Clement zeigt sich optimistisch
Samstag, 26. Juli 2003, 13:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn andere ins wohlverdiente Wochenende ziehen, dann wird es ruhig im Berliner politischen Medienwald. Wer diese Ruhepause vor dem Finale der Tour de France nutzt, der erhält viel Aufmerksamkeit. Wie an diesem Wochenende Wolfgang Clement.
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) erwartet nach eigenen Worten in den kommenden Monaten eine Konjunkturbelebung und will deshalb an den Wachstumsprognosen für dieses Jahr und für 2004 festhalten. Es weist einiges darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage in der zweiten Jahreshälfte besser werden könnte", sagte Clement in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview der "Bild am Sonntag". "Unsere Prognose von 0,75 Prozent Wachstum in diesem Jahr ist durchaus noch zu erreichen." An den Märkten werde mittlerweile wahrgenommen, dass Deutschland "einen unumkehrbaren Kurs der Reformen" eingeschlagen habe.
"Wenn die Weltwirtschaft sich weiter erholt, werden wir im nächsten Jahr auch in Deutschland ein spürbares Wachstum erleben." Wenn die vorgezogene dritte Stufe der Steuerreform das Wirtschaftswachstum wie erwartet um rund 0,5 Prozentpunkte anschiebe, könnte im nächsten Jahr der von der Regierung prognostizierte Zuwachs von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht werden.
Wirtschaftsforscher und Konjunkturexperten halten die Konjunkturprognosen der Regierung für illusorisch. So sagte der Bundesverband deutscher Banken vor einigen Tagen für dieses Jahr nur ein Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Für das nächste Jahr erwartet der Verband ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte vor einer Woche erklärt, die Aussichten bis zum Jahresende seien unklar, es gebe sowohl positive als auch negative Indikatoren. Sollte der am Montag erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge positiv ausfallen, würde dies nach seinen Worten auf einen beginnenden Aufschwung hindeuten.
Autor: nnzBundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) erwartet nach eigenen Worten in den kommenden Monaten eine Konjunkturbelebung und will deshalb an den Wachstumsprognosen für dieses Jahr und für 2004 festhalten. Es weist einiges darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage in der zweiten Jahreshälfte besser werden könnte", sagte Clement in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview der "Bild am Sonntag". "Unsere Prognose von 0,75 Prozent Wachstum in diesem Jahr ist durchaus noch zu erreichen." An den Märkten werde mittlerweile wahrgenommen, dass Deutschland "einen unumkehrbaren Kurs der Reformen" eingeschlagen habe.
"Wenn die Weltwirtschaft sich weiter erholt, werden wir im nächsten Jahr auch in Deutschland ein spürbares Wachstum erleben." Wenn die vorgezogene dritte Stufe der Steuerreform das Wirtschaftswachstum wie erwartet um rund 0,5 Prozentpunkte anschiebe, könnte im nächsten Jahr der von der Regierung prognostizierte Zuwachs von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht werden.
Wirtschaftsforscher und Konjunkturexperten halten die Konjunkturprognosen der Regierung für illusorisch. So sagte der Bundesverband deutscher Banken vor einigen Tagen für dieses Jahr nur ein Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Für das nächste Jahr erwartet der Verband ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte vor einer Woche erklärt, die Aussichten bis zum Jahresende seien unklar, es gebe sowohl positive als auch negative Indikatoren. Sollte der am Montag erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge positiv ausfallen, würde dies nach seinen Worten auf einen beginnenden Aufschwung hindeuten.
