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nnz-Rückspiegel: 18. Juli 2002

Freitag, 18. Juli 2003, 07:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war, dann ist das kein Problem. Die nnz hat für Sie in ihrem Archiv gestöbert. Heute:
Im Visier, Feuerwehren im Stress und Studie


Mittelstand im Visier
Sowohl die Allianz als Marktführer, als auch viele andere Versicherungen, die Policen für Unternehmen anbieten schicken sich an, Gewerbetreibenden und Mittelständlern tiefer in die Tasche zu greifen. Nach Preisanhebungen im vergangenen Jahr bei den Kunden aus der Großindustrie ist nun unter anderem geplant, auch bei nicht durch Schäden belasteten Verträgen auf 75 Prozent der so genannten Bedarfsprämie anzuheben. Das Vorhaben ist Teil eines Konsolidierungsprogramms, die seit Jahren defizitäre Industrieversicherungssparte wieder in die schwarzen Zahlen zurückzuführen.

Diese Bedarfsprämie errechnet sich aus der durchschnittlichen Schadensbelastung plus angefallener Kosten. Falls Schäden aufgetreten sind, müssen mindestens 100 Prozent der Bedarfsprämie bezahlt werden, und der Kunde muss darüber hinaus weitere „individuelle Maßnahmen“ gewärtigen. „Alle Verträge in diesem Segment sind bislang untertarifiert, das heißt, wir haben weniger Prämieneinnahmen als Ausgaben“, erklärte ein Allianz-Sprecher zur Begründung...ausführlich im nnz-Archiv


Studie bedarf der Analyse
Am 4.Juni wurde im großen Hörsaal der Fachhochschule Nordhausen (FHN) eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur wirtschaftlichen Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes Nordthüringens vorgestellt (siehe Archiv). Ein über Erwarten günstiges Bild ergab sich aus dieser Studie sowohl für die Situation als auch die Perspektive des verarbeitenden Gewerbes in Nordthüringen. Aus der wurden weitreichende Handlungsempfehlungen für die regionale Wirtschaftspolitik abgeleitet, die von den Fachleuten der Uni Jena aktiv unterstützt werden sollen. Dazu wurde eine weitere Veranstaltung für September in Aussicht gestellt.

Aus dieser Ankündigung leitet nnz nun die Frage nach dem weiteren Werdegang dieses Sachvorgangs ab. Schon in der Diskussion nach Vorstellung der Studie trug der Dekan der FHN, Prof. Dietmar Knies, erhebliche Vorbehalte gegen deren Inhalt vor. Tags darauf konnte man in der Tageszeitung ein Statement des Professors lesen, in dem er jene Studie als wirtschaftswissenschaftlich nicht fundiert - und damit wohl auch nicht haltbar – bezeichnete. An die Erläuterungen dazu knüpfte er die Bereitschaft, im Rahmen der Fachkompetenz des Fachbereiches für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der FHN, die wirtschaftliche Situation dieser Region nach wirtschaftswissenschaftlichen Kriterien zu analysieren, um sich mit der FHN in die weitere Entwicklung einzubringen...ausführlich im nnz-Archiv


Feuerwehrleute im Dauereinsatz
Einige überflutete Keller und viel Wasser auf den Straßen, das ist die Bilanz der Nacht. Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt schlief heute dennoch auf seiner Liege am Salzagraben. nnz weiß warum...

Den ganzen Tag war Erich Etzrodt im Landkreis Nordhausen unterwegs. Kontrollfahrten waren angesagt. In Richtung Harz schüttete es wie aus Kannen, die Scheibenwischer seines Jeeps schafften die Wassermassen kaum. Doch Havarien waren glücklicherweise Fehlanzeige. Dafür kam kurz nach 23 Uhr ein Hilferuf aus dem Nachbarlandkreis Wernigerode.

Dort hieß es Land und Straßen „unter“. Etzrodt alarmierte sofort Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Bleicherode, Sülzhayn, Heringen, Nordhausen-Mitte sowie der Berufsfeuerwehr der Rolandstadt. Außerdem wurden zwei Fahrzeuge des Technischen Hilfswerkes (THW) in Marsch gesetzt. Die Hilfskräfte mussten bis in Region um Ilsenburg fahren, dort hatten die Wassermassen ganze Straßenabschnitte einfach weggespült.

Am Vormittag werden die ersten Feuerwehrleute wieder in Nordhausen erwartet, dann wird Bericht erstattet. Dann aber muß Erich Etzrodt auch entscheiden, ob die eingesetzten Kräfte ausgewechselt werden müssen. Und davon hängt sicher auch ab, ob der Kreisbrandinspektor seine Liege im „Kommandoraum“ noch für eine Nacht benutzen muß...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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