nnz-Betrachtung: Emotionen pur
Sonntag, 21. August 2011, 18:46 Uhr
Das erste Heimspiel von Wacker Nordhausen ist Geschichte. Was war das für ein Spiel, was war das für eine Atmosphäre? Die nnz mit einer kurzen Betrachtung...
Wer ein Drehbuch schreibt, der hätte es nicht besser gemacht: Gespielt, gekämpft, nicht aufgegeben bis zum Schlusspfiff und: gewonnen.
Gefiebert, gefreut, geärgert, geklatscht und gejubelt auf den Rängen.
So muss Fußball sein. Endlich wieder in Nordhausen. Wann haben über 600 Zuschauer ihre Jungs auf dem Spielfeld zuletzt klatschend angefeuert? Ich bin seit 1995 dabei, habe im Sprecherturm Tore und Gegentore ansagen dürfen, habe für Radiosender reportiert, habe für BILD und Kicker geschrieben und: habe dann diesem heutigen Szenario rund zehn Jahre nicht beiwohnen können.
Vielleicht ist es jetzt wieder soweit? Vielleicht - und ich hoffe das sehr - ist der heutige Fußballsonntag keine Eintagsfliege? Vielleicht werden die Zuschauer und Fans ihrer Mannschaft auch nach einer Niederlage einen Abgang mit Beifall erweisen?
Der heutige Nachmittag hat gezeigt, dass so vieles nicht von den Verantwortlichen falsch gemacht wurde. Na klar, noch lief nicht alles perfekt auf dem Platz und doch gab es Momente, die symptomatisch waren für dieses Spiel und hoffentlich für das gesamte Projekt Wacker. Der eine Moment war, wie René Taute nach seinen Fehlern, von dem einer der Ausgang für den Elfmeter war, wieder aus dem Tief herauskam. Der Mann kämpfte - gegen Mühlhausen, für sich und für Wacker. Die andere Szene am Spielfeldrand, auf den Rängen: Erwachsene Männer fallen sich in die Arme, sind den Tränen nahe. Das sind Emotionen, das ist Fußball in Nordhausen 2.0
Sicher und zugegeben: Auch in diesen Zeilen steckt viel Euphorie. Und sicher: Es wird auch Krisen geben. Aber erst dann wird sich zeigen, ob das Projekt Wacker einen breiten Rücken hat. Nicht nur beim Präsidium, sondern auch bei denen, für die dieses sportliche Spektakel veranstaltet wird: Für die Zuschauer, die hoffentlich denen erzählen, die heute etwas versäumt haben, wie "geil" diese 90 Minuten waren.
Nach dem Schlusspfiff
Und noch eines darf nicht unerwähnt bleiben: Da wurde Sven Pistorius ein emotionaler Abschied beschert, der aber auch zeigte: es geht eigentlich nicht um einen einzelnen Spieler, es geht nicht um einen einzelnen Präsidenten, es geht auch nicht um den Trainer - es geht immer wieder einzig und allein um den Verein - um Wacker Nordhausen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzWer ein Drehbuch schreibt, der hätte es nicht besser gemacht: Gespielt, gekämpft, nicht aufgegeben bis zum Schlusspfiff und: gewonnen.
Gefiebert, gefreut, geärgert, geklatscht und gejubelt auf den Rängen.
So muss Fußball sein. Endlich wieder in Nordhausen. Wann haben über 600 Zuschauer ihre Jungs auf dem Spielfeld zuletzt klatschend angefeuert? Ich bin seit 1995 dabei, habe im Sprecherturm Tore und Gegentore ansagen dürfen, habe für Radiosender reportiert, habe für BILD und Kicker geschrieben und: habe dann diesem heutigen Szenario rund zehn Jahre nicht beiwohnen können.
Vielleicht ist es jetzt wieder soweit? Vielleicht - und ich hoffe das sehr - ist der heutige Fußballsonntag keine Eintagsfliege? Vielleicht werden die Zuschauer und Fans ihrer Mannschaft auch nach einer Niederlage einen Abgang mit Beifall erweisen?
Der heutige Nachmittag hat gezeigt, dass so vieles nicht von den Verantwortlichen falsch gemacht wurde. Na klar, noch lief nicht alles perfekt auf dem Platz und doch gab es Momente, die symptomatisch waren für dieses Spiel und hoffentlich für das gesamte Projekt Wacker. Der eine Moment war, wie René Taute nach seinen Fehlern, von dem einer der Ausgang für den Elfmeter war, wieder aus dem Tief herauskam. Der Mann kämpfte - gegen Mühlhausen, für sich und für Wacker. Die andere Szene am Spielfeldrand, auf den Rängen: Erwachsene Männer fallen sich in die Arme, sind den Tränen nahe. Das sind Emotionen, das ist Fußball in Nordhausen 2.0
Sicher und zugegeben: Auch in diesen Zeilen steckt viel Euphorie. Und sicher: Es wird auch Krisen geben. Aber erst dann wird sich zeigen, ob das Projekt Wacker einen breiten Rücken hat. Nicht nur beim Präsidium, sondern auch bei denen, für die dieses sportliche Spektakel veranstaltet wird: Für die Zuschauer, die hoffentlich denen erzählen, die heute etwas versäumt haben, wie "geil" diese 90 Minuten waren.
Nach dem Schlusspfiff
Und noch eines darf nicht unerwähnt bleiben: Da wurde Sven Pistorius ein emotionaler Abschied beschert, der aber auch zeigte: es geht eigentlich nicht um einen einzelnen Spieler, es geht nicht um einen einzelnen Präsidenten, es geht auch nicht um den Trainer - es geht immer wieder einzig und allein um den Verein - um Wacker Nordhausen.
Peter-Stefan Greiner
