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Donnerstag, 18. August 2011, 12:26 Uhr
Das erste Auswärtsspiel von Wacker Nordhausen ist Geschichte. Gestern wurde ein Testspiel erfolgreich absolviert. Am Sonntag dann die Punktspiel-Premiere in Nordhausen. Die nnz sprach über die zurückliegenden Wochen und die kommenden Tage mit Cheftrainer Jörg Goslar...

Goslar im Gespräch mit seinem Kapitän (Foto: nnz) Goslar im Gespräch mit seinem Kapitän (Foto: nnz)

"Das war schon ein besonderer Moment, als wir alle zusammen im Mittelkreis hockten und stolz auf das Geleistete waren", beschreibt Jörg Goslar die Sekunden und Minuten nach dem Abpfiff des ersten (und gewonnenen) Punktspiels in Altenburg. Der Stolz, das hört man im Gespräch mit dem Trainer immer wieder, bezieht sich dabei nicht nur auf diese 90 Minuten, sondern auf den bisherigen Verlauf des "Projektes Wacker", an dessen Ende der Aufstieg in die Oberliga stehen soll.

"Diesen Stolz können wir alle haben, vom Trainer- und Betreuerteam über die Mannschaft, über das Präsidium bis hin zu den treuen Fans, die uns über mehrere Hundert Kilometer nach Ostthüringen begleitet haben und die auch bei den vorherigen Testspielen am Spielfeldrand standen. Auch die Fans tragen mit ihrer Anwesenheit, mit ihrem Interesse wesentlich zur Motivation der Jungs auf dem Spielfeld bei", analysiert Goslar.

Testspiele wie gestern sind für den Coach enorm wichtig. Gerade in einer Phase, da eine Mannschaft neu formiert wird. Man könne den Konkurrenzgedanken innerhalb des Team hochhalten, ohne die Mannschaft als solche zu schädigen. Aus diesem inneren Wettbewerb heraus entwickeln sich Leistungen, die bei dem einen oder anderen bislang vielleicht noch verborgen waren.

Und dennoch: Bei aller Zufriedenheit, ein wenig personelle Verstärkung wäre aus Sicht von Jörg Goslar nicht schlecht. Der Mann formuliert es vorsichtiger: "Ich werde natürlich nicht weggucken, wenn sich auf dem Markt noch ein Spieler anbietet, der zu uns passen könnte." Im offensiven Bereich sollte sich noch etwas tun, denn selbst bei einem so komfortablen Kader, kann es schnell zu Problemen kommen. Torsten Klaus weg, Stephan Hoffmann verhindert, vielleicht noch die eine oder andere Verletzung und schnell ist da ein Loch entstanden. Das Optimum, das gibt Goslar unumwunden zu, liege in der doppelten Besetzung jeder Position.

Eine entscheidende Komponente für die gemeinsame erfolgreiche Arbeit sei der Umstand gewesen, dass "wir alle bei Null" angefangen haben. Das jedoch bringt auch Entscheidungen mit sich, die wehtun. Zum Beispiel die Entscheidung, Jonas Heidrich als Nummer 1 im Tor aufzustellen. "Das ist eine Entscheidung, die ich treffen musste, die ich getroffen habe und die ich auch verantworten muss. Für Lars Greschke ist das nicht leicht, aber es ist auch eine Phase, durch die er jetzt durch muss. Für die zweite Mannschaft wird Lars auf jeden Fall eine enorme Verstärkung sein, denn die 'Zweite' dürfen wir bei allen Planungen nicht außer acht lassen", sagt Jörg Goslar im Gespräch mit der nnz.

Am Sonntag wird es Ernst im Albert-Kuntz-Sportpark und bei aller Nüchternheit: die Premiere vor dem heimischen Publikum ist etwas ganz Besonderes. Doch wer da denkt, die Phase der Testspiele sei seit gestern vorbei, der hat die Rechnung ohne den Trainer gemacht. Matthias Kunze sei bereits beauftragt worden, für den Herbst ein oder zwei Testspiele gegen höherklassige Mannschaften zu organisieren. Denn letztlich geht es bei allem Bemühen vor und hinter den Kulissen um das "Projekt Oberliga",
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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