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nnz-Rückspiegel: 16. August 2002

Samstag, 16. August 2003, 07:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war, dann ist das kein Problem. Die nnz hat für Sie in ihrem Archiv gestöbert. Heute:
Flut-Meinungen, Theater und Autobahn


nnz-Forum: Vorschläge zur Hilfe
Die nnz-Redaktion hat in den zurückliegenden Stunden mehrere Mails erhalten, in denen Leser Vorschläge für weitere Hilfsaktionen für die Hochwasseropfer unterbreiten.


Parteien sollen Wahlkampfgelder an Hochwasseropfer weitergeben. Wieder hat uns die Natur ihre Macht gezeigt. War das Hochwasser vor fünf Jahren im brandenburgischen Oderbruch schon sehr zerstörend, es wurde durch die jetzigen Flächenhochwasser in Ostdeutschland noch überboten. Hilfe ist jetzt nötig. Dringend nötig. Alle Nordhäuser Parteien, welche gerade im Bundestags Wahlkampf stehen, sollten sich deshalb überlegen, ob die ihnen zur Verfügung stehende „Wahlkampfkohle“ nicht besser in den Hochwassergebieten zur Unterstützung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden kann. Den Nordhäusern wird dadurch auch eine „Flut“ erspart, nämlich die der Wahlplakate, Wahlveranstaltungen, Wahlprogramme…
Michael Samel, Herreden

Ein Rechenbeispiel: Trotz der vielen Meldungen und Bilder von der Flutkatastrophe, die hauptsächlich den Osten Deutschlands betrifft, überlegen viele Menschen noch immer, ob man denn nun etwas spenden solle oder ob es der Staat und die Versicherungen schon richten werden. Dazu hier einmal ein kleines, vereinfachtes Rechenbeispiel: Um eine Summe von einer Milliarde Euro aufzubringen, müsste jeder der insgesamt 80 Millionen Einwohner auf eine Summe von "immerhin" 12,50 Euro verzichten. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich wäre mehr in diesem Fall besser.

Man sollte also nicht weiter zaudern und einmal auf eine Bravohits-CD, die Flasche Super-Auto-Polish, das Essen bei Sergio oder die neue Jeans verzichten. Zumindest diesen Monat. Und das Geld spenden. Ohne dabei so richtig pathetisch zu werden: So können wir Deutschen unsere Solidarität wirklich zeigen.
Dirk Daniel, Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.



Hilfe auf den „Punkt gebracht“!
In Ellrich war gestern Hauptausschusssitzung angesagt. Dabei ging es nicht nur um kommunale Themen, sondern auch um konkrete Hilfe. Bürgermeister Gerald Schröder präsentierte einen Vorschlag...

Fest steht: Auch die Ellricher Bürger wollen und sollen helfen. Der Bürgermeister ruft über die nnz alle Einwohner zu Geldspenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Sachsen und Sachsen-Anhalt auf. Spenden können dazu ab sofort auf das Konto 350 403 30 der Stadtverwaltung bei der Kreissparkasse Nordhausen (BLZ: 820 540 52) unter dem Kennwort Flutopfer eingezahlt werden. Mit dem gesammelten Geld soll dann konkret geholfen werden.


Spenden werden benötigt
Die Spendenaktion für die Flutopfer in den neuen Bundesländern ist auch im Landkreis Nordhausen angelaufen. Was am dringendsten benötigt wird, das hat die nnz erfahren. Weiterhin sind erste Rettungskräfte in Marsch gesetzt worden.

Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt ruft alle Bürgerinnen und Bürger aber auch öffentliche Einrichtungen, Vereine und Unternehmen auf, sich mit Spenden an der Linderung der Notsituation in den überfluteten Gebieten zu beteiligen. Benötigt werden in erster Linie: Decken, Luftmatratzen und Schlafsäcke. Wer diese Gegenstände entbehren kann, der sollte noch heute zum Gelände des Brand- und Katastrophenschutzes am Salzagraben kommen und die Sachen dort abgeben. Auch morgen besteht noch Gelegenheit zur Abgabe. Die Kameraden um Etzrodt nehmen die Hilfsgüter in der Zeit von 10 Uhr bis 13 Uhr entgegen.

Die nnz-Redaktion erreichte in der Nacht die Nachricht, dass die ersten Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Nordhausen in Marsch gesetzt wurden. Ihr Ziel ist Ostthüringen, hier vor allem der Raum Saalfeld/Rudolstadt sowie der Landkreis Altenburger Land. Acht Mitarbeiter sind inzwischen mit drei Fahrzeugen in der Region eingetroffen. In Altenburg soll ein Einsatzzug der JUH zusammengestellt werden, dessen Einsatzleitung übernimmt Thomas Evers vom Nordhäuser Kreisverband der JUH.


Kooperation ohne Orchester?
Über die Zukunft des Nordhäuser Theaters gab es heute ein Gespräch im Nordhäuser Rathaus. Gekommen waren zwei Vertreter des Erfurter Kunstministeriums...

„Wir stimmen mit dem Land Thüringen überein, eine Kooperation mit den Häuser in Rudolstadt und Saalfeld einzugehen“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) heute im nnz-Gespräch. Dabei machte Rinke deutlich, dass diese Zusammenarbeit nicht mit einer Fusion gleichzusetzen sei. Die nnz hatte bereits in dieser Woche exklusiv über Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten einer Zusammenarbeit beider Häuser berichtet. Hinsichtlich der Logistik sollen vor allem die Erfahrungen der Rudolstädter Theatermacher genutzt werden. Unstrittig sei in diesem Gespräch auch der Erhalt des Kinder- und Jugendtheaters in Nordhausen gewesen, dieses könne darüber hinaus mit einer kleinen Schauspieltruppe aufgewertet werden. In den nächsten Tagen soll in Nordhausen an einem novellierten Konzept für die Theaterzukunft gearbeitet werden. Dazu werden nach nnz-Informationen auch die interne Arbeitsgruppe sowie Dr. Ute Canaris hinzugezogen...ausführlich im nnz-Archiv


Autobahnbau im Plan?
In der Nähe von Berga ist heute mit dem Bau einer neuen Brücke im Zuge der Autobahn A 38 begonnen worden. Vorab wollte der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund wissen, ob der Plan für die A 38 eingehalten werden kann. nnz hat die Antwort.
“Es bleibt dabei, die komplette Fertigstellung der A 38 von der A7 in Niedersachsen bis zur A 9 in Sachsen-Anhalt ist nach derzeitiger Disposition bis Ende 2005 vorgesehen”, so der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund nach Rückfrage bei der Autobahnbaugesellschaft DEGES gegenüber nnz. Grund wollte wissen, ob ein schnellerer Baufortgang möglich sei.

Zu erfahren war, dass sich der Bauabschnitt Breitenworbis-Bleicherode in der Endphase der Entwurfsplanung befindet. Der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens wird Ende 2002 gestellt. Dieser Bauabschnitt gilt wegen Bergsenkungen, Kalirückstandshalden, sowie anderer Belange, wie FFH- Problematik, trassennahe Wohn- und Gewerbebebauung als geologisch und planerisch schwierig. Im Nachbarabschnitt Bleicherode-Wipperdorf wird auf einer Länge von 5 km das Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Baubeginn ist mit der Erstellung der ersten Bauwerke über die Strecke der Bahn für das Frühjahr 2003 vorgesehen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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