O Himmel, was ist das für eine Welt!
Donnerstag, 18. August 2011, 12:51 Uhr
So oder ähnlich lauten seit Menschengedenken nicht wenige Stoßseufzer. Auch der sprachgewaltige deutsche Dichter Heinrich von Kleist hat häufig so empfunden. Der Himmel und die Welt werden an diesem Wochenende nach Limlingerode geholt...
Aufmerksame Zuhörer in Limlingerode (Foto: H. Kneffel)
Seine Lebenszeit ist von den Einflüssen der französischen Revolution und dem Auftreten Napoleons auf der europäischen Bühne geprägt. Hin und her gerissen von den dramatischen Ereignissen waren davon mit besonderer Sensibilität die Dichter, Maler, Bildenden Künstler.
Die Mitglieder des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch waren erfreut, dass innerhalb der diesjährigen poeTon-Reihe die Veranstaltung, die sich diesem in hinreißender deutscher Sprache schreibendem Autor widmet, in das Geburthaus der Dichterin Sarah Kirsch gegeben wurde. In Dramen, Novellen, Fabeln, Aufsätzen und in seinen Briefen stellt der in Frankfurt (Oder) geborene Kleist sich seiner brisanten Zeit. Die Schauspielerin und Sängerin Cora Chilcott wird am Samstag, dem 20. August, ab 17.00 Uhr mit ihrem Soloprogramm in Limlingerode auftreten. Ihre Programmfolge ist vielversprechend und bietet die Möglichkeit, dem vielseitigen Dichter in seiner Themenfülle zu begegnen.
Das Programm O Himmel, was ist das für eine Welt! wurde von ihr anlässlich des 200. Todestages Heinrich von Kleists am 21. November 2011 zusammengestellt. Chilcott verknüpft Textauszüge aus Amphitryon, Penthesilea und dem Käthchen von Heilbronn mit Briefen und Schriften des Dichters und Dramatikers. Deutlich werden Kleists Darlegungen zum eigenen Werk, seine verzweifelte Auseinandersetzung mit seiner Zeit und seinen Mitmenschen. ... die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war, schreibt Kleist an seine Schwester Ulrike am Morgen des 21. Novembers 1811. Wenige Stunden später wird er sich am Kleinen Wannsee erschießen. Verkannt durch die Mehrheit seiner Zeitgenossen, finden Kleists Werke erst Jahrzehnte nach seinem Tod Anerkennung und Würdigung.
Cora Chilcott, geboren in Leipzig, hat Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg studiert, ihre Gesangsausbildung hatte sie bei Inge Uibel-Fischer, sie belegte einen Meisterkurs im Fach Chanson bei Gisela May. Sie war an verschiedenen Theatern engagiert und ist seit 2001 Gast am Berliner Ensemble in dem Stück Und der Haifisch, der hat Zähne. Auch im Hörfunk, im Film und Fernsehen trat und tritt sie auf. Sie gestaltet Soloprojekte wie das in Limlingerode, Duoprojekte mit Musikern und ist auf Festivals präsent.
Heidelore Kneffel
Autor: nnz
Aufmerksame Zuhörer in Limlingerode (Foto: H. Kneffel)
Seine Lebenszeit ist von den Einflüssen der französischen Revolution und dem Auftreten Napoleons auf der europäischen Bühne geprägt. Hin und her gerissen von den dramatischen Ereignissen waren davon mit besonderer Sensibilität die Dichter, Maler, Bildenden Künstler.Die Mitglieder des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch waren erfreut, dass innerhalb der diesjährigen poeTon-Reihe die Veranstaltung, die sich diesem in hinreißender deutscher Sprache schreibendem Autor widmet, in das Geburthaus der Dichterin Sarah Kirsch gegeben wurde. In Dramen, Novellen, Fabeln, Aufsätzen und in seinen Briefen stellt der in Frankfurt (Oder) geborene Kleist sich seiner brisanten Zeit. Die Schauspielerin und Sängerin Cora Chilcott wird am Samstag, dem 20. August, ab 17.00 Uhr mit ihrem Soloprogramm in Limlingerode auftreten. Ihre Programmfolge ist vielversprechend und bietet die Möglichkeit, dem vielseitigen Dichter in seiner Themenfülle zu begegnen.
Das Programm O Himmel, was ist das für eine Welt! wurde von ihr anlässlich des 200. Todestages Heinrich von Kleists am 21. November 2011 zusammengestellt. Chilcott verknüpft Textauszüge aus Amphitryon, Penthesilea und dem Käthchen von Heilbronn mit Briefen und Schriften des Dichters und Dramatikers. Deutlich werden Kleists Darlegungen zum eigenen Werk, seine verzweifelte Auseinandersetzung mit seiner Zeit und seinen Mitmenschen. ... die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war, schreibt Kleist an seine Schwester Ulrike am Morgen des 21. Novembers 1811. Wenige Stunden später wird er sich am Kleinen Wannsee erschießen. Verkannt durch die Mehrheit seiner Zeitgenossen, finden Kleists Werke erst Jahrzehnte nach seinem Tod Anerkennung und Würdigung.
Cora Chilcott, geboren in Leipzig, hat Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg studiert, ihre Gesangsausbildung hatte sie bei Inge Uibel-Fischer, sie belegte einen Meisterkurs im Fach Chanson bei Gisela May. Sie war an verschiedenen Theatern engagiert und ist seit 2001 Gast am Berliner Ensemble in dem Stück Und der Haifisch, der hat Zähne. Auch im Hörfunk, im Film und Fernsehen trat und tritt sie auf. Sie gestaltet Soloprojekte wie das in Limlingerode, Duoprojekte mit Musikern und ist auf Festivals präsent.
Heidelore Kneffel
