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Der Vorlauf hat sich verkürzt

Mittwoch, 13. August 2003, 12:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Hitze, Hitze, Hitze! Dazu noch Urlaubszeit. Da geht es im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus, vor allem in der Blutspendezentrale, jedoch keinesfalls hektisch zu. Trotzdem ist keine Normalität angesagt. nnz sprach mit einem Fachmann.


„Wir haben einen Service, der sich nicht nur sehen lassen kann, er beschert uns auch in dieser Zeit einen guten Zulauf von Blutspendern“, beschreibt Sven Köhn die Situation. Jeden Tag sind die Mitarbeiter im Landkreis Nordhausen und im Bereich Sondershausen auf Achse, alle Blutspender erhalten persönliche Einladungen, es gibt ausreichend zu trinken und die Räume sind klimatisiert. Es gibt im Nordhäuser Krankenhaus noch keinen Notstand, auch dank der guten Zusammenarbeit mit dem Institut für Transfusionsmedizin in Suhl.

Da werden regelmäßig Blutkonserven ausgetauscht und „das rettet uns über den Sommer“, so Köhn. Der Sommer, die Urlaubs- und Ferienzeit bringt eine „Saure-Gurken-Zeit“ für die „Blut-Abzapfer“. Da fehlen nicht nur die Spender an sich, auch Urlauber, die „ihre schönsten Tage“ im Jahr im weiter entfernten Ausland verbacht haben, die müssen ein halbes Jahr Spende-Pause einlegen. Zu hoch ist das Risiko mit Bakterien und Viren.

Trotz der relativ entspannten Situation bittet Sven Köhn um regelmäßige Blutspenden. Deutlich wird das anhand des so genannten Vorlaufs: Verbleiben in „normalen Zeiten“ die Blutkonserven rund eine Woche im Kühlschrank, bis sie zum Patienten kommen, so beträgt die Umlaufzeit aktuell nur drei bis vier Tage.
Autor: nnz

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