Keine Auffangstation
Mittwoch, 17. August 2011, 15:17 Uhr
Vor fünf Jahren gab es einen Demographiekongress der Stadt Nordhausen. Eingeladen waren alle kommunalen Vertreter des Landkreises Nordhausen. Das Interesse war eher mager. Jetzt holt die Fehlenden die Zukunft ein und auch deshalb möchte die Kreisstadt keine Auffangstation für notleidende Kommunen sein...
Für Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) kann die Zukunft nur in einem Miteinander gestaltet werden. Ein Kirchturmdenken nutze niemanden, wenn es um die Zukunft der Städte und Dörfer im Landkreis Nordhausen gehe. Das Schielen auf Prämien für Zwangsvereinigungen, bei denen die Bürger nicht befragt werden, könne nicht das Motiv für das Handeln in Richtung neuer Strukturen sein. Ein Beispiel sei, was sich derzeit im Südharz (Niedersachswerfen, Ellrich oder Ilfeld) abspiele. Die nnz hatte darüber berichtet.
Jetzt seien alle Kommunen gefragt, selbst die Stadt Nordhausen sei mit mehr als vier Millionen Euro bei der Landes-Sparorgie dabei, die ab dem kommenden Jahr fehlen werden. In den nächsten Wochen sei der Nordhäuser Stadtrat gefragt, wie er die fehlenden Millionen kompensieren wolle. Kredite aufzunehmen sei dann nicht mehr möglich und Nordhausen sei als große kreisangehörige Stadt mehrfach bestraft, da die Kommune viele Aufgaben wahrnehme, die nicht unbedingt zu den Pflichtaufgaben gehören.
Es muss also bei den freiwilligen Aufgaben gekürzt werden. Am Montag soll bei einer größeren Runde im Rathaus über erste Einsparmöglichkeiten diskutiert werden. Dann werden auch die Vertreter der städtischen Unternehmen mit am Tisch sitzen. Vorschläge sind erwünscht.
Nicht mehr sperren würde sich Barbara Rinke, wenn es seitens einiger Kommunen das Begehren eines Anschlusses an die Kreisstadt gebe. Wir sind für Gespräche offen, aber es muss Sinn machen, in erster Linie für Nordhausen, sagte Rinke, denn Nordhausen werde nicht als Notaufnahmelager für notleidende Kommunen fungieren. Eigentlich nicht, so die Oberbürgermeisterin.
Autor: nnzFür Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) kann die Zukunft nur in einem Miteinander gestaltet werden. Ein Kirchturmdenken nutze niemanden, wenn es um die Zukunft der Städte und Dörfer im Landkreis Nordhausen gehe. Das Schielen auf Prämien für Zwangsvereinigungen, bei denen die Bürger nicht befragt werden, könne nicht das Motiv für das Handeln in Richtung neuer Strukturen sein. Ein Beispiel sei, was sich derzeit im Südharz (Niedersachswerfen, Ellrich oder Ilfeld) abspiele. Die nnz hatte darüber berichtet.
Jetzt seien alle Kommunen gefragt, selbst die Stadt Nordhausen sei mit mehr als vier Millionen Euro bei der Landes-Sparorgie dabei, die ab dem kommenden Jahr fehlen werden. In den nächsten Wochen sei der Nordhäuser Stadtrat gefragt, wie er die fehlenden Millionen kompensieren wolle. Kredite aufzunehmen sei dann nicht mehr möglich und Nordhausen sei als große kreisangehörige Stadt mehrfach bestraft, da die Kommune viele Aufgaben wahrnehme, die nicht unbedingt zu den Pflichtaufgaben gehören.
Es muss also bei den freiwilligen Aufgaben gekürzt werden. Am Montag soll bei einer größeren Runde im Rathaus über erste Einsparmöglichkeiten diskutiert werden. Dann werden auch die Vertreter der städtischen Unternehmen mit am Tisch sitzen. Vorschläge sind erwünscht.
Nicht mehr sperren würde sich Barbara Rinke, wenn es seitens einiger Kommunen das Begehren eines Anschlusses an die Kreisstadt gebe. Wir sind für Gespräche offen, aber es muss Sinn machen, in erster Linie für Nordhausen, sagte Rinke, denn Nordhausen werde nicht als Notaufnahmelager für notleidende Kommunen fungieren. Eigentlich nicht, so die Oberbürgermeisterin.
