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Und da waren es nur noch zwei

Freitag, 15. Juli 2011, 08:19 Uhr
Eigentlich waren für den Donnerstagnachmittag alle Bürgermeister und Wehrführer des Landkreises Nordhausen zu einer Beratung bei Landrat Joachim Claus (CDU) eingeladen worden. Die Beratung wurde kurzfristig abgesagt...
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Dabei sollten die künftigen Strukturen des überörtlichen Brandschutzes noch einmal diskutiert werden, die auch Thema am kommenden Montag sein werden, Dann stehen die Stützpunktfeuerwehren auf der Tagesordnung des Kreisausschusses.

Nun aber wird das ganze Verfahren vom Kopf auf die Beine gestellt. Statt einer neuen Einladung haben die Bürgermeister und Wehrführer Post vom Landratsamt bekommen, die eine Tabelle enthält, die vermutlich bis Ende dieses Monats ausgefüllt zurück nach Nordhausen geschickt werden soll. Dort sollen die Kommunen ausfüllen, wie zum Beispiel der Ist-Zustand an Technik und Personal ist und man soll notieren, was fehlt - bei Technik und bei Mannschaften sowie bei Einstellplätzen. Als Außenstehender muss man da schon mit dem Kopf schütteln. Da wird im Landratsamt seit Monaten über neue notwendige Strukturen geredet ohne zu wissen, wie eigentlich die Ausgangssituation ist. Doch das nur nebenbei.

Mit dem Zahlenmaterial soll nun jedenfalls eine Ausgangsbasis für kommenden Anschaffungen erstellt werden. Sicher - Technik kann angeschafft werden, wenn das Geld dafür da ist, was durchaus bezweifelt werden kann. Die Zweifel richten sich sowohl an die Kommunen für den örtlichen, wie auch an den Landkreis für den überörtlichen Brandschutz. Bleiben die Mannschaftsstärken und die eventuell zu bauenden zusätzlichen Einstellplätze für die Wunsch-Technik.

Wie die nnz erfahren hat, gibt es in Richtung der Kommunen nun eine klare Ansage: Dort, wo der örtliche Brandschutz nicht oder nur teilweise noch gewährleistet ist, dort wird überhaupt nicht über den überörtlichen Brandschutz diskutiert. Auch eine indirekte Sanierung des örtlichen Brandschutzes durch den Landkreis kann es nicht geben.

Das Fazit: Statt drei geplanter Stützpunktfeuerwehren wird es im Landkreis Nordhausen wahrscheinlich nur noch zwei geben. In Nordhausen sowie in Bleicherode-Sollstedt. Momentan gibt es neun(!) Stützpunktfeuerwehren im kleinsten Nordthüringer Landkreis. Möglich ist aber die Schaffung einer Zwischen-Kategorie: Die Feuerwehr mit Schwerpunktaufgaben. Ein Status, den man zum Beispiel der Einheitsgemeinde Ellrich zutraut, zumal dorthin die fast 20 Jahre alte Drehleiter gebracht werden soll, die nun für fast 90.000 Euro angeschafft wird (siehe nnz-Archiv).
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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