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Endlich mal zufrieden

Sonntag, 03. August 2003, 06:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Äußerst zufrieden hat sich der deutsche Einzelhandel am Samstag zum Verlauf des voraussichtlich letzten Sommerschlussverkaufs (SSV) geäußert. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels sprach von einem "hervorragenden" und "verkaufsstarken" Geschäft zur Halbzeit. Mehr dazu mit einem Klick auf MEHR.


"Der Sommerschlussverkauf hat an diesem Samstag einen großen Kundenzuspruch erhalten", sagte Verbandssprecher Hubertus Pellengahr der Nachrichtenagentur Reuters. Der Einzelhandel habe auf Grund der Rabattaktionen und der verlängerten Ladenöffnungszeiten heute viel verkauft. "Die Kunden lassen sich die niedrigen Preise nicht entgehen", fügte Pellengahr hinzu. Die Zahl der Kunden und die Umsatzerlöse seien sehr hoch gewesen. "Wir sind heute rundum zufrieden".

Auf Grund der für das kommende Jahr von der Bundesregierung angekündigten Steuererleichterungen rechne der Verband nun mit einer nachhaltigen Belebung im Einzelhandel. "Wir sind zuversichtlich für einen Aufbruch", sagte der Verbandssprecher. Der krisengeschüttelte deutsche Einzelhandel bekommt schon seit mehreren Jahren die Konsumflaute sowie den harten Preiswettbewerb deutlich zu spüren.
Die längeren Ladenöffnungszeiten und die Aussicht auf Steuersenkungen hatten den deutschen Einzelhändlern im Juni ein deutliches Umsatzplus beschert. Volkswirte und Branchenverbände werteten dies zwar als Hoffnungssignal für den Konsum, sehen aber bisher noch keine Trendwende.

Im Vergleich zum Mai setzte die Branche saisonbereinigt real 1,9 Prozent und in jeweiligen Preisen (nominal) 2,0 Prozent mehr um, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Freitag mitgeteilt hatte. Im gesamten ersten Halbjahr lagen die Umsätze minimal über dem Vorjahr. Zuletzt hatte zudem die jüngste Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erneut signalisiert, dass sich die Stimmung der Verbraucher leicht aufhellt. Der fünftgrößte Handelskonzern der Welt, Metro, hatte am Donnerstag ein Umsatzplus von 3,7 Prozent beim Inlandsgeschäft im ersten Halbjahr gemeldet und sich für die Zukunft optimistisch geäußert. "Ich sehe einen leichten Silberstreif für das zweite Halbjahr", sagte Konzern-Chef Hans-Joachim Körber.

Nach einer Umfrage des "Tagesspiegel" (Samstagausgabe) haben die längeren Ladenöffnungszeiten an Sonnabenden vielen Händlern einen echten Umsatzschub gebracht. "Zwar läuft das Geschäft an anderen Wochentagen wie dem Freitag etwas ruhiger. Per Saldo bleibt aber ein Umsatzplus übrig", sagt Karstadt-Sprecher Michael Scheibe dem Blatt. Ähnlich sehe es bei der Parfümerie-Kette Douglas aus. "Am Sonnabenden haben wir zweistellige Zuwachsraten. Das gleicht leichte Verluste am Montag aus", sagt Douglas-Sprecher Michael Rotermund. Die Bekleidungskette C & A hat nach Angaben eines Sprechers gar keine Einbußen an anderen Werktagen, sondern kann den Mehrumsatz am Sonnabend voll verbuchen.
Autor: nnz

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