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Lust und Frust und Durst

Donnerstag, 07. August 2003, 09:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Hitze ist mitunter plagend. Doch es gibt auch Branchen, die von den tropischen Temperaturen profitieren – die Getränkehersteller. Wie die „Versorgungslage in Nord- und Mittelthüringen aussieht, das hat die nnz erfahren.


Durch die langanhaltende Schönwetterperiode mit oft tropischen Temperaturen ist der Bedarf und damit auch die Liefermenge bzw. der Umsatz an nichtalkoholischen Erfrischungsgetränken und Bier seit Mitte Mai um bis zu 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Das ergab eine Blitzumfrage der IHK Erfurt unter den Getränkeherstellern Nord- und Mittelthüringens.

Dabei wird der Durst besonders gern mit Mineralwasser und kalorienarmen Mischgetränken gestillt. Bei Bier liegen neben den klassischen Bieren die Biermischgetränke, angeführt von Radler hoch im Trend. "Noch haben die Produzenten keine Schwierigkeiten, den Bedarf des Handels und der Gastronomie zu decken. Die Kapazitätsgrenzen sind noch immer nicht erreicht", informiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Jedoch fordere die Bereitstellung von Leergut bei den Getränkeherstellern bereits erhöhte Anstrengungen und habe teilweise schon zu Engpässen geführt.

Weitaus komplizierter stelle sich die Situation in den Mostereien dar. Die Trockenheit der letzten Wochen habe sich negativ auf das Wachstum der Früchte ausgewirkt, so dass Ernteverluste zu verzeichnen seien. Die geringeren Mengen an Obst hätten dann wiederum Auswirkungen auf den Einkaufspreis für die Fruchtsafthersteller, die kaum auf den Kunden umgelegt werden könnten. So würden bereits zahlreiche Unternehmen mit einem schlechteren Betriebsergebnis in diesem Jahr rechnen.
Autor: nnz

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