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nnz-Kurz-News: 12. Juli 2003

Samstag, 12. Juli 2003, 16:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Was ist an diesem Wochenende in Thüringen passiert? Die Redaktion der nnz hat sich in den Regionen des Freistaates für Sie umgesehen.


„Saurierer-Fahndung“
Im Museum der Natur Gotha informiert seit Samstag eine Ausstellung über 30 Jahre Saurierfahndung im Thüringer Wald. Die Schau zeigt bis Ende dieses Jahres Fotos, Ursaurierfunde und Rekonstruktionen der ältesten vierbeinigen Landwirbeltiere. Experten des Museums graben seit 1973 am Bromacker bei Tambach-Dietharz nach Fossilien von Ursauriern. In diesem Sommer fanden sie unter anderem ein rund 50 Zentimeter langes Skelett eines Fleisch fressenden Ursauriers.


Wasser wird knapp
Fehlende Niederschläge im Mai und Juni haben nach Angaben der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz (Landkreis Gotha) den Wassernachschub für die Talsperren im Freistaat drastisch verringert. Trinkwasser stehe jedoch ausreichend und in der geforderten Qualität zur Verfügung, sagte ein Fachmann. Durch den nassen Winter seien genügend Wasservorräte gespeichert worden. Thüringen verfügt über 12 Trinkwassertalsperren.


Überraschung bei Streiks
Vor Beginn der dritten Tarifrunde im Thüringer Einzelhandel hat die Gewerkschaft ver.di ihre für heute angekündigten Warnstreiks überraschend abgesagt. Sie werde den Arbeitgebern einen Kompromiss-Vorschlag vorlegen, bevor die Verhandlungen am kommenden Dienstag fortgesetzt werden, teilte die Gewerkschaft mit. Einzelheiten zu dem neuen Verhandlungsangebot gab ver.di nicht bekannt. Der Thüringer Einzelhandel zählt rund 60 000 Beschäftigte.


Schwerer Unfall auf Autobahn
Bei einem Unfall auf der A 4 bei Erfurt sind am Samstagmorgen fünf Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte ein Kleintransporter zwischen den Anschlussstellen Erfurt-Ost und Erfurt-West aus noch ungeklärter Ursache die Mittelleitplanke durchbrochen. Auf der Gegenfahrbahn prallte er frontal mit zwei Autos zusammen. Eine Frau wurde per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf mindestens 40 000 Euro. Die Autobahn war drei Stunden voll gesperrt.


Immer noch sehr gefräßig
Die gefräßige Kastanienminiermotte setzt auch den Bäumen in Thüringen zu. Die Experten gehen von einem Auftreten im mittleren bis starken Maße aus. Mittlerweile seien so gut wie alle Kastanienbäume betroffen. Der Schädling komme seit zwei bis drei Jahren im Freistaat vor und habe sich bis in die Wälder ausgebreitet. Selbst junge Bäume, die nur wenige Meter groß seien, hätten mit dem Schädling zu kämpfen.


Thüringen ist Spitze
Thüringen ist beim Anbau von Pflanzen für alternative Treibstoffe Spitze. Vom Anteil an der Ackerfläche her betrachtet, produziert kein Bundesland mehr nachwachsende Rohstoffe als Thüringen. Die Landwirte bauten die Ölsaat auf jedem sechsten der rund 620 000 Hektar Ackerland an. Wegen der Witterung sei der Raps an vielen Orten notreif. Der Verband erwartet daher in diesem Jahr Ernteeinbußen von 30 bis 50 Prozent.
Autor: nnz

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