Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Donnerstag, 31. Juli 2003, 23:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit dem Pokalspiel am kommenden Sonnabend um 14.30 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark beginnt für Wacker 90 Nordhausen die neue Saison. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg mit einem Fazit der zurückliegenden Meisterschaft und den Aussichten der Mannschaft von Neutrainer Uwe Etzrodt für die Spielzeit 2003/04.
Zum zweiten Mal nimmt nun Wacker 90 Anlauf, den Sprung in die Thüringenliga zu schaffen. Es wird kein leichtes Unterfangen werden, denn die Suche nach einem Spielermacher und Stürmern mit Torinstinkt verlief trotz Bemühungen ergebnislos. Um so schmerzlicher dürfte für den Verein der Weggang vo
n Rafal Piotrowski sein, der immerhin in 15 Spielen neun Tore erzielte. Und ob Adam Kulbacki (Torschützenkönig der Mannschaft mit 10 Treffern) nach seiner langwierigen Knieverletzung wieder zu der alten Form finden wird, bleibt abzuwarten. Trotzdem gibt sich Präsident Hans-Peter Kell kämpferisch und fordert den Wiederaufstieg. Wir wollen in absehbarer Zeit wieder drittstärkste Kraft in Thüringen werden, umriss er die perspektivische Zielstellung.
Bereits in der vergangenen Saison mussten die Kicker um Kapitän Sven Pistorius erkennen, wie hoch die Trauben auch in der Landesklasse hängen. Das erklärte Ziel, sofortiger Wiederaufstieg wurde verpasst. Am Ende belegte die Weißhaupt-Truppe den dritten Platz. Die Chance über die Relegationsspiele gegen Buttstedt (nach Viernaus Verzicht) doch noch den Sprung in die höchste Thüringer Liga zu schaffen, schlugen kläglich fehl. Die Mannschaft aus der 3000-Seelen-Gemeinde zeigte Wacker 90 Nordhausen eindeutig die Grenzen.
Wir haben uns selbst ein Bein gestellt, schätzte Präsident anlässlich der Lottomittelübergabe Anfang Juli kritisch ein. In der Tat lagen zwischen Anspruch und Wirklichkeit Welten. Zwar wurde mit der kurzzeitigen Verpflichtung einiger ausländischer Kicker (Dukhno, Nalvarte, Gudushauri, Dadunashvilli) in der abgelaufenen Serie nichts unversucht gelassen, den Aufstieg zu schaffen, aber elf Spieler ergeben eben noch keine gut harmonisierende Mannschaft. Die ständigen Wechsel im Mannschaftsgefüge brachten Unruhe und Unsicherheit ins Spiel, was sich in gravierenden Leistungsschwankungen bemerkbar machte.
Trotzdem unterstützten die Zuschauer die Mannschaft leidenschaftlich. Immerhin kamen durchschnittlich fast 330 Besucher (Rekord in der Landesklasse West), die die Mannschaft lautstark anfeuerten - auch dann, wenn es nicht mal so gut lief. AmEnde blieb nur die nüchterne Erkenntnis, dass die Mannschaft leistungsmäßig noch nicht reif für die Thüringenliga war.
Nun soll es besser werden. Mit Uwe Etzrodt wurde ein Trainer verpflichtet, der seit Jahre eng mit Wacker verbunden und der sehr ehrgeizig ist. Seine Mannschaft besteht aus einer gute Mischung von erfahrenen und talentierten jungen Spielern. Das Durchschnittsalter der 21 Kicker liegt bei 23,4 Jahren. Das Präsidium setzt auf eine intensive Nachwuchsarbeit, spektakuläre Neuverpflichtungen kann sich der Verein ohnehin auf absehbare Zeit nicht leisten (Jahresetat rund 50.000 Euro).
Die Begegnung am Sonnabend gegen den ehemaligen Oberligisten Wacker Gotha ist für den Neutrainer Uwe Etzrodt eine erste Standortbestimmung bezüglich des Leistungspotentials der Mannschaft. Am darauffolgenden Sonnabend (9.8.) kann Wacker 90 daheim gegen Germania Ilmenau (15 Uhr) im ersten Punktspiel der Saison 2003/04 unter Beweis stellen, wie ernst es den Spielern mit der Zielstellung Wiederaufstieg wirklich ist.
Autor: rhZum zweiten Mal nimmt nun Wacker 90 Anlauf, den Sprung in die Thüringenliga zu schaffen. Es wird kein leichtes Unterfangen werden, denn die Suche nach einem Spielermacher und Stürmern mit Torinstinkt verlief trotz Bemühungen ergebnislos. Um so schmerzlicher dürfte für den Verein der Weggang vo
n Rafal Piotrowski sein, der immerhin in 15 Spielen neun Tore erzielte. Und ob Adam Kulbacki (Torschützenkönig der Mannschaft mit 10 Treffern) nach seiner langwierigen Knieverletzung wieder zu der alten Form finden wird, bleibt abzuwarten. Trotzdem gibt sich Präsident Hans-Peter Kell kämpferisch und fordert den Wiederaufstieg. Wir wollen in absehbarer Zeit wieder drittstärkste Kraft in Thüringen werden, umriss er die perspektivische Zielstellung.
Bereits in der vergangenen Saison mussten die Kicker um Kapitän Sven Pistorius erkennen, wie hoch die Trauben auch in der Landesklasse hängen. Das erklärte Ziel, sofortiger Wiederaufstieg wurde verpasst. Am Ende belegte die Weißhaupt-Truppe den dritten Platz. Die Chance über die Relegationsspiele gegen Buttstedt (nach Viernaus Verzicht) doch noch den Sprung in die höchste Thüringer Liga zu schaffen, schlugen kläglich fehl. Die Mannschaft aus der 3000-Seelen-Gemeinde zeigte Wacker 90 Nordhausen eindeutig die Grenzen.
Wir haben uns selbst ein Bein gestellt, schätzte Präsident anlässlich der Lottomittelübergabe Anfang Juli kritisch ein. In der Tat lagen zwischen Anspruch und Wirklichkeit Welten. Zwar wurde mit der kurzzeitigen Verpflichtung einiger ausländischer Kicker (Dukhno, Nalvarte, Gudushauri, Dadunashvilli) in der abgelaufenen Serie nichts unversucht gelassen, den Aufstieg zu schaffen, aber elf Spieler ergeben eben noch keine gut harmonisierende Mannschaft. Die ständigen Wechsel im Mannschaftsgefüge brachten Unruhe und Unsicherheit ins Spiel, was sich in gravierenden Leistungsschwankungen bemerkbar machte.
Trotzdem unterstützten die Zuschauer die Mannschaft leidenschaftlich. Immerhin kamen durchschnittlich fast 330 Besucher (Rekord in der Landesklasse West), die die Mannschaft lautstark anfeuerten - auch dann, wenn es nicht mal so gut lief. AmEnde blieb nur die nüchterne Erkenntnis, dass die Mannschaft leistungsmäßig noch nicht reif für die Thüringenliga war.
Nun soll es besser werden. Mit Uwe Etzrodt wurde ein Trainer verpflichtet, der seit Jahre eng mit Wacker verbunden und der sehr ehrgeizig ist. Seine Mannschaft besteht aus einer gute Mischung von erfahrenen und talentierten jungen Spielern. Das Durchschnittsalter der 21 Kicker liegt bei 23,4 Jahren. Das Präsidium setzt auf eine intensive Nachwuchsarbeit, spektakuläre Neuverpflichtungen kann sich der Verein ohnehin auf absehbare Zeit nicht leisten (Jahresetat rund 50.000 Euro).
Die Begegnung am Sonnabend gegen den ehemaligen Oberligisten Wacker Gotha ist für den Neutrainer Uwe Etzrodt eine erste Standortbestimmung bezüglich des Leistungspotentials der Mannschaft. Am darauffolgenden Sonnabend (9.8.) kann Wacker 90 daheim gegen Germania Ilmenau (15 Uhr) im ersten Punktspiel der Saison 2003/04 unter Beweis stellen, wie ernst es den Spielern mit der Zielstellung Wiederaufstieg wirklich ist.
