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Öffentlicher Vortrag: »Krampfadern - Diagnostik, Therapie, Prävention«

06.02.2019, 17.00 - 18.30 Uhr
Kostenfreie Veranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Öffentlichen Vortragsreihe:

Krampfadern (Varizen) sind dauerhaft erweiterte und geschlängelt verlaufende Venen im Unterhautfettgewebe der Beine und seltener des Beckens von unterschiedlicher Ausprägung.
Mit zunehmender Erweiterung kommt es zu einer fortschreitenden Funktionsstörung der venösen Blutzirkulation.

Wer bekommt Krampfadern und was verursachen sie?
Jeder 2. Europäer zwischen 25 und 75 Jahren weist heute Krampfadern auf.
Eine entscheidende Ursache für diese Erkrankung ist die ererbte Bindegewebsschwäche mit Schwächung der Venenwand und der Venenklappen. Zudem sind ein aufrechter Körpergang, langes Stehen, Sitzen, aber auch Bewegungsarmut und Übergewicht weitere Ursachen.
Krampfadern verursachen selbst keine Beschwerden. Allerdings führen die damit verbundenen Funktionseinschränkungen und Störungen der Blutzirkulation zu fortschreitender Erweiterung der Venen und zur Schwellung der Beine. Die Folgen sind ein Spannungsgefühl, aber auch Muskelkrämpfe. Die nicht mehr effizient arbeitende Muskelpumpe lässt die Blutfülle in den unteren Extremitäten ansteigen. Über die Jahre entwickelt sich die Schwellneigung weiter, es entstehen sichtbare Hautveränderungen bis hin zum sogenanntem „offenem Bein“ (Ulcus cruris).

Krampfadern neigen zu oberflächlichen Thrombosen, nach außen als Entzündungen sichtbar, die sehr schmerzhaft verlaufen können.
Verletzte Krampfadern können stark bluten.

Was kann gegen Krampfadern unternommen werden?
Es sind konservative als auch operative Behandlungsmaßnahmen möglich.
Welche Maßnahme ergriffen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Kompressionsbehandlung:
Durch Kompression von außen wird das Widerlager gestärkt und die Muskel-Venenpumpe kann effektiver arbeiten. Anwendung finden fachgerechte Kompressionsstrümpfe.

Verödung der Krampfadern:
Injektionen von Verödungsmitteln führen über eine Venenentzündung zur bindegewebigen Umwandlung und dem Verschluss der Krampfader.

Operative Therapie:
Krampfadern werden über Sonden herausgezogen (Stripping) und entfernt. Kleine Hauteinschnitte ermöglichen die direkte Entfernung von Krampfadern (Miniphlebektomie).

Laser- und Radiofrequenzverfahren haben das Ziel über Punktion der Krampfader nach Einführung spezieller Sonden eine innere Verödung durch die an der Spitze abgegebenen Hitze zu erreichen.

Krampfadern können sich nach den Eingriffen neu ausbilden. Die ererbten, genetischen Veranlagungen und im Lauf des Lebens erworbenen Veränderungen des Bindegewebes können nicht verändert werden.
Dennoch wird in der Regel das alte Ausmaß der ursprünglich vorhandenen Krampfadern nicht wieder erreicht.

Notwendig sind Verständnis für diese Erkrankung und der richtige Umgang mit ihr.
Wir laden Sie ein, mehr über dieses häufige Krankheitsbild zu erfahren.

Besuchen Sie unsere Veranstaltung im Rahmen der Öffentlichen Vortragsreihe des Südharz Klinikum am 06. Februar 2019 um 17.00 Uhr im Speisesaal des Südharz Klinikums
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihre Fragen.

Dr. med. W. Gunkel
Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie
Termin:
06.02.2019, 17.00 - 18.30 Uhr
Ort:
Kantine der Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH | Dr.-Robert-Koch-Straße 39 | 99734 Nordhausen
Veranstalter:
Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH | Dr.-Robert-Koch-Straße 39 | 99734 Nordhausen, 0 36 31 / 41-0
weitere Infos:
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Heute ist Mittwoch der 18.09.2019.

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