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nnz-Jukebox: Raue Schönheiten

Mittwoch, 29. Juni 2011, 10:39 Uhr
Wie man auf einer einsamen Insel zwischen Island und Schottland zur Sängerin wird und wie das dann klingt, das verrät uns Olaf Schulze in seiner Betrachtung über die neue CD von Gudrid Hansdottir.


cover (Foto: label) cover (Foto: label)


Gudrid Hansdottir
Beyond The Grey
(Beste! Unterhaltung)


Wenn auf den Färöer Inseln gute Musiker, vor allem aber Sängerinnen gecastet werden, dann hat mit großer Sicherheit die Famile Blak ihre Hände im Spiel. Vater Kristian mit seinem Label „Tutl“ oder Sohn Mikael als Multiinstrumentalist.

So auch bei der Gudrid Hansdottir, die auf einer kleinen Insel zwischen Schottland und Island geboren wurde, wo sie eines vermutlich nicht soo sonnigen und warmen Tages den Plattenschrank ihres Vaters durchforstete. Hier stieß sie auf eine Mischung aus Jethro Tull, Kate Bush und Jimi Hendrix, was sie veranlasste Liedermacherin zu werden. Inzwischen hat sie mit „Beyond the grey“ ihr drittes Album auf den Markt gebracht.

Wer nun glaubt zu wissen, was ihn da erwartet, nur weil die junge Dame aus dem kalten dunklen Norden kommt, weshalb sie schwer depressiv oder wenigstens melancholisch sein müsste, der irrt. Die 12 feinen Songs können eher als bittersüße Balladen bezeichnet werden und erzählen von der rauen Landschaft, der Liebe und der Lebenserfahrung. Das hört sich stellenweise nach Enya an oder schon erwähnter Kate Bush, aber die junge Dame steht auch fest in der Traditionslinie hervorragender nordischer Sängerinnen, die hier aufzuführen den Rahmen eindeutig sprengen würde.

Candlelight-Musik für besinnliche Stunden mit Tiefgang.

OLAF SCHULZE
Autor: nnz

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