Eine Hommage an den Beutel
Samstag, 20. August 2011, 22:22 Uhr
Viel genutzt, oft unterschätzt. Beutel begleiten uns durchs Leben und werden doch nur als Gebrauchsgegenstand wahrgenommen. Ein Theaterstück im studio44 möchte das ändern und beschäftigt sich nun mit den verschiedenen Gefühlslagen unserer nützlichen Begleiter.
Haben Sie sich schon einmal in einen Beutel hineinversetzt? Was macht ein Beutel eigentlich in seiner Freizeit? Trifft er sich mit anderen Beuteln und feiert eine Party? Und überhaupt, was passiert eigentlich mit den ganzen Tüten, nachdem wir sie in den Abfall geschmissen haben? Vielleicht hätte Ihnen ihre Einkaufstüte oder der Turnbeutel eine Geschichte zu erzählen. Oder würde sich einfach über die herabschauende Behandlung beschweren, die ihn täglich ereilt.
Ein Theaterstück im studio44 in der Grimmelallee möchte hierauf einige Antworten geben. Im Frühjahr haben sich die sieben Schauspieler bei uns zusammengesetzt und wollten ein Stück inszenieren. Nach längerem hin und her kamen sie auf die Idee, etwas über Beutel zu machen, klärt Steffi Böttcher vom studio44 vorab über den ungewöhnlichen Stoff des Stücks auf. Unter der Regie von Werner Brunngräber einigten sich die Beteiligten schließlich auf den Namen ‚geBEUTELt’.
Alles beginnt damit, dass sich die Zuschauer in einer Abstimmung über den musikalischen Teil des Abends entscheiden sollen. Neben Jazz und Tango stehen Afrikanische Klänge zur Auswahl. Das Stück selbst beginnt mit einem kurzen Vortrag von Beutel Frieda über das Wesen des zentralen Gegenstands. Oder sollte ich lieber sagen, über die Gefühlslage der gemeinen Tüte?
Das Unterhaltsame an dem Stück, und das ist es, ist der ständige Wechsel der Lebensumstände jedes einzelnen Beutels, verkörpert durch die sieben Schauspieler. Zwar stehen die Beutel im Mittelpunkt, aber eigentlich berichten diese in erster Linie über ihre gekränkten Gefühle und ihre Eifersucht auf andere Tüten. Der Beutel als fühlendes Wesen, ist bei dem Stück vor allem Mensch.
So berichtet ein Beutel, dass sein Besitzer früher an der Börse arbeitete. Jeden Freitag ging er ins Feinkostgeschäft, um ihn mit Kaviar und Kuchen zu füllen. Das hörte irgendwann auf, denn er lebte im Jahr 1929 und Freitag war plötzlich kein guter Tag mehr. Ein Anderer reiste mit einem Schwimmer um die Welt und verliebte sich in eine Kulturtasche. Leider betrog diese ihn mit einem Koffer, was zur zwangsläufigen Trennung führen musste.
Um zu klären, was mit Tüten nach ihrem Ableben passierte, inszenierte die Gruppe eine Trauerfeier für Beutel Bärbel, die auf tragische Weise kurz vor Beginn des Stücks von uns schied. Schließlich fanden sich alle Beutel im Himmel wieder und durchlebten noch einmal ihre tragischen Schicksalsschläge. Dabei wurde klar, dass es im Himmel keine Waschmaschinen gibt. Dafür feiern sie ausgelassene Partys und genießen jegliche Leckereien.
Wer sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte sich Sonntagabend frei halten. Um 19:00 Uhr wird das Stück in der Grimmelallee noch einmal aufgeführt. Weitere Vorstellung sind noch nicht geplant, könnten bei größerer Nachfrage aber stattfinden. Wer also einmal wissen möchte, was der gemeine Bittel für Kämpfe auszustehen hat, sollte sich im studio44 melden. Vielleicht gibt es für den Beutelliebhaber ja weitere Antworten.
Tobias Wendehost
Autor: twHaben Sie sich schon einmal in einen Beutel hineinversetzt? Was macht ein Beutel eigentlich in seiner Freizeit? Trifft er sich mit anderen Beuteln und feiert eine Party? Und überhaupt, was passiert eigentlich mit den ganzen Tüten, nachdem wir sie in den Abfall geschmissen haben? Vielleicht hätte Ihnen ihre Einkaufstüte oder der Turnbeutel eine Geschichte zu erzählen. Oder würde sich einfach über die herabschauende Behandlung beschweren, die ihn täglich ereilt.
Ein Theaterstück im studio44 in der Grimmelallee möchte hierauf einige Antworten geben. Im Frühjahr haben sich die sieben Schauspieler bei uns zusammengesetzt und wollten ein Stück inszenieren. Nach längerem hin und her kamen sie auf die Idee, etwas über Beutel zu machen, klärt Steffi Böttcher vom studio44 vorab über den ungewöhnlichen Stoff des Stücks auf. Unter der Regie von Werner Brunngräber einigten sich die Beteiligten schließlich auf den Namen ‚geBEUTELt’.
Alles beginnt damit, dass sich die Zuschauer in einer Abstimmung über den musikalischen Teil des Abends entscheiden sollen. Neben Jazz und Tango stehen Afrikanische Klänge zur Auswahl. Das Stück selbst beginnt mit einem kurzen Vortrag von Beutel Frieda über das Wesen des zentralen Gegenstands. Oder sollte ich lieber sagen, über die Gefühlslage der gemeinen Tüte?
Das Unterhaltsame an dem Stück, und das ist es, ist der ständige Wechsel der Lebensumstände jedes einzelnen Beutels, verkörpert durch die sieben Schauspieler. Zwar stehen die Beutel im Mittelpunkt, aber eigentlich berichten diese in erster Linie über ihre gekränkten Gefühle und ihre Eifersucht auf andere Tüten. Der Beutel als fühlendes Wesen, ist bei dem Stück vor allem Mensch.
So berichtet ein Beutel, dass sein Besitzer früher an der Börse arbeitete. Jeden Freitag ging er ins Feinkostgeschäft, um ihn mit Kaviar und Kuchen zu füllen. Das hörte irgendwann auf, denn er lebte im Jahr 1929 und Freitag war plötzlich kein guter Tag mehr. Ein Anderer reiste mit einem Schwimmer um die Welt und verliebte sich in eine Kulturtasche. Leider betrog diese ihn mit einem Koffer, was zur zwangsläufigen Trennung führen musste.
Um zu klären, was mit Tüten nach ihrem Ableben passierte, inszenierte die Gruppe eine Trauerfeier für Beutel Bärbel, die auf tragische Weise kurz vor Beginn des Stücks von uns schied. Schließlich fanden sich alle Beutel im Himmel wieder und durchlebten noch einmal ihre tragischen Schicksalsschläge. Dabei wurde klar, dass es im Himmel keine Waschmaschinen gibt. Dafür feiern sie ausgelassene Partys und genießen jegliche Leckereien.
Wer sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte sich Sonntagabend frei halten. Um 19:00 Uhr wird das Stück in der Grimmelallee noch einmal aufgeführt. Weitere Vorstellung sind noch nicht geplant, könnten bei größerer Nachfrage aber stattfinden. Wer also einmal wissen möchte, was der gemeine Bittel für Kämpfe auszustehen hat, sollte sich im studio44 melden. Vielleicht gibt es für den Beutelliebhaber ja weitere Antworten.
Tobias Wendehost

