Wer kann da schon widerstehen?
Mittwoch, 22. Juni 2011, 07:39 Uhr
Die Nordhäuser Stadträte sollen sich heute das erste Mal mit der künftigen Finanzierung des Theaters und des Loh-Orchesters befassen. Was genau in der Beschlussvorlage steht, bleibt der interessierten Öffentlichkeit vermutlich bis kurz vor 16 Uhr verborgen...
Die nnz jedoch kann da ein wenig abhelfen. Den Service gibt es nicht für die Stadträte mit ihrem "Herrschaftswissen", sondern für den normalen Steuerzahler, der in den kommenden Jahren noch einmal eine Schippe drauflegen muss. Und zwar wird das theatrale Engagement für das Nordhäuser Theaters zusätzlich rund 150.000 Euro kosten. Das wären dann fast 2,7 Millionen Euro pro Jahr, so in etwa. Diese 150.000 Euro sind so gut wie sicher, denn das Land Thüringen als Co-Finanzierer hat der GmbH ein einmaliges Angebot gemacht. 750.000 Euro spendiert Herr Matschie dem Nordthüringer Musentempel, wenn die vier kommunalen Gesellschafter 250.000 Euro dazugeben. Mehr als die Hälfte davon trägt die Stadt Nordhausen.
Eine Begründung für die steigenden Zuschüsse ist die Tatsache, dass die Künstler in Nordhausen und Sondershausen endlich einmal nach Tarif bezahlt werden sollen. Bislang gilt ein Haustarifvertrag, der nach außen als der Beitrag der Künstler zur Rettung der Hochkultur in Nordthüringen dargestellt wird. Und gerade da gibt es bei einigen Stadträten ein Stirnrunzeln, sind sie doch nicht nur für die Mitarbeiter des Theaters, sondern auch für die in den anderen kommunalen Unternehmungen zuständig. Und dort, man muss sich nur einmal erinnern, gehören Haustarife seit Jahren längst zur Tagesordnung. Und so ist für einige der gewählten Volksvertreter ein wenig unklar, warum gerade für die Mitarbeiter des "kommunalen Unternehmens", das anteilig am höchsten bezuschusst wird, der Weg zum Tarifvertrag finanziert werden soll.
Trotz aller politischen Sorgenfalten auf der Stirn, die noch nicht der Öffentlichkeit zugängliche Beschlussvorlage wird heute Nachmittag den Stadtrat ohne Murren passieren. Denn - wie oben geschrieben - es ist ein einmaliges Angebot seitens des Landes Thüringen. So zusagen ein Schnäppchen. Wer kann da schon widerstehen?
Autor: nnzDie nnz jedoch kann da ein wenig abhelfen. Den Service gibt es nicht für die Stadträte mit ihrem "Herrschaftswissen", sondern für den normalen Steuerzahler, der in den kommenden Jahren noch einmal eine Schippe drauflegen muss. Und zwar wird das theatrale Engagement für das Nordhäuser Theaters zusätzlich rund 150.000 Euro kosten. Das wären dann fast 2,7 Millionen Euro pro Jahr, so in etwa. Diese 150.000 Euro sind so gut wie sicher, denn das Land Thüringen als Co-Finanzierer hat der GmbH ein einmaliges Angebot gemacht. 750.000 Euro spendiert Herr Matschie dem Nordthüringer Musentempel, wenn die vier kommunalen Gesellschafter 250.000 Euro dazugeben. Mehr als die Hälfte davon trägt die Stadt Nordhausen.
Eine Begründung für die steigenden Zuschüsse ist die Tatsache, dass die Künstler in Nordhausen und Sondershausen endlich einmal nach Tarif bezahlt werden sollen. Bislang gilt ein Haustarifvertrag, der nach außen als der Beitrag der Künstler zur Rettung der Hochkultur in Nordthüringen dargestellt wird. Und gerade da gibt es bei einigen Stadträten ein Stirnrunzeln, sind sie doch nicht nur für die Mitarbeiter des Theaters, sondern auch für die in den anderen kommunalen Unternehmungen zuständig. Und dort, man muss sich nur einmal erinnern, gehören Haustarife seit Jahren längst zur Tagesordnung. Und so ist für einige der gewählten Volksvertreter ein wenig unklar, warum gerade für die Mitarbeiter des "kommunalen Unternehmens", das anteilig am höchsten bezuschusst wird, der Weg zum Tarifvertrag finanziert werden soll.
Trotz aller politischen Sorgenfalten auf der Stirn, die noch nicht der Öffentlichkeit zugängliche Beschlussvorlage wird heute Nachmittag den Stadtrat ohne Murren passieren. Denn - wie oben geschrieben - es ist ein einmaliges Angebot seitens des Landes Thüringen. So zusagen ein Schnäppchen. Wer kann da schon widerstehen?
