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Wie weiter mit Berufsschulausbildung im Baugewerk?

Montag, 12. Februar 2001, 12:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn es nach den Vorstellungen des Thüringer Kultusministeriums gegangen wäre, dann hätten die künftigen Bauazubis aus den Landkreisen Nordhausen, Eichsfeld sowie dem Unstrut-Hainich-Kreis künftig nach Sondershausen zur Berufsschule fahren müssen. Nach einer Anhörung der betroffenen Landkreise im Ministerium ist diese Variante vom Tisch. Wie aus der Nordhäuser Kreisverwaltung zu erfahren war, konnte sich das Ministerium vor allem der Kritik seitens der Industrie- und Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaften nicht verschließen. Vor allem im Baubereich sei ein enger Kontakt zwischen den Berufsschulen sowie den Unternehmen unumgänglich, hatten die Kammern und die Gewerkschaften argumentiert. Auf eine sogenannte wohnortnahe Beschulung soll künftig nicht verzichtet werden. Zwar verwies das Kultusministerium auf die Hoheit der Träger der Berufsschulausbildung, in diesem Fall die Landkreise, doch bei der Einteilung der jeweiligen Schulbezirke haben die Erfurter doch ein Wörtchen mitzureden. Hier jedoch seien vor allem in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld bereits entscheidende Weichen gestellt worden. So werde die Ausbildung im Baugewerk in Nordhausen, die der Heizungs- und Lüftungsbauer in Leinefelde absolviert. Nicht zuletzt würde sich auch die Zusammenarbeit beider Kreishandwerkschaften fördernd auf diesen Prozeß auswirken. Derzeit arbeite die Nordhäuser Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt in Worbis und der Kreisverwaltung in Heiligenstadt an einem mittelfristigen Konzept, das auch den zurückgehenden Schülerzahlen in der Berufsausbildung gerecht werden könne.
Autor: nnz

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