Stadt-Haushalt: Anstrengend, sparsam und für zwei Jahre
Mittwoch, 14. Februar 2001, 23:40 Uhr
Nordhausen (nnz). So eine erste Lesung ist schon eine schöne Sache. Die Stadträte können sich entspannt zurücklehnen, können mehr oder weniger aufmerksam zuhören. Fast eine Stunde lang hatte sie Kämmerin Karin Spieß mit ihrem Vorbericht auf Trab gehalten. Einige Mitglieder des Stadtrates schalteten schon nach 20 Minuten ab, andere hielten länger durch. Fakt ist, der Haushaltsansatz ist ausgeglichen, obwohl da ja noch eine Hürde eingebaut ist: Die Kreisumlage. Wenn die Stadt die vom Landkreis geplante Höhe der Umlage auf den Tisch der Kreiskasse blättern würde, dann wären das 18,7 Millionen Mark. Im Entwurf der Stadtverwaltung sollen nach nnz-Informationen jedoch nur rund 14 Millionen Mark eingestellt worden sein. Da liegt nicht nur Streit in der Luft, da wird es auch dicke auf den Kreis zukommen. Der rechnet vielleicht nicht mehr mit 18, sondern mit 16 Millionen von der Stadt, aber die Differenz von zwei Millionen schmerzt sehr. Für die Stadt ist das ganz einfach. Da sind noch die Urteile zu den Klagen gegen die Höhe der Kreisumlage aus den Jahren 1994 und 1995 offen. Und da geht es um die zwei Millionen. Die muß der Landkreis nicht zurückzahlen, nein, die werden "gegengerechnet". Im Klartext: Die Stadt zahlt zwei Millionen weniger als geplant. Vielleicht kann sich der Zwei-Jahres-Haushalt der Stadt auch noch weiter gesunden lassen, da ja noch etliche Klagen der Stadt Nordhausen gegen erhobene Kreisumlagen aus anderen Jahren vor Gerichten in diesem Freistaat anhängig sind.
Schnell noch zum Haushalt für die kommenden zwei Jahre. 93,1 Millionen Mark stehen im Veraltungshaushalt für 2001 zu Buche, 65,9 Millionen sind es auf der Vermögensseite. Über die Kürzungen, die bereits eingearbeitet sind und die Einschnitte, die geplant sind, berichtet nnz morgen.
Autor: psgSchnell noch zum Haushalt für die kommenden zwei Jahre. 93,1 Millionen Mark stehen im Veraltungshaushalt für 2001 zu Buche, 65,9 Millionen sind es auf der Vermögensseite. Über die Kürzungen, die bereits eingearbeitet sind und die Einschnitte, die geplant sind, berichtet nnz morgen.
