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300.000 Mark soll Arbeitsamt zuviel gezahlt haben

Donnerstag, 15. Februar 2001, 16:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Es waren einmal vier leitende Mitarbeiter einer bäuerlichen Aktiengesellschaft in Mackenrode. Sie sollen einstigen Kollegen, die von Arbeitslosigkeit bedroht waren, von Ende 1991 bis Anfang 1994 falsche Lohnbescheinigungen für das Arbeitsamt ausgestellt haben. Dadurch habe das Arbeitsamt Nordhausen knapp 300.000 Mark zuviel an Arbeitslosengeld und Vorruhestandsgeld ausgezahlt, heißt es in der Anklageschrift.
Am heutigen ersten Verhandlungstag hatten sich die Angeklagten zu den Vorwürfen nicht geäußert. Nach dem Verlesen der Anklageschrift wurden Mitarbeiter des Arbeitsamtes vernommen. Diese hatten Mitte der 90er Jahre im Unternehmen Betriebsprüfungen vorgenommen. Den Auftrag dazu sollen sie von der Leistungsabteilung des Amtes erhalten haben. Dieser Abteilung waren die ersten Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Während des heutigen Verhandlungstages deuteten sich bereits Schwierigkeiten an, ob die Verantwortlichkeit für die falschen Bescheinigungen auch klar nachweisbar wären. In den kommenden Verhandlungstagen, so nnz-Informationen, sollen diese Widersprüchlichkeiten ausgeräumt werden.
Autor: nnz

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