Gisela Hartmann überzeugte sich
Freitag, 25. Juli 2003, 12:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser und die Bäume – das sind die unendliichen Themen, die sich vor allem fürs sommerliche Loch eignen. Gestern war die Stadtverwaltung Nordhausen um Klärung bemüht und hatte eine Führung organisiert. Und Gisela Hartmann kam zu einem Urteil.
Die Fällungen sind berechtigt, sagte gestern Abend Gisela Hartmann, Vertreterin der Nordhäuser Bündnisgrünen, nach einer Befahrung der 13 kranken bzw. beschädigten Bäume, die in den nächsten Wochen im Stadtgebiet gefällt werden müssen.
Axel Axt, der städtische Baumschützer von Amt für Umwelt und Grünordnung, hatte Frau Hartmann, die einen Forstfachmann mitgebracht hatte, zu den Bäumen geführt, die aufgrund von Schäden – zum Beispiel schwerer Fäulnis in Stamm und Wurzelbereich, extremen Kronenverlust oder Verletzungen – in ihrer Standsicherheit gefährdet sind.
Die Tour begann bei einer Linde in der Meyenburgstraße, die innen bereits völlig ausgehöhlt war, führte unter anderem zu zwei Robinien in der Nähe der Rothleimmühle, die ausgetrocknet waren, setzte sich fort zu einer kranken Linde in der Kurzen Straße, zu Baumhaseln in der Bochumer – und Hesseröder Straße, die bereits einen extremen Kronenverlust aufweisen, zu einer absterbenden Linde am Bebel-Platz und zur Pappel an der Leimbacher Straße.
Axt verwies noch einmal darauf, dass sämtliche gefällten Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden. Insgesamt gebe es in Nordhausen 50.000 Bäume, die durch das städtische Amt für Umwelt und Grünordnung gepflegt werden.
Gisela Hartmann wies weiterhin daraufhin, dass durch umfassendere Pflegemaßnahmen der vorhandene Baumbestand länger zu erhalten wäre. Da Baumpflegemaßnahmen in der Stadt Nordhausen bei dem jetzigen Baumbestand sehr personalaufwendig sind, ist es unmöglich mit zwei Baumpflegern der Stadtverwaltung die notwendigen Arbeiten zu realisieren, stellte die Politikerin fest.
Im Rahmen der Begehung wurde auf verschiedene, einmalig schöne Großbäume hingewiesen. Zum Beispiel die Eiche an der Rothleimmühle, die Blutbuche am Theater oder die Bäume an der Promenade. Diesen und anderen Baumschönheiten wollen die Bündnisgrünen ihre besondere Aufmerksamkeit schenken. Sie wollen, so sagte Gisela Hartmann der nnz, eine Postkartenserie bis zur Landesgartenschau organisieren.
Eine besondere Bitte hat Gisela Hartmann dennoch an die Stadtverwaltung: Die Versiegelung um die Blutbuche am Theater sollte zurückgebaut werden.
Zum Bild: Gisela Hartmann und ein Forstexperte (vorn rechts) überzeugen sich von der Fäulnis der Linde in der Meyenburgstraße. Im Wurzelbereich ist der Baum hohl – Axel Axt kann seinen Fuß hineinstecken, die Standsicherheit ist nicht mehr gegeben.
Autor: nnz
Die Fällungen sind berechtigt, sagte gestern Abend Gisela Hartmann, Vertreterin der Nordhäuser Bündnisgrünen, nach einer Befahrung der 13 kranken bzw. beschädigten Bäume, die in den nächsten Wochen im Stadtgebiet gefällt werden müssen.Axel Axt, der städtische Baumschützer von Amt für Umwelt und Grünordnung, hatte Frau Hartmann, die einen Forstfachmann mitgebracht hatte, zu den Bäumen geführt, die aufgrund von Schäden – zum Beispiel schwerer Fäulnis in Stamm und Wurzelbereich, extremen Kronenverlust oder Verletzungen – in ihrer Standsicherheit gefährdet sind.
Die Tour begann bei einer Linde in der Meyenburgstraße, die innen bereits völlig ausgehöhlt war, führte unter anderem zu zwei Robinien in der Nähe der Rothleimmühle, die ausgetrocknet waren, setzte sich fort zu einer kranken Linde in der Kurzen Straße, zu Baumhaseln in der Bochumer – und Hesseröder Straße, die bereits einen extremen Kronenverlust aufweisen, zu einer absterbenden Linde am Bebel-Platz und zur Pappel an der Leimbacher Straße.
Axt verwies noch einmal darauf, dass sämtliche gefällten Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden. Insgesamt gebe es in Nordhausen 50.000 Bäume, die durch das städtische Amt für Umwelt und Grünordnung gepflegt werden.
Gisela Hartmann wies weiterhin daraufhin, dass durch umfassendere Pflegemaßnahmen der vorhandene Baumbestand länger zu erhalten wäre. Da Baumpflegemaßnahmen in der Stadt Nordhausen bei dem jetzigen Baumbestand sehr personalaufwendig sind, ist es unmöglich mit zwei Baumpflegern der Stadtverwaltung die notwendigen Arbeiten zu realisieren, stellte die Politikerin fest.
Im Rahmen der Begehung wurde auf verschiedene, einmalig schöne Großbäume hingewiesen. Zum Beispiel die Eiche an der Rothleimmühle, die Blutbuche am Theater oder die Bäume an der Promenade. Diesen und anderen Baumschönheiten wollen die Bündnisgrünen ihre besondere Aufmerksamkeit schenken. Sie wollen, so sagte Gisela Hartmann der nnz, eine Postkartenserie bis zur Landesgartenschau organisieren.
Eine besondere Bitte hat Gisela Hartmann dennoch an die Stadtverwaltung: Die Versiegelung um die Blutbuche am Theater sollte zurückgebaut werden.
Zum Bild: Gisela Hartmann und ein Forstexperte (vorn rechts) überzeugen sich von der Fäulnis der Linde in der Meyenburgstraße. Im Wurzelbereich ist der Baum hohl – Axel Axt kann seinen Fuß hineinstecken, die Standsicherheit ist nicht mehr gegeben.
