Abschied von einer Legende
Montag, 14. Juli 2003, 18:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Die internationale Musikszene ist ärmer geworden. Der Buena Vista Social Club hat ein Mitglied weniger. Am Montag verstarb eine Legende der kubanischen Musik im Alter von 95 Jahren. Die nnz erinnert an einen Großen und zugleich Bescheidenen.
Der kubanische Musiker Compay Segundo, eines der bekanntesten Mitglieder des Buena Vista Social Club, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Compay sei in der Nacht zum Montag in seinem Haus in Miramar, einem Stadtteil der kubanische Hauptstadt Havanna, einem Nierenversagen erlegen, teilte sein Sohn Salvador am Montag mit. Der Sänger und Gitarrist, der mit bürgerlichem Namen Francisco Repilado hieß, sollte im Laufe des Tages in seinem Geburtsort Santiago beigesetzt werden. "Er hinterlässt ein Vakuum in der traditionellen kubanischen Musik, das schwer zu füllen sein wird, weil er so viel Charme und Liebe für das kubanische Volk hatte", sagte sein Sohn.
Compay stieg 1997 mit dem Buena Vista Social Club zu Weltruhm auf, als die Gruppe für eine Platte mit dem US-Gitarristen Ry Cooder den Musikpreis Grammy erhielt. Der nach der Gruppe benannte Film des deutschen Regisseurs Wim Wenders erzählte die Geschichte dieses Aufstiegs und mehrte den internationalen Erfolg des Ensembles.
Compay hatte daraufhin mit über 90 Jahren die Welt bereist und zwei eigene Alben aufgenommen. "Die Blumen des Lebens kommen zu jedem. Man muss bereit sein, um sie nicht zu verpassen. Meine kamen, als ich über 90 war", sagte der Sänger in einem seiner letzten Interviews. Auf der Bühne trug er stets einen Panama-Hut. Bis Mai diesen Jahres hatte Compay noch Konzerte gegeben.
Compays bekannteste Partner im Buena Vista Social Club waren der Klavierspieler Ruben Gonzalez und die Sänger Ibrahim Ferrer und Omara Portuondo.
Autor: nnz
Der kubanische Musiker Compay Segundo, eines der bekanntesten Mitglieder des Buena Vista Social Club, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Compay sei in der Nacht zum Montag in seinem Haus in Miramar, einem Stadtteil der kubanische Hauptstadt Havanna, einem Nierenversagen erlegen, teilte sein Sohn Salvador am Montag mit. Der Sänger und Gitarrist, der mit bürgerlichem Namen Francisco Repilado hieß, sollte im Laufe des Tages in seinem Geburtsort Santiago beigesetzt werden. "Er hinterlässt ein Vakuum in der traditionellen kubanischen Musik, das schwer zu füllen sein wird, weil er so viel Charme und Liebe für das kubanische Volk hatte", sagte sein Sohn. Compay stieg 1997 mit dem Buena Vista Social Club zu Weltruhm auf, als die Gruppe für eine Platte mit dem US-Gitarristen Ry Cooder den Musikpreis Grammy erhielt. Der nach der Gruppe benannte Film des deutschen Regisseurs Wim Wenders erzählte die Geschichte dieses Aufstiegs und mehrte den internationalen Erfolg des Ensembles.
Compay hatte daraufhin mit über 90 Jahren die Welt bereist und zwei eigene Alben aufgenommen. "Die Blumen des Lebens kommen zu jedem. Man muss bereit sein, um sie nicht zu verpassen. Meine kamen, als ich über 90 war", sagte der Sänger in einem seiner letzten Interviews. Auf der Bühne trug er stets einen Panama-Hut. Bis Mai diesen Jahres hatte Compay noch Konzerte gegeben.
Compays bekannteste Partner im Buena Vista Social Club waren der Klavierspieler Ruben Gonzalez und die Sänger Ibrahim Ferrer und Omara Portuondo.
