Austreten, nicht austreten, austreten, nicht austreten...
Donnerstag, 15. Februar 2001, 08:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Monatelang wurde in der Stadt Nordhausen über den Austritt aus dem Tourismusverband diskutiert. Nicht effektiv genug, zu teuer, wir machen das besser - das waren nur einige der Argumente, die stets und ständig vorgetragen wurden. Noch vor zwei Wochen im Hauptausschuß war alles klar, Dr. Fischer argumentierte noch einmal gegen den Verband, wurde auch von Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) kräftig unterstützt. Binnen dieser zwei Wochen ist nun alles anders geworden.
Die Dramaturgie war allerdings, dass muß man der Rathausspitze schon zugestehen, perfekt inszeniert. Als der Beschluß gestern aufgerufen wurde, kam der erste Spieler auf die politische Bühne. Es war der ehrenamtlichen Beigeordnete Dr. Gebhardt. Er meldete Bedenken an. In der Beschlussvorlage seien keine schlüssigen Begründungen für einen Austritt enthalten. Und er habe da so seine "politischen Bedenken". Völlig überrascht mussten sich einige Fraktionen auch die Zustimmung von Wahlbuhl zum Gebhardtschen Vorstoß anhören. Plötzlich stimmen nicht alle Vorwürfe gegen den Tourismusverband, es hätten sich neue Fakten ergeben. Man solle schließlich die Mitgliedschaft ruhen lassen, das koste ja auch kein Geld. Es war wie immer der goldene Mittelweg. Für CDU-Fraktionchef Thomas Pape war das alles schon sehr unverständlich. Wenn man von Nordhausen nach New York wolle und plötzlich in Shanghai abgesetzt werde, dann sei irgendetwas schief gelaufen. Pape enthielt sich bei der Abstimmung, angenommen wurde der Aufschub der Kündigung jedoch mit großer Mehrheit. Noch Fragen?
Autor: nnzDie Dramaturgie war allerdings, dass muß man der Rathausspitze schon zugestehen, perfekt inszeniert. Als der Beschluß gestern aufgerufen wurde, kam der erste Spieler auf die politische Bühne. Es war der ehrenamtlichen Beigeordnete Dr. Gebhardt. Er meldete Bedenken an. In der Beschlussvorlage seien keine schlüssigen Begründungen für einen Austritt enthalten. Und er habe da so seine "politischen Bedenken". Völlig überrascht mussten sich einige Fraktionen auch die Zustimmung von Wahlbuhl zum Gebhardtschen Vorstoß anhören. Plötzlich stimmen nicht alle Vorwürfe gegen den Tourismusverband, es hätten sich neue Fakten ergeben. Man solle schließlich die Mitgliedschaft ruhen lassen, das koste ja auch kein Geld. Es war wie immer der goldene Mittelweg. Für CDU-Fraktionchef Thomas Pape war das alles schon sehr unverständlich. Wenn man von Nordhausen nach New York wolle und plötzlich in Shanghai abgesetzt werde, dann sei irgendetwas schief gelaufen. Pape enthielt sich bei der Abstimmung, angenommen wurde der Aufschub der Kündigung jedoch mit großer Mehrheit. Noch Fragen?
