UAN soll eine stabile Wirtschaftseinheit werden
Donnerstag, 15. Februar 2001, 10:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Die derzeitige Diskussion um die Umweltakademie Nordthüringen kann deren Geschäftsführer Hans-Jürgen Kiupel überhaupt nicht verstehen. Noch nie in seiner nunmehr vierjährigen Tätigkeit in Nordthüringen seien ihm so viele Knüppel zwischen die Beine geworfen worden. Schon unter der Leitung von Prof. Horsch habe sich Kiupel stets bemüht, Geld für die UAN zu beschaffen. Und Geld fließe nur, wenn die entsprechenden Projekte beschafft werden. Er, Kiupel, habe die Arbeit der UAN stets auch unter wirtschaftlichen Aspekten gesehen.
So sollen die ersten Alarmglocken bereits im Jahr 1997 geschrillt haben. Damals sei die Anschubfinanzierung seitens der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von 2,4 Millionen Mark zum großen Teil bereits aufgebraucht gewesen. Nur durch eine rechtzeitige Umwidmung von rund 370.000 Mark sei es ihm gelungen, daß die Personalkosten weiter gezahlt werden konnten. Umweltbildung, wie sie sein Vorgänger Prof. Horsch stets favorisiert habe, sei zwar wichtig, die alleinige Ausrichtung darauf habe aber die Existenz der UAN permanent gefährdet. Das erste Großprojekt ("Öko-soziale Aufwertung der Stadt Leinefelde"), das unter der Federführung der Stadt Leinefelde und Kiupel und der DBU begonnen wurde, war eben in Leinefelde angesiedelt. Davon habe der UAN-Standort Nordhausen "mitgelebt". Im Vergleich zum kommunalen Engagement könne sich die Nordhäuser Region hinter dem Eichsfeld durchaus verstecken. Lediglich aus dem Bereich der Schulverwaltung des Landratsamtes seien Aufträge gekommen.
Nach dem bekannt wurde, daß die Umweltakademie aus dem „bequemen“ BIC ausziehen würde, müsse jedem Mitarbeiter der UAN klar geworden sein, daß er mit Projekten sein Geld selbst verdienen müsse. Im Übrigen, so Kiupel im nnz-Gespräch, seien die anfänglichen Miet- und Nebenkosten im Standort BIC mit jährlich rund 100.000 Mark viel zu hoch gewesen. Noch im Jahr 2000 lag der jährliche Aufwand bei mehr als 60.000 Mark. In Leinefelde habe die UAN eine weitaus bessere Lobby in der Kommunalpolitik als in Nordhausen. Momentan befindet sich die Leinefelder Stadtverwaltung in der Diskussion, ob sie mit weiteren Projekten die UAN unterstützt. Da sei es doch legitim, den Sitz des Vereins gegebenenfalls zu verlagern.
Das Ziel von Kiupel sei es, die UAN in eine stabile Wirtschaftseinheit umzuwandeln. Dafür gebe es im Eichsfeld die besten Voraussetzungen, ohne die Projekte im Nordhäuser Raum zu vernachlässigen. Sollte die negative Diskussion über die Zukunft der UAN und auch über seine Person weitergehen, dann könnten sich die Verantwortlichen in Leinefelde gegebenenfalls zurückziehen. "Dann wird es für die gesamte UAN ganz eng!" Seinen Dienstvertrag werde Hans-Jürgen Kiupel auf jeden Fall erfüllen. Dieser Dienstvertrag, der funktionell nicht an die Geschäftsführung gebunden ist, hat nach seinen Angaben einen Laufzeit bis 31.12. 2002. Eigentlich wollte Kiupel noch zwei Jahre dranhängen, um dann diese Aufgabe in die Hände befähigter junger Leute zu legen, doch dazu wäre ein Konsens zwischen Leinefelde und Nordhausen sowie die nachhaltige Unterstützung des gesamten Vorstandes Voraussetzung.
Autor: nnzSo sollen die ersten Alarmglocken bereits im Jahr 1997 geschrillt haben. Damals sei die Anschubfinanzierung seitens der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von 2,4 Millionen Mark zum großen Teil bereits aufgebraucht gewesen. Nur durch eine rechtzeitige Umwidmung von rund 370.000 Mark sei es ihm gelungen, daß die Personalkosten weiter gezahlt werden konnten. Umweltbildung, wie sie sein Vorgänger Prof. Horsch stets favorisiert habe, sei zwar wichtig, die alleinige Ausrichtung darauf habe aber die Existenz der UAN permanent gefährdet. Das erste Großprojekt ("Öko-soziale Aufwertung der Stadt Leinefelde"), das unter der Federführung der Stadt Leinefelde und Kiupel und der DBU begonnen wurde, war eben in Leinefelde angesiedelt. Davon habe der UAN-Standort Nordhausen "mitgelebt". Im Vergleich zum kommunalen Engagement könne sich die Nordhäuser Region hinter dem Eichsfeld durchaus verstecken. Lediglich aus dem Bereich der Schulverwaltung des Landratsamtes seien Aufträge gekommen.
Nach dem bekannt wurde, daß die Umweltakademie aus dem „bequemen“ BIC ausziehen würde, müsse jedem Mitarbeiter der UAN klar geworden sein, daß er mit Projekten sein Geld selbst verdienen müsse. Im Übrigen, so Kiupel im nnz-Gespräch, seien die anfänglichen Miet- und Nebenkosten im Standort BIC mit jährlich rund 100.000 Mark viel zu hoch gewesen. Noch im Jahr 2000 lag der jährliche Aufwand bei mehr als 60.000 Mark. In Leinefelde habe die UAN eine weitaus bessere Lobby in der Kommunalpolitik als in Nordhausen. Momentan befindet sich die Leinefelder Stadtverwaltung in der Diskussion, ob sie mit weiteren Projekten die UAN unterstützt. Da sei es doch legitim, den Sitz des Vereins gegebenenfalls zu verlagern.
Das Ziel von Kiupel sei es, die UAN in eine stabile Wirtschaftseinheit umzuwandeln. Dafür gebe es im Eichsfeld die besten Voraussetzungen, ohne die Projekte im Nordhäuser Raum zu vernachlässigen. Sollte die negative Diskussion über die Zukunft der UAN und auch über seine Person weitergehen, dann könnten sich die Verantwortlichen in Leinefelde gegebenenfalls zurückziehen. "Dann wird es für die gesamte UAN ganz eng!" Seinen Dienstvertrag werde Hans-Jürgen Kiupel auf jeden Fall erfüllen. Dieser Dienstvertrag, der funktionell nicht an die Geschäftsführung gebunden ist, hat nach seinen Angaben einen Laufzeit bis 31.12. 2002. Eigentlich wollte Kiupel noch zwei Jahre dranhängen, um dann diese Aufgabe in die Hände befähigter junger Leute zu legen, doch dazu wäre ein Konsens zwischen Leinefelde und Nordhausen sowie die nachhaltige Unterstützung des gesamten Vorstandes Voraussetzung.
