Sollstedt beharrt auf Autobahn-Beschluß von 1994
Freitag, 16. Februar 2001, 11:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war im Jahr 1992, die ersten Kilometer der A 38 waren im Landkreis Nordhausen nur auf Karten und Unterlagen der DEGES zu sehen, da positionierte sich die Gemeinde Sollstedt für eine Tunnelvariante durch die Bleicheröder Berge. Zwei Jahre später, als diese Variante seitens der Planer als unrealistisch dargestellt wurde, beschloß der Gemeinderat "zähneknirschend", sich für eine andere Variante zu entscheiden. Jetzt sollte die Autobahn südlich an den Bleicheröder Bergen vorbei führen. Mindestens einen Abstand von 400 Meter zur Wohnbebauung sicherte die DEGES zu. Von zusätzlichen, mehr als gesetzlich vorgeschriebenen, Lärmschutzmaßnahmen war da die Rede. Über sechs Jahre sind seitdem vergangen, die ersten Kilometer Betonband schlängeln sich durch den Landkreis und werden vielleicht in einigen Jahren Wipperdorf erreichen. Von den einstigen Zusagen der DEGES ist für die Sollstedter nicht viel übrig geblieben. Statt 400 Meter weit weg, wird jetzt die sogenannte Friedhofsvariante favorisiert. Unmittelbar am Ort soll die Trasse entlang gehen.
Jetzt will der Sollstedter Gemeinderat abwarten, welche Ergebnisse die derzeitigen geologischen Bohrungen zu Tage bringen. Die sind Mitte dieses Jahres zu haben und dann soll der detaillierte Verlauf der Autobahn entschieden werden. Sollte diese Entscheidung nicht im Sinne des einstigen Beschlusses von 1994 ausfallen, dann werde sich die Gemeinde überlegen, ob Rechtsmittel einzulegen sind. Nach nnz-Informationen wird der DEGES eine Klage ins Berliner Haus flattern. "Jetzt haben die Planer noch Zeit, sich auf die Sollstedter Haltung einzustellen und die Forderungen der Gemeinde in die künftigen Planungen einzuarbeiten", erläutert Bürgermeister Jürgen Hohberg der nnz.
Autor: nnzJetzt will der Sollstedter Gemeinderat abwarten, welche Ergebnisse die derzeitigen geologischen Bohrungen zu Tage bringen. Die sind Mitte dieses Jahres zu haben und dann soll der detaillierte Verlauf der Autobahn entschieden werden. Sollte diese Entscheidung nicht im Sinne des einstigen Beschlusses von 1994 ausfallen, dann werde sich die Gemeinde überlegen, ob Rechtsmittel einzulegen sind. Nach nnz-Informationen wird der DEGES eine Klage ins Berliner Haus flattern. "Jetzt haben die Planer noch Zeit, sich auf die Sollstedter Haltung einzustellen und die Forderungen der Gemeinde in die künftigen Planungen einzuarbeiten", erläutert Bürgermeister Jürgen Hohberg der nnz.
