Gottesdienst open air
Freitag, 25. Juli 2003, 16:11 Uhr

Nordhausen (nnz). Gottesdienste in einer Kirche sind nichts Besonderes. Doch auf einer Straße schon. Und wenn ein Gottesdienst zur Mittagszeit mitten auf der Rautenstraße in Nordhausen abgehalten wird, dann spricht man selbst in der Rolandstadt von einer Einmaligkeit. nnz war für Sie dabei.
Das St. Jakob Haus an der Nordhäuser Rautenstraße feierte heute den Jakob-Tag. Und dazu hatte sich die Diakonie als Träger des Alten- und Pflegeheims einiges einfallen lassen. Die Rautenstraße war auf der westlichen Spur abgesperrt, ein Altar war aufgebaut und Gäste aus Israel wohnten den Feierlichkeiten bei.Es war Reiner Rehbein vom Anderen Bahnhof in Sollstedt, der den Gottesdienst zelebrierte. Viele Gäste hatten sich auf der Terrasse des Heimes versammelt und lauschten den Worten und der Musik von Rehbein. Die Diakonie wollte den Jakobtag mit den Gästen aus Bet Shemesh begehen. Die Verbundenheit mit den Juden aus Israel sollte aber nicht nur auf der Straße dokumentiert werden. Auf der Hausseite zur Neustadt-Straße wurde ein hebräischer Schriftzug enthüllt. So ist also unter dem Titel St. Jakob Haus nun Bet Jakob zu lesen.
Enthüllt wurde der neue Schriftzug von Zion Maman aus der Partnerstadt Nordhausens, der mittels einer Hubbühne in die Höhe gehoben wurde. Danach konnten sich die Gäste des Festes zum Beispiel über Arbeit der Nordhäuser Polizei im Hof informieren. Stände luden zum Lesen oder zum Eisessen ein.
