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Fußball-Krimi im AKS

Sonntag, 21. August 2011, 17:20 Uhr
Na bitte, es geht doch: Ein (fast) voller Albert-Kuntz-Sportpark war die Kulisse für das erste Heimspiel von Wacker Norhausen in der noch jungen Saison. Zuerst aber wurde ein Fußballer verabschiedet. Dann folgte ein Krimi...

Kapitänsbinde wird übergeben (Foto: Olaf Dobrzykowsky) Kapitänsbinde wird übergeben (Foto: Olaf Dobrzykowsky)

Es war Sven Pistorius, der seit 25 Jahren, davon viele als Kapitän der ersten Mannschaft, für die blau-weißen Farben kämpfte. Er wurde vor dem Spiel herzlich und mit viel Beifall sowie stehenden Ovationen verabschiedet. Dann aber wurde das Spiel angepfiffen – und jetzt geht es richtig los – Fußball in Nordhausen sowie das Projekt „Wacker“, was nichts anderes ist als der Aufstieg.

Das, was die 571 Zuschauer erwartet hatten, trat ein. Wacker übernahm das Spielzepter und machte sofort Druck in Richtung Gästetor. Den ersten ernsthaften Angriff überstanden die Mühlhäuser in der 6. Minute als zuerst Robin Teichmann und dann Jonny Do Amaral scheiterten. Wenig später landet ein Freistoß von Pascal Bianc in den Händen des Gäste-Torwarts.

Die 9. Minute: Jan-Phillipp Rose flankt von links in den Strafraum, dort steigt Do Amaral hoch, dessen platzierter Kopfball wird jedoch von Kawczynski im Tor zur Ecke gelenkt. Die Nordhäuser Überlegenheit: Bis zur 15. Minute schossen die Gäste aus Mühlhausen nicht ein einziges Mal auf das Tor von Jonas Heidrich.

0:1 für Mühlhausen (Foto: Olaf Dobrzykowsky) 0:1 für Mühlhausen (Foto: Olaf Dobrzykowsky)

Dann zwei Stockfehler von René Taute, der zweite zieht ein Foul von Matti Langer im Strafraum nach sich, den Strafstoß verwandelt der Ex-Nordhäuser Frank Schneider eiskalt. Das Spiel ist auf den Kopf gestellt. Seit der 16. Minute steht es 0:1 für die Gäste aus der Thomas-Müntzer-Stadt.

Wacker ist jetzt gefragt, macht weiter Druck auf das Tor der Mühlhäuser. Do Amaral wird kurz vor dem Strafraum gefoult, den Freistoß schießt Langer in die Mauer. In der 26. Minute fliegt Rose an einer Flanke von Biank vorbei. Zwei Minuten das gleiche Bild nach einer Ecke von links, nur diesmal verpasst Robert Stark das Leder. Stark wiederum nimmt einen weiten Freistoß von Biank volley, der Ball streicht rechts am Tor vorbei (30.). In der 34. Minute dann der erste Eckball für Mühlhausen. Heidrich kann klären.

Das Unentschieden ist erzielt (Foto: Olaf Dobrzykowsky) Das Unentschieden ist erzielt (Foto: Olaf Dobrzykowsky)

Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff noch einmal eine Chance für Do Amaral, auch sie bringt nichts. Auf den Zuschauerrängen macht sich langsam aber sicher Ernüchterung breit. Wenn da nicht die 44. Spielminute gewesen wäre: Robin Teichmann gibt den Ball nicht auf, schiebt ihn zu Biank und der haut die Kugel einfach ins Tor. Endlich: der Ausgleich. Trotzdem: Viel Arbeit für das Trainerteam in der Kabine.

Beide Mannschaften geben sich nach dem Seitenwechsel mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Mühlhausen hat die erste Chance, die Stark entschärft. Dann Chancen im Minutentakt im Mühlhäuser Strafraum. Powerplay nennt man das. Das Ergebnis: Null Tore. Dafür kommen die Gäste gefährlich vor's Tor.

Beifall gibt es für die Gastgeber wieder in der 54. Minute, als ein satter Schuss von Robert Stark nur knapp am Mühlhäuser Tor vorbeistreicht. Zwei Minuten später vergibt Alexander Töpfer aus fünf Meter. Eine Ecke von Biank verpassen danach „Freund und Feind“. Wacker versucht es nun mit der Brechstange. Aus alle Rohren wird aufs Tor gezielt, allerdings ohne einen Vorteil daraus zu ziehen. Die Zeit verrinnt. Einige Nerven liegen blank.

In der 74. Minute wird Töpfer ausgewechselt. Für ihn soll Adil Boukantar noch mehr Druck im Angriff bringen. Doch das Mühlhäuser Bollwerk steht wie eine Mauer und wankt nicht. Noch einmal wechselt Trainer Jörg Goslar aus. Für Rose kommt in der 82. Minute Robert Knopp. Trotzdem: Die Zeit läuft den Wackeren unerbittlich davon. Seit der 86. Minute spielt Mühlhausen mit 10 Mann, Kapitän Baumbach bekommt Rot nach mehrfachem Foulspiel.

2:1 für Wacker (Foto: Olaf Dobrzykowsky) 2:1 für Wacker (Foto: Olaf Dobrzykowsky)

Die Erlösung in der 90. Minute. Bianks Freistoß aus rechter Position und dann ist Robert Stark mit dem Kopf da. 2:1. Doch noch ist das Spiel nicht vorbei. Die Nachspielzeit. Noch eine Ecke für Mühlhausen, dann ist das Spiel vorbei. Gott sei Dank.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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