der Putz von den Wänden.
Es ist zwar schön und gut, wenn einzelne Räume ab und zu überstrichen werden, am Gesamtbild ändert das aber wenig. Das Problem ist, dass diese Anstrengungen hauptsächlich vom Haushalt des Kultusministeriums, des Landkreises und von privaten Spenden abhängig sind, die offensichtlich nicht ausreichen, um veraltete Bücher zu ersetzen usw.
Ich will hiermit zum Nachdenken anregen, ob sich Schulen nicht zum Beispiel am Vorbild amerikanischer high schools orientieren sollten. Im Rahmen eines EF-Austauschjahres 2001/2002 war ich sehr darüber erstaunt, mit wie viel Ideenreichtum die Schulen in den USA ihre Budgets aufbessern. Mit sogenannten fund-raising (also Geldbeschaffungs)-Projekten mobilisieren sie ihre Schüler, um Geld für notwendige Neuanschaffungen oder die Finanzierung weiterer Schulprojekte zu sammeln. Unter anderem werden mit Vorliebe Süßigkeiten und vor allem in der Weihnachtszeit Kekse und Kuchen sowie Kerzen verkauft, die meist von den Eltern oder Firmen in der Umgebung gesponsert werden.
Der Erlös aus dem Verkauf von Eintrittskarten für sportliche oder kulturelle Veranstaltungen der Schüler stellt ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle dar, da diese sehr häufig stattfinden. Ähnliches wäre doch auch hier denkbar. Schulen sollten dazu befähigt und ermutigt werden, Chöre, Bands, schuleigene Sportteams u.ä. zu fördern, damit diese wiederum den Schulen finanzielle Entlastungen bringen können.
Matthias Meißner, Ellrich, Schüler der 12. Klasse
Autor: nnzÜberall fehlt heute das Geld – besonders im Bildungswesen wird das immer deutlicher: Beispielsweise stammen in der Oberstufe des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums Klassensätze von Büchern wie Faust I oder Antigone nicht selten aus den Sechzigern. Sie bestehen demzufolge nur noch aus losen Seiten oder sind schon mehrmals mit Klebeband notdürftig repariert worden. Abwasserleitungen verlaufen nicht unter Putz und geben lautes Geplätscher von sich, sobald jemand die Toilette benutzt. Außerdem bröckelt an vielen Stellen der Putz von den Wänden.
Es ist zwar schön und gut, wenn einzelne Räume ab und zu überstrichen werden, am Gesamtbild ändert das aber wenig. Das Problem ist, dass diese Anstrengungen hauptsächlich vom Haushalt des Kultusministeriums, des Landkreises und von privaten Spenden abhängig sind, die offensichtlich nicht ausreichen, um veraltete Bücher zu ersetzen usw.
Ich will hiermit zum Nachdenken anregen, ob sich Schulen nicht zum Beispiel am Vorbild amerikanischer high schools orientieren sollten. Im Rahmen eines EF-Austauschjahres 2001/2002 war ich sehr darüber erstaunt, mit wie viel Ideenreichtum die Schulen in den USA ihre Budgets aufbessern. Mit sogenannten fund-raising (also Geldbeschaffungs)-Projekten mobilisieren sie ihre Schüler, um Geld für notwendige Neuanschaffungen oder die Finanzierung weiterer Schulprojekte zu sammeln. Unter anderem werden mit Vorliebe Süßigkeiten und vor allem in der Weihnachtszeit Kekse und Kuchen sowie Kerzen verkauft, die meist von den Eltern oder Firmen in der Umgebung gesponsert werden.
Der Erlös aus dem Verkauf von Eintrittskarten für sportliche oder kulturelle Veranstaltungen der Schüler stellt ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle dar, da diese sehr häufig stattfinden. Ähnliches wäre doch auch hier denkbar. Schulen sollten dazu befähigt und ermutigt werden, Chöre, Bands, schuleigene Sportteams u.ä. zu fördern, damit diese wiederum den Schulen finanzielle Entlastungen bringen können.
Matthias Meißner, Ellrich, Schüler der 12. Klasse
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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