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Zahlen zu Gymnasien sollen im Kreistag auf den Tisch

Montag, 12. Februar 2001, 18:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Eigentlich hatten sich Landrat Joachim Claus (CDU) und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) vor einiger Zeit vertraulich über die weitere Verfahrensweise hinsichtlich der Nordhäuser Schulstandorte unterhalten. Dabei ging es nach nnz-Informationen um die Nachnutzung der Schulstandorte, die nach Verabschiedung der Schulnetzentwicklung in der Rolandstadt nicht mehr benötigt werden. Eigentlich ist das alles ein Missverständnis, was da öffentlich gesagt wurde, so Claus heute noch einmal. Doch bereits in der Diskussion während der Kreisausschusssitzung wurde klar, dass an der ganzen Sache (Aufgabe des Humboldt-Gymnasiums oder nicht?) doch was dran sein muß. Plötzlich war einmal die Rede von Standorten, dann wieder von Gebäuden. Die Kreisverwaltung in Person von Schulverwaltungsamtsleiter Brandt dementierte noch am Vormittag alle Argumente von Matthias Jendricke, die Schülerzahlen würden selbst in sechs Jahren noch ausreichen, um drei Standorte (Nordhausen und Bleicherode) zu erhalten. Wie ist das aber mit den verschiedenen Gebäuden des Humboldt-Gymnasiums? Da war die Randbemerkung zu hören: "Warum haben wir ein Gebäude bisher vernachlässigt?" Gemeint hatte Landrat Claus das in der Blasiistraße. Sein Mitarbeiter Gunter Brand sprach noch am Vormittag gegenüber nnz davon, gerade diesen Standort künftig "sanierungstechnisch" in Angriff nehmen zu wollen.
Die Katze ist seit Freitag aus dem Sack. Eigentlich ist es egal, wer den Knoten aufgemacht hat, es muß nur Ehrlichkeit in dieser Situation auf den Tisch. Fakt ist, dass die "demographische Reduzierung" der Schüler, die jetzt im Grund- und Regelschulbereich zum Handeln zwingt, sich in einigen Jahren auf die Gymnasien auswirken wird. Und wenn in sechs oder sieben Jahren nur noch 2.000 Schüler das Abitur ablegen wollen, dann müssen in diesem Jahr die rund 3.200 Gymnasiasten an den gleichen Standorten quasi in einer schulische "Hühnerbatterie" ihre Schulzeit verbringen. Am 20. Februar sollen die Zahlen auf den Tisch, hoffentlich die richtigen.
Autor: psg

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